Dushan-Wegner

23.01.2024

Bedeutet »für Deutschland« immer »gegen …«?

von Dushan Wegner, Lesezeit 6 Minuten
»Gegen Rechts« versteht nicht, dass »für Deutschland« nicht »manisch gegen alles andere« bedeutet. Die können nur »gegen« denken, und wenn Malte-Sören einem Ali oder Dushan also vorwirft, »gegen Ausländer« zu sein, merkt er nicht, wie absurd er klingt.
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Stellen wir uns vor, ich würde euch einen Apfel anbieten. Aber ich würde nicht genau einen Apfel anbieten, sondern würde euch einen Teller voller Äpfel hinhalten, zur Auswahl.

»Hier, nimm einen Apfel«, sage ich.

Und du, ein höflicher Mensch, nimmst dir einen Apfel.

Du willst, wie es sich gehört, mir danken, doch bevor du zum Danken kommst, zetere ich los: »Was hast du denn gegen all die anderen Äpfel? Warum verachtest du die anderen Äpfel? Hast du etwa eine Andere-Äpfel-Phobie? Du Apfelist! Entlassen und deiner Existenz berauben sollte man dich! Die Obstplantage steht auf, gegen Apfelisten wie dich.«

An dem Punkt denkst du womöglich, dass ich einen an der Waffel habe. Oder dass ich ein Linker bin. (Aber ich wiederhole mich.)

Mal im Ernst, soweit Ernst einem solchen Szenario angemessen ist: Natürlich würden wir eine solche Reaktion auf die Auswahl eines Apfels als etwas irre bewerten. Selbstverständlich – was auch sonst?

Ich liebe es aber, bei Selbstverständlichkeiten innezuhalten und zu fragen: »Moment, was passiert hier wirklich?«

Jede wirklich menschliche Handlung bedeutet, sich für eine Möglichkeit zu entscheiden – und damit »gegen« alle anderen.

Ich habe in meinem Leben noch keinen glücklichen Menschen getroffen, der sich leicht ablenken ließ – aber jeder, der mir glücklich erschien, hatte sich mit ganzem Herzen für einige, wenige Dinge entschieden – und damit zumindest logisch gegen alles andere.

Linke in der »Für-gegen-Falle«

Okay, ihr wartet auf das Politische, das Gesellschaftliche, und hier ist es: Wer heute »für Deutschland« ist, dem wird von Propaganda-Opfern ganz automatisch vorgeworfen, er sei zum Beispiel »gegen Ausländer«.

Auf geradezu unterhaltsame Weise absurd wird es, wenn der linke Malte-Sören aus dem deutsch-protestantischen Lehrerhaushalt einem Dushan oder einem Ali vorwirft, »gegen Ausländer« zu sein.

Wir haben ja sogar mehr als einmal erlebt, wie sehr linke (und auch sehr deutsche) Deutsche den Kindern von Holocaust-Opfern erklärt haben, welche Lehren diese bitteschön aus der deutschen Geschichte zu ziehen haben.

In Hessen hat man übrigens aktuell einer Anna Nguyen die ihr nach alter Gepflogenheit zustehende Funktion als Vizepräsidentin im Hessischen Landtag verweigert.

Weil sie für die AfD antritt und die AfD ja »rassistisch« sei (hessenschau.de, 10.1.2024).

Anna Nguyen ist Tochter vietnamesischer Flüchtlinge.

Die Nachnamen der erlaubten, weil nicht-rassistischen und moralischen Präsidentin beziehungsweise Vizepräsidenten im Hessischen Landtag sind aktuell übrigens Wallmann, Sommer, Dorn-Rancke, Lortz und Rock (hessischer-landtag.de, Stand 23.1.2024)

Stimmt, da passt der vietnamesische Name »Nguyen« melodisch nicht rein – und so, liebe Linke, sieht gelebte Hufeisentheorie aus (siehe Wikipedia).

Worum also geht es genau?

Welcher Denkfehler liegt vor, wenn der linke Malte-Sören (sorry an alle, die wirklich »Malte-Sören« heißen) dem »rechten« Ex-Muslimen, dem gebürtigen Tschechen oder sehr gegenwärtigen Juden vorwirft, diese seien »gegen Ausländer«?

»Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.«

Die Erklärung für das »große Dagegen«: Die sogenannte Linke in Deutschland wurde und wird von antidemokratischen, aus dem Ausland finanzierten NGOs und deren Marionetten darauf gedrillt, gegen Deutschland zu sein.

Die sind nicht wirklich für Ausländer – die sind nur gegen Deutschland, gegen die Deutschen und gegen das Deutsche. Und das ist keine Polemik von mir, das sagen die selbst, und sie sind stolz darauf. Das schreiben die in ihre Bücher, das tragen die auf ihren Demos als Banner vor sich, das grölen die in vulgärsten Formulierungen.

Weil die vor allem »gegen« sind, und zwar zuerst und sich gegen sich selbst, als ultimatives Dagegensein und als großer, nationaler Suizidkult, können die sich nicht vorstellen, dass wir – deren »Gegner« – gar nicht »gegen« etwas sind.

Ich will nur von denen in Ruhe gelassen werden.

Ich will, dass die nicht uns und unser Land kaputt machen.

Doch die können uns nicht in Ruhe lassen.

In deren kaputten Seelen ist es unerträglich, dass jemand für etwas ist.

Wir sind für das Leben, für das Überleben, für das Volk, in das wir hineingeboren wurden oder das wir gewählt haben und das uns aufnahm.

Automatisch verdächtig

Bis auf ein paar migrantische Karriere-Deutschlandhasser in Presse und Politik (wir kennen die Namen), stehen die meisten »normalen« Ausländer den sogenannten Rechten näher, denn »rechts« nennt man heute in der Praxis auch jeden, der nicht nur ungehorsam, sondern auch für sein Land ist.

Wer sich als Ausländer für das deutsche Volk entscheidet, der ist damit automatisch verdächtig, gegen Ausländer zu sein, denn in gewisser Denkart kann man nur und zuerst gegen etwas sein, und wer nicht wie diese Leute »gegen Deutschland« ist, der muss in dieser kaputten Logik automatisch gegen Ausländer sein.

Selbst wenn diese Leute »refugees welcome« sagen, eine scheinbar positive Aussage, meinen sie damit in Wahrheit den »Volkstod« (und das ist ein Zitat eines ihrer eigenen Aktivisten).

Die sind auch nicht wirklich für Ausländer, sie sind gegen sich selbst, und der »Refugee« ist denen nur Mittel zu diesem Zweck. (Spätestens aber, wenn die »Refugees« in der Straße der Aktivisten wohnen sollen, sind diese plötzlich nicht mehr dafür, sondern schon wieder dagegen, und zwar regelmäßig.)

Ihr werdet die nicht überzeugen. Die ticken anders, die können nur »dagegen«. Die verstehen nicht: Für etwas zu sein bedeutet nicht, aktiv gegen alles andere zu sein (solange das andere mich für meine Angelegenheiten sein lässt).

Gegen sich selbst

Wofür demonstrieren eigentlich die Leute, die »gegen Rechts« demonstrieren? Für welchen positiven Sachverhalt? Fragt die mal! Die werden nichts Sinnvolles sagen. Die werden euch beschimpfen, und dann wiederholen, wogegen sie sind. Da ist ein gruseliger menschlicher Abgrund, da ist das grau wabernde Nichts.

Nein, die sind nicht für ein besseres Deutschland – oder sie meinen mit buchstäblich »weniger deutsch«.

Als letztens bei einer »Gegen Rechts«-Kundgebung ein Gegen-Rechts-Teilnehmer auf der Bühne »Einigkeit und Recht und Freiheit« anstimmte, wurde er ausgebuht und weggeführt (Video: @annamarinada11, 23.1.2024; Bericht: nius.de, 23.1.2024)

Die sagen »gegen Rechts«, doch diese traurigen Figuren sind einfach nur »gegen« – gegen Deutschland und ultimativ gegen sich selbst. (Deshalb sind Linke auch so verbittert und unglücklich. Glück braucht eine »Ordnung der Kreise«, ein System relevanter Strukturen. Doch wer zuerst »gegen« ist, der hat keine relevanten Strukturen, die er ordnen könnte.)

Es braucht heute Mut, für etwas zu sein. Für sich selbst, für die eigene Familie, für eine Kultur, für ein Land und für ein Volk. Und man wird von den Figuren attackiert werden, die so gehirngewaschen (oder dafür bezahlt sind), dass nicht verstehen können, dass für etwas zu sein nicht bedeutet, wie sie manisch gegen alles andere zu sein.

Selbstbewusstes Apfelsein

Mancher wird als Apfel geboren. Ein anderer sucht sich sein Apfelsein aus. Doch solange nicht die Bananen kommen und sagen, die Äpfel sollten bitte aussterben, denn die Bananen würden jetzt mehr werden und den Teller für sich beanspruchen, hat auch kein Apfel einen Grund, gegen Bananen oder sonstwen zu sein.

Freunde, nehmt euer Apfelsein an (auch wenn man dafür von Regierungsfunktionären als Kartoffel beschimpft wird; vergleiche focus.de, 19.6.2022). Und wenn das nicht funktioniert, sucht euch eine andere Obstsorte aus, falls sie euch aufnimmt. Aber was auch immer ihr seid, seid selbstbewusst dabei!

Wisst, wer und wofür ihr seid. Und ertragt den Hass derer, die nichts sind und nichts sein wollen und die alle hassen, die nicht wie sie gegen alle und gegen sich selbst sind.

Und wenn etwas zu sein bedeutet, alles andere nicht zu sein, dann ist das eben so.

Aber zuerst wisst, was und wofür ihr seid.

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