11.07.2022

Eiszeit? Hitzewelle? Hauptsache Panik.

von Dushan Wegner, Lesezeit 3 Minuten
Spiegel 1974: »Kommt eine neue Eiszeit?« Der »verregnete Sommer in Nordeuropa« war »Teil eines weltweiten Wetterumschwungs«! – Spiegel 2022: »Kontinent im Hitzeschock«, die »Temperaturen am Wochenende« »erlauben einen Blick in eine überhitzte Zukunft«!
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Meine sehr verehrten Damen und Herren, »Angst ist ein schlechter Ratgeber«, so sagt man.

In der Politik ist es mit der Angst wie mit dem »Populismus«. Beides, Populismus und Angstmache ist immer das, was die anderen betreiben.
Wenn man selbst Angst und Panik schürt, dann ist das eine besorgte Warnung.

Wenn Politiker oder Journalisten mal wieder Panik schüren wollen, können sie dafür ein Panik-Modell nutzen, eine dramatische, aber natürlich streng wissenschaftliche Vorhersage.

Ich zitiere mal den Spiegel – aus dem Jahr 1974:

Kommt eine neue Eiszeit? Nicht gleich, aber der verregnete Sommer in Nordeuropa, so befürchten die Klimaforscher, war nur ein Teil eines weltweiten Wetterumschwungs – ein Vorgeschmack auf kühlere und nassere Zeiten. (spiegel.de, Text vom 11.8.1974)

2016 korrigierte sich der Spiegel: »Die nächste Eiszeit fällt aus«. (spiegel.de, 13.1.2016)

Uff, Glück gehabt! Wir müssen doch nicht Mammuts jagen gehen.

Es ist nun 2022. In Europa ist wieder Sommer, und der Spiegel macht wieder Panik: »Ein Kontinent im Hitzeschock«.

Und: Die Temperaturen sind nun ein »Blick in eine überhitzte Zukunft« (spiegel.de, 18.6.2022).

Früher sagte die Bauernregel: »Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist.« – Ich aktualisiere das: »Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, will er damit sagen, dass Klimakrise ist!«

Meine Damen und Herren, fühlen sie sich vielleicht gut dabei, dass es endlich richtig warm ist?

Sie fühlen falsch!

Der Spiegel sagt Ihnen, dass und warum Sie die Ausnahme sein könnten! Das »Temperaturempfinden von Menschen« ist nämlich »unterschiedlich« (spiegel.de, 16.6.2022).

Zufriedenheit mit dem Wetter ist möglicherweise ein Irrtum und potenziell verdächtig. Besser, wir geraten in Panik. Zur Sicherheit.

Und wo Panik ist, das ist auch ein Herr Lauterbach nicht weit.

Eine »Mega Hitzewelle« sieht er kommen (@Karl_Lauterbach, 9.7.2022). Es wird »viele Todesopfer« geben.

Natürlich.

Er bezieht sich dabei auf ein Panik-Wettermodell, das ein Staatsfunk-Wettermann verbreitet hat (@TerliWetter, 9.7.2022). Jener ist übrigens in seiner Vorhersage deutlich weniger sicher als der Panik-Minister.

Ich war dereinst Zivi –  Zivildienstleistender. Ich habe Bekannte und Verwandte im Gesundheitswesen. Doch schon simple Erfahrung genügt, um zu wissen, dass im Sommer seit jeher Menschen umkippen. Besonders, wenn das Herz etwas schwächer ist.

Wenn aber demnächst extra viele Menschen am Herztod sterben sollten, weit mehr als sonst, dann kann das natürlich nur am Wetter liegen. Vielleicht hat Herr Lauterbach tatsächlich Angst. Vor der Hitzewelle natürlich.

Deshalb lässt man uns präventiv wissen: Falls demnächst extra viele Menschen am Herztod sterben, kann das auf keinen Fall an etwas liegen, das im letzten Jahr weltweit betrieben wurde.

Wir aber, meine Damen und Herren, wir wollen extra brave Untertanen sein – oder nicht? Der brave Untertan hat Angst vor den Dingen, vor denen er Angst zu haben hat.

Und er hat keine Angst vor Dingen, vor denen Angst zu haben unmoralisch ist, und geisteskrank dazu. Politisch nicht gewünschte Angst ist nämlich eine Geistesstörung, eine »Phobie«.

Keine Angst, Freunde, Angst ist nicht immer ein schlechter Ratgeber.

Manchmal rettet die Angst als Ratgeber ja dein Leben – dafür ist die Angst ja da! Nur irrationale Angst ist ein schlechter Ratgeber – die irrationale Angstlosigkeit allerdings auch.

Aber ja, manchmal könnte die Angst einfach nur verhindern, dass ich mein Leben und den Sommer genieße.

Es bleibt uns nichts anderes übrig, liebe Bürger: Wir werden uns selbst gute Ratgeber sein müssen.

Das kann ein wenig Angst machen, ich weiß. Aber keine Angst: wir schaffen das.

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