21.06.2021

Höhlenmalerei und fragwürdige Tests

von Dushan Wegner, Lesezeit 8 Minuten, Foto von Edgar Laureano
Intensivbetten-Mangel: wohl gelogen. Virus: saisonal. Labor-These: plausibel. PCR-Tests: ungeeignet. Kinder nach mRNA-Injektion: zum Teil herzkrank. Wer weiterhin »denen« glaubt, würde so einer lieber sterben, als einmal der Propaganda zu widersprechen?
red flowers on green grass during daytime
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Es war ein bedeckter, aber freundlicher Vormittag im Frühling des Jahres 35.514 vor Christus. Der warme Wind aus Nordwest wehte in die ersten Räume der Grotte von Lascaux. Die Künstler arbeiteten seit dem Morgen an den Gerüsten, mit denen sie bis an die Decke der Höhle reichten. In den kommenden Tagen würden sie große Bilder an die Wände malen. Stiere und Bären, Hirsche und Steinböcke. Dazu geometrische Figuren. Sich selbst aber, dem Menschen, widmeten sie genau eine Silhouette.

Okay, das mit dem freundlichen Wetter habe ich mir selbst ausgedacht, der Rest des obigen Absatzes aber beschreibt die prähistorischen Malereien an den Wänden der Höhle von Lascaux (siehe Wikipedia). Es sind nicht die einzigen uralten Bilder (siehe Liste bei Wikipedia). Die Malereien von Lascaux sind aber jene, welche zu Beginn des Zweiten Weltkriegs von vier Jungen im Wald entdeckt wurden, und nach dem Krieg im kollektiven Kulturgedächtnis als stellvertretend für prähistorische Kunst eingetragen wurden. Die (bislang) ältesten von Menschen gemalten Bilder wurden auf der indonesischen Insel Sulawesi entdeckt (siehe Wikipedia).

»Prähistorisch« bedeutet, dass wir keine Texte jener Zeit kennen. Die Menschen überlieferten keine geschriebenen Mythen, keine Berichte von sich. Die Bilder aber, die sie uns hinterließen, die Bilder ihrer eigenen Hände, in Schablonentechnik auf die Wand gesprüht, die Bilder der großen wie kleinen Tiere, die prähistorischen Künstler, welche diese Bilder malten, rufen uns über dreißig Jahrtausende hinweg zu: »Wir waren Menschen, wie du!«

Wissen Sie, wer ebenso und dazu buchstäblich »Menschen wie wir« sind? – Wir!

Und womit sind wir dieser Tage so beschäftigt?

Saisonale Wahrheit

»Es ergibt keinen Sinn, und das wird immer mehr zum Markenzeichen der logischen Gegenteilwelt europäischer Eliten«, so schrieb ich in einem Essay von 2018. Einen Essay von 2020 betitelte ich: »Freundlichkeit ist Faschismus – willkommen in der bizarren Gegenteilwelt«.

Die intendierte Bedeutung des konstruierten Wortes »Gegenteilwelt« ergibt sich unmittelbar aus den Teilworten: Eine Welt, in der regelmäßig das Gegenteil des Gesagten der Fall ist. 2018 stellte ich es auf deutender Sachebene fest, dass wir eine unwirkliche Gegenteilwelt betreten haben.

In der Einleitung zum Essay »Windstöße auf schmaler Brücke« schrieb ich im April 2020: »Die Verschwörungstheorie von gestern ist die plausible These von heute. Wenn wir etwas aus der Krise gelernt haben, dann dies: Glaubt NICHTS nur deshalb, weil Leitmedien es sagen, und wenn sie etwas laut bestreiten, schaut lieber doppelt hin.« – Die Meldungen aus dem Sommer 2021 mögen in der Sache neu wirken, doch sie entspringen ähnlichem Quell wie die Meldungen der Jahre zuvor.

Ach, was wurde auf die »Querdenker« geschimpft, die für Demokratie und Grundrechte demonstrierten, gegen die Lügen und Panikmache! Wie konnte einer es wagen, der Regierung vorzuwerfen, die Demokratie von innen her  anzugreifen, bloß weil diese die Demokratie von innen her angriff? – Aktuell wird gemeldet, dass die Regierung ausgerechnet dem Immobilienprofi Spahn »Sonderbefugnisse« geben möchte. Gegen die Faktenlage, gilt in Deutschland zufälligerweise fast exakt bis zur Bundestagswahl die »epidemische Lage von nationaler Tragweite« (mit der sich zum Beispiel regierungskritische Demonstrationen extra einfach verbieten lassen, während man aber die Menschen zur fragwürdigen Briefwahl animieren kann). Nun beabsichtigt man, so berichtet welt.de, 20.6.2021(€), ausgerechnet der umstrittensten Gestalt in der Corona-Panik die »Sonderbefugnisse« zu verleihen, nach eigenem Gutdenken etwa Quarantänen zu verhängen, also weiter den Bürgern ihre Grundrechte zu rauben. (Nicht dass noch in Regionen, die »falsch wählen könnten«, vorab mit Straf-Quarantäne gedroht wird – tststs, das würde diese lupenreine Regierung doch nicht machen.)

Derselbe Herr Spahn versichert derweil, nichts von den möglichen Betrügereien rund um Intensivbetten gewusst zu haben (welt.de, 20.6.2021(€)). Die Chemnitz-Lüge ist nicht die einzige große Lüge der Merkel-und-ihre-Medien-Ära. Eine weitere Lüge ist wohl die von den knapp werdenden Intensivbetten. Auf dieser Lüge fußte Merkels »Grundlage zur Ermächtigung«.

Eine weitere Grundlage der Corona-Panik samt »Ermächtigung« waren die sogenannten »PCR-Tests«. Von Beginn der Corona-Panik an liest man bei freien Medien begründete Zweifel an der Aussagekraft der PCR-Tests. »Hört auf die Wissenschaft«, sagen Politiker, doch sie wollen es nicht hören, wenn Wissenschaftler feststellen, dass PCR-Tests »allein ungeeignet als Grundlage für Pandemie-Maßnahmen« sind (uni-due.de, 18.6.2021).

Monatelang wurde bestritten, dass das Virus »saisonal« ist. Auf keinen Fall würden die Kurven die Inzidenz-Zahlen unabhängig von mRNA-Injektionen oder Entzug der Grundrechte sinken. Es war eine aus Sicht der diversen Covid-19-Profiteure »profitnachteilige« These. Jetzt wird es lapidar mit den Schultern zuckend zugestanden (focus.de, 19.6.2021). Sogar das konzern-nahe und mit »umstritten« höflich beschriebene Medienprojekt »CNN« berichtet von den Gefahren der für Kinder unnötigen mRNA-Injektion (cnn.com, 18.6.2021) – es hindert kinder- wie gewissenlose deutsche Politiker nicht, Kindern die experimentelle Gentherapie spritzen zu wollen.

Die Toten nach Impfung werden schnell entsorgt, sollen schnell vergessen werden. Nach Diktat verreist, nach Impfung verstorben, nach uns die Sintflut (und die Sinn-Dürre ohnehin). Es sind Muster einer vergehenden Zeit. Es ist das neue Leben im Propagandastaat. Vom Fußball bis zum Verfassungsgericht, alle Teile des Lebens in Deutschland müssen von Propaganda-Botschaften durchdrungen sein. Am Ende gewinnt immer die Realität, doch bis dahin machen perfide Pfiffikusse pompösen Profit mit ihren lächerlichen Lügenmärchen. Es torkelt, es schlingert, es ist nicht stabil. Was wird nach unserem Fall der Fall sein?

Was gemeinsam?

Im Sturm verfährt man sich eher als bei klarer Sicht. Wenn der Orkan dir Regen, Äste und den gelegentlichen Kleinhund gegen die Windschutzscheibe weht, wäre es verständlich, wenn du den Überblick verlierst und dich verfährst.

Lasst uns den Blick über unseren Tellerrand heben, wie wild und stürmisch es um uns her auch zugehen mag. Wir starren wie gebannt auf die Probleme des Heute. Wir verzweifeln an den Lügen, wir sind wütend ob des Unrechts. Es wäre menschlich, in der Sorge ums Unmittelbare den Überblick zu verlieren.

Ich denke an die Maler in den Höhlen, damals vor zigtausenden Jahren. Ich denke an manche Errungenschaft seitdem. Ich denke an jeden einzelnen Bauern und Jäger der vielen Jahrtausende dazwischen. Ich denke an die Mütter und Großmütter, an die Analphabeten und die Vielschreiber, an die Verzweifelten und an die Glücklichen. Ich denke an die Trottel und Deppen, und ich denke an die Erfinder unserer Gegenwart und an die Komponisten unserer Symphonien. Ich denke, nicht zuletzt, an uns selbst, heute und in diesem Irrsinn.

Ich frage mich: Was ist es, dass wir alle gemeinsam haben? Was ist die Schnittmenge zwischen den Malern von Lascaux, den Bauern und Kriegern seitdem, den Müttern und Arbeitern vieler Generationen, und zuletzt uns, den Insassen eines täglich irrer werdenden Zeitalters? Was haben Sie, heute und in dieser Realität, mit den Malern in jenen Höhlen vor zigtausenden Jahren gemeinsam?

Realität in Zweifel

In den vergangenen Monaten wurden Schimpfworte wie »Schwurbler« oder »Covidioten« umhergeworfen. Es schwang mit, dass die »Schwurbler« mit falschen Fakten operierten, während die Propaganda-Anhänger angeblich »der Wissenschaft« folgten. Der Lügenkessel steht aber kurz vorm Bersten. Man lässt in Form nicht-mehr-zu-leugnender Wahrheiten etwas Druck vom Kessel (etwa wenn sogar der Staatsfunk von der möglichen Intensivbetten-Lüge berichtet; siehe tagesschau.de, 17.6.2021).

Die Lügen haben ihren Zweck erreicht, jetzt kann man sie erschüttert »aufdecken«. Ein »Schwurbler« und ein »Covidiot« bedeutet heute schlicht: »einer, der ungehorsam ist« – die, welche diese Schimpfwörter sagen, wissen inzwischen selbst, dass sie Lügnern folgen. Wer wissentlich Lügnern folgt, weil er lieber stirbt als ungehorsam zu sein, dessen ganzes Leben wird zur gelebten Lüge.

Dass »Windkraft« ein Umweltzerstörer ist, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Auch dass die Umweltbilanz von Elektro-Autos nicht ganz so sauber ist, stand vor einiger Zeit schon in freien Medien wie tichyseinblick.de, 12.10.2020 – inzwischen erfährt man es sogar, erst einmal schüchtern in Frageform, im sogenannten »Mainstream« (ohne Bezahlschranke: stuttgarter-nachrichten.de, 20.6.2021).

Manche Dinge wirken so groß und so dreist, dass selbst sogenannte Verschwörungstheoretiker sich diese kaum vorstellen können. Warum zensieren Internet-Konzerne so aggressiv Meldungen zum Virus, die nicht der »offiziellen Wahrheit« entsprechen? Wir erfahren in den Detail-Recherchen bei thenationalpulse.com, 19.6.2021 (Details via sciencefiles.org), dass Google offenbar lange Jahre die Forschung eines gewissen Peter Daszak unterstützte – Daszak ist als Forscher mit jenem Labor in Wuhan verbunden (und nebenbei, wie ich im Essay vom 3.6.2021 festhielt, bezog man sich bei Facebook auf Daszak, um festzulegen, was in Sachen Virus als »Wahrheit« auf Facebook erlaubt ist).

Wenn weite Teile dessen, was uns als »Realität« verkauft wird, sich als Lügen erweisen, was sollen wir dann Realität nennen? Ein Mensch, der nichts mehr für real hält, der wird daran verrückt werden. Wie soll einer heute seinen Verstand nutzen, ohne die Realität selbst in Zweifel zu ziehen und daran irre zu werden?

Groß und trotzig

Die Menschen, die einst Büffel und Hirsche auf die Wände jener Höhlen malten, die einst den Umriss ihrer Hand auf die Wände zauberten, es waren Menschen mit einem Bewusstsein wie Sie und ich. Diese Menschen hatten weit primitivere Werkzeuge als wir sie haben, das ist wahr. (Vergessen wir aber nicht, dass die meisten von uns Westlern zwar Computer und Smartphones bedienen können, selbst aber nicht einmal einen simplen Topf aus Bronze schmieden könnten. Selbst einen Faustkeil zu behauen fiele uns schwer. Kein einziger Mensch auf diesem Planet ist allein in der Lage, die dafür notwendigen Rohstoffe aus der Erde und aus der Natur zu gewinnen und auch nur einen Bleistift herzustellen.)

Die malenden Menschen in der Höhle wussten, dass sie sterben werden. In deren Alltag war der Tod präsenter als in unserem. Die Menschen wussten, dass ihre ärgsten Ängste wie ihre größten Freuden beide im großen Nichts enden würden. Genau wie Sie, ich und wir alle, näherten sich auch jene Menschen täglich dem Abgrund, und so malten sie groß und trotzig auf die Wände der Höhle von Lascaux, wie sie ihre Welt sahen.

Hiermit getan

Ich sehe den Wahnsinn des Tages, und ich zwinge mich, nicht immerzu auf diesen zu starren. Dieser Wahnsinn definiert nicht mich, diese Lügen definieren nicht einmal, wer wir sind. Dieser Wahnsinn legt aufs Neue offen, wie leicht wir als Gruppe und allzu oft als Einzelne zu verführen sind, doch wussten wir das nicht längst?

Am Irrsinn nicht irre werden. Von Lügnern regiert zu sein und doch nicht die Knie vor der Lüge beugen. Wenn Freunde kalt wie Zombies werden, dennoch selbst ein Mensch mit Herz, Gewissen und zugleich Verstand bleiben. Mensch sein, und in seinem eigenen Menschsein sich genug sein – in Zeiten der universellen Lügen ist das eine eigene Herausforderung.

Das soll meine Verantwortung sein, in der Zeit der Lügen, regiert von Lügnern, attackiert von Propagandisten, angegiftet von den Gerngehorsamen: Ich will mir dessen bewusst werden, was mich mit all den anderen Menschen eint, beginnend mit den Malern in der Höhle von Lascaux.

Das sei mein Rezept, am Wahnsinn nicht wahnsinnig zu werden. Ich will wie die Maler von Lascaux festhalten, dass ich hier bin und wie ich die Welt wahrnehme. – Dies habe ich hiermit getan (inklusive dieses Textes insgesamt 1,200 mal).

»Weiterschreiben, Wegner!«

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