Dushan-Wegner

21.06.2023

Die EU will mehr (sein)

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten, Bild: »Da fliegen sie, die Elefanten«
Die EU wirft mit unserem Geld um sich. Jetzt hat sie keines mehr und will mehr – von Deutschland. Das kann einfach nicht für immer weitergehen. Ein Organismus, der endlos wächst, wird kollabieren – oder seinen Wirt töten.
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Warum können Elefanten nicht fliegen? – Die einfache Antwort wäre: Weil sie keine Flügel haben. Hätten Elefanten Flügel, könnten auch Elefanten fliegen!

Doch so einfach ist die Sache nicht.

Wollten Elefanten fliegen, müssten sie entsprechend große Flügel haben. Das aber würde die Gesamtmasse des Tieres erhöhen. Und das würde wiederum größere Flügel notwendig machen.

Ein Vogelkundler erklärt: »Wenn man die Größe eines Vogels um eine Einheit vergrößert, muss die Fläche der Flügel um diese Einheit zum Quadrat größer werden. Und die Masse (das Volumen) vergrößert sich um diese Einheit hoch drei.« (snexplores.org, 28.3.2019)

Es ist nicht zufällig, sondern prinzipiell, dass Elefanten nicht fliegen. Selbst wenn die Natur es durch Mutation erfolgreich versuchen sollte, würde es nicht lange bestehen.

Jetzt noch mehr

Während Sie und ich im Supermarkt darüber nachdenken, ob wir den 6er-Pack Milch kaufen oder lieber erst mal einzelne Milchkartons, werfen die Bonzen in Brüssel das uns abgepresste Steuergeld gleich in Milliarden um sich.

Und jetzt wollen sie noch mehr.

bild.de, 21.6.2023 meldet: »1,1 Billionen Euro reichen nicht: EU-Kommission will noch MEHR Geld von uns«. Deutschland soll »noch mehr Milliarden nach Brüssel überweisen«.

Milliarden, die Frau von der Leyen an ihren SMS-Freund Bourla weiterreicht, sowie zig Milliarden für die Ukraine (in den Sozialen Medien wird es die »größte Geldwasch-Aktion der Geschichte« genannt – ich weiß aber nicht, ob es wirklich die »größte« ist).

Milliarden für »Flüchtlinge« – und für Zahlungen an den lupenreinen Demokraten Erdogan.

Ein Zyniker könnte sagen: »Der Sinn der EU besteht darin, die Fleißigen zu bestrafen und die Gewieften reich zu machen.«

Doch das ist womöglich nur der aktuelle Zustand.

Das Problem der EU ist womöglich ein systemisches, in der Natur der Sache begründet.

Selbst wenn die EU einmal eine gute Idee war: Sie ist zu groß geworden, um den beabsichtigten Zweck zu erfüllen. Zu groß in geographischer Hinsicht und zu groß im Anspruch.

Die EU will eine eigene Armee, wohl um unabhängig von der Nato ebenfalls Weltpolizei zu spielen (siehe Wikipedia). Die EU will bestimmen, welche experimentellen Mittel sich Menschen spritzen müssen, um reisen zu dürfen (commission.europa.eu). Die EU will vorgeben und zensieren, was gesagt und gedacht werden darf (commission.europa.eu). Die EU will festlegen, was die »Wahrheit« ist (digital-strategy.ec.europa.eu). Und all die übrigen Projekte laufen ja weiter. In manchen EU-Städten kann man sich darauf verlassen, jeden Tag auf Bauprojekte zu stoßen, bei denen man sich fragt, welchen wirtschaftlichen oder sonstigen Sinn sie haben – und sieht dann zuverlässig den Hinweis auf eine Förderung durch die EU.

Für den lokalen Unternehmer lohnen sich eigene Investitionen und Anstrengungen kaum, wenn ein Konkurrent mit besseren Beziehungen zur EU-Bürokratie ihn wirtschaftlich vernichten kann, weil für diesen das Kapital »gratis« ist, während er jeden Euro leihen und zurückzahlen oder verdienen und versteuern muss. Das reicht von Bauprojekten über Ladenlokale bis hin zu freiberuflichen Tätigkeiten wie Online-Design.

Es kann nicht funktionieren

Doch ich glaube nicht einmal, dass die EU lokale Unternehmer wirklich vernichten will. Ich glaube auch nicht, dass man wirklich plante, den Roman »1984« in der Praxis nachzubauen und digitale Zensur einzurichten. Und als man am 18. April 1951 in Paris den Vertrag zur Montanunion unterzeichnete, plante man noch nicht, eine Chefin einzusetzen, die auf keinem Wahlzettel stand (bei der Lügenwahl standen andere Kandidaten-Namen), die in Berlin dafür bekannt war, Millionen an Berater weiterzureichen, und jetzt in Brüssel Milliarden an Pfizer und die Ukraine weiterreicht.

Die EU ist einfach zu groß geworden. Sie ist wie ein Elefant, dem man Flügel wachsen lassen will. Oder wie eine Taube, die auf Elefantengröße angeschwollen ist.

Es funktioniert nicht, es kann nicht funktionieren. Und es ergibt keinen Sinn mehr.

Wenn aber ein System nicht funktionieren kann und in seiner aktuellen Form keinen Sinn ergibt, bewegt es sich zwangsläufig auf seinen Kollaps zu.

Keine Radikaldiät

Die EU wird kollabieren, wenn sie nicht wie durch ein Wunder eine radikale Diät durchläuft.

Viel zu viele Leute verdienen absurd viel Geld an der unbegrenzt wachsenden EU. Doch die EU wächst und wächst und wächst in ihrem Anspruch. Wir wissen, welches medizinische Phänomen unbegrenzt wächst – und wir wissen, wie es unbehandelt für den Patienten endet.

Zu viele Leute werden am unbegrenzten Fettwerden der EU reich, als dass wir den Willen zu einer wirksamen Diät erwarten könnten.

Es war nie dringender als heute, sich Fähigkeiten und anderes Kapital zuzulegen, das dir auch nach einem Kollaps der EU das Überleben ermöglicht.

Gehe davon aus, dass die Steuerlast kontinuierlich steigen wird. Kein Mensch versagt gern, und Brüsseler Bürokraten betrachten jeden Euro, den sie dir lassen, als ihr persönliches Versagen. In der Zukunft kann es die klügere Entscheidung sein, auf versteuerbares Einkommen zu verzichten und stattdessen Luxus wie freie Zeit neu genießen zu lernen.

Und doch: Auch wenn die Welt durchdreht und die EU zum Monster kurz vorm Herzinfarkt wird, kommt jeder Tag immer nur einmal.

Es wird kollabieren. Unsere Welt wird nicht untergehen, doch sie wird eine sehr andere sein.

Und deshalb: Nutze deinen Tag!

Weiterschreiben, Wegner!

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