Dushan-Wegner

15.12.2023

Du, die Hamas mag dich nicht

von Dushan Wegner, Lesezeit 3 Minuten
In Berlin wurden Hamas-Fans festgenommen, weil sie wohl Anschläge auf jüdische Einrichtungen planten. Zynische Linke mögen denken, »wir sind ja keine Juden«, doch die begreifen nicht: Hamas tötet nicht »nur« Juden – die tötet Juden bloß zuerst.
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Im toleranten Berlin fühlen sich Terroristen wohl, ob Klima-isten oder Islamisten. Anhänger der Terror-Organisation Hamas etwa marschieren jährlich durch Berlin zum »Al-Quds-Tag«, einer typisch Berliner Feier von Judenhass und Toleranz.

Drei Mitglieder dieser Hamas wurden diese Woche in Berlin spontan festgenommen, ein weiterer in Rotterdam.

Offenbar hatten sie sich nicht damit begnügt, die judenfeindlichen Parolen deutscher Linker und Klima-Aktivisten nachzubrüllen und Hamas-Fahnen zu schwenken, sondern auch konkreten Judenmord geplant.

Wir lesen:

Die Sicherheitsbehörden in Deutschland haben offenbar einen Anschlag der Terror-Organisation Hamas in Deutschland vereitelt. Am Donnerstag wurden vier Männer festgenommen. Sie sollen Anschläge auf jüdische Einrichtungen geplant haben. (focus.de, 14.12.2023)

Zwei der teils nur vorübergehend festgenommenen Fachkräfte kamen, so die Berichte, aus dem Libanon, einer aus Ägypten, und jetzt sind sie nun einmal da.

Ich weiß nicht, ob diese jungen Männer nun Ingenieure oder Ärzte sind. Aber ich bin sicher, dass die deutsche Propaganda uns nicht angelogen hat, und dass diese jungen Männer gewiss eines Tages die deutschen Renten erarbeiten und Deutschlands Schulden abbezahlen werden.

Bis dahin allerdings sind die jungen Männer offenbar damit beschäftigt, Anschläge auf jüdische Einrichtungen in Deutschland zu planen.

Was wären wir ohne?

Israelische Soldaten berichten aktuell (und posten auch die Bilder), dass sie in Gaza immer wieder auf lokale Übersetzungen von »Mein Kampf« stoßen, inklusive eines Heldenfotos des Autors auf dem Cover. Wahrscheinlich zählt das für deutsche Linke auch als »Israelkritik«.

Nehmen wir aber an, jener Autor und seine heutigen Leser in Palästina wären »erfolgreich« und es gäbe keine einzigen Juden auf der Welt.

Gäbe es dann auch keinen Judenhass?

Nun, dann gäbe es immer noch jüdische Gedanken, festgehalten in jüdischen Weisheitsbüchern, Tanach, Mischna und so weiter. Aber auch Bücher von jüdischen Gelehrten, Philosophen und anderen öffentlichen Denkern.

Doch selbst wenn es die nicht gäbe, gäbe es noch immer jüdische Denktradition, die zu christlicher Denkweise wurde und damit zur westlichen Denkweise und damit zur Denkweise von allem, was sich heute auf diesem Planeten »moderne Zivilisation« nennt.

Unsere, ja, »jüdisch-christliche« Denktradition ist vom guten »Pilpul« geprägt. Vom Bedenken aller Aspekte einer Situation. Vom Zerpflücken und immer neuen Formulieren der Argumente. Vom Kommentieren der Kommentare zu den Kommentaren. Täglich, ewig, bis der Meschiach kommt, mindestens.

Vom Bewusstsein, dass wir die Wahrheit immer nur suchen, doch nie ganz begreifen, selbst wenn wir sie buchstäblich in den Händen halten.

Unsere beste Wahrheit ist immer nur der vorläufig am wenigsten lächerliche Irrtum.

Nichts für schwache Nerven

Das alles zu ertragen ist für schwache Naturen nicht einfach.

Islamisten, Klimaspinner, Non Player Characters, Sektenjünger und all die guten Untertanen – sie alle brauchen einfache Wahrheiten, eine »absolute« Wahrheit und am liebsten eine, die sogar die größte Schweinerei als »moralisch« erlaubt, weil von Gott, Staatsfunk, Klima oder sonst wem befohlen.

(Um zu sehen, dass Judenhass von Judesein begrifflich und psychologisch getrennt sein kann, bedenken Sie, wie beliebt der jüdische Antisemit Karl Marx unter linken Antisemiten ist, wenn und weil er einfache Wahrheiten und Feindbilder bietet. Wenn ein Jude das simple Denken bedient, wie Antisemiten es »mögen«, »ignoriert« man seine jüdische Abstammung. Zur Psychologie des Antisemitismus empfehle ich im Übrigen meinen Essay vom 15.12.2016.)

Nur zuerst

Vertut euch keine Sekunde: Die wollen nicht nur die Juden töten – die wollen die Juden nur zuerst töten.

Die hassen uns, ob wir Juden, Heiden oder Christenkinder sind, weil sie an sich selbst scheitern und ihr Scheitern auf uns projizieren.

(Fragen Sie mal Hindus, deren Götterhimmel auf andere Weise die Vielfältigkeit der Denkmöglichkeiten repräsentiert – ähnliche Probleme mit denselben Gestalten. Und Hindus haben nun wirklich nichts mit Palästina zu tun.)

Doch, wisst ihr, was? Je länger ich darüber nachdenke, desto deutlicher wird mir etwas, desto sehnsüchtiger und wütender werde ich.

Wisst ihr, warum?

Ich will es euch sagen:

Ich wünsche mir, wir würden unsere Kultur und unsere Tradition so schätzen, lieben und am Leben erhalten, wie die unsere Kultur, unsere Tradition und uns hassen, fürchten und töten wollen.

Weitermachen, Wegner!

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