Dushan-Wegner

13.12.2023

»Ich lese keine Nachrichten mehr.«

von Dushan Wegner, Lesezeit 3 Minuten
Einerseits möchte man jeden einzelnen Tag die Nachrichtenlektüre einstellen. Bringt ja eh alles nix, macht nur schlechte Stimmung. Und dann liest und schaut man sie doch. Auch, weil es blöderweise wichtig ist.
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Mindestens einmal pro Tag beschließe ich: »Jetzt ist es aber genug! Ich lese ab sofort keine Nachrichten mehr.«

Würde ich Nachrichten lesen, würde ich nämlich aktuell erfahren, dass die Regierungsparteien zerstritten sind. Unter anderem über Asyl. Über das Geld. Über den Klimawahnsinn.

Ach, nun habe ich es doch gelesen! Ich schüttle den Kopf, und ich seufze.

Nicht, weil Streit nicht gut wäre – solchen »Streit« könnte man auch »demokratische Debatte« nennen.

Nein, ich seufze, weil ich glaube, dass kein Politiker die »Eier« hat, die heutigen Probleme wirklich wirksam zu bewältigen.

Oder dass er auch nur über die Möglichkeit verfügt.

Oder die notwendige Zeitmaschine, um vor zehn oder besser zwanzig Jahren das damals schon absehbare Desaster anzugehen.

Böser Fortschritt

Das Böse, das die »Guten« über uns brachten, ist zu weit fortgeschritten, die Metastasen globalistischer Lebenslügen haben zu viele Organe unserer Gesellschaft und unseres Staates befallen.

Das Gute der »Guten« ist reichlich böse, doch das heißt nicht, dass diese Bösartigen nicht schlau wären.

Bei der Erlangung der Macht sind die bösen Guten schlau, und einer ihrer schlauesten Sätze lautet: »Das Private ist politisch.«

Aus der Emotion lässt sich Beliebiges ableiten.

Politik fürs Gefühl

Deshalb übrigens reduzierte Merkel politische Themen oft aufs Reden über Emotionen: »Viele Menschen sind besorgt, und ich verstehe das.«

Die Forderung, die warme, aber private Emotion habe politisch zu sein, ist ein trojanisches Pferd, in dessen Bauch die kalte, und dann öffentliche Willkür lauert.

Indem man irrationale Befindlichkeit zum politischen Argument erhebt, öffnet man die Tore für die Zerstörung der Gesellschaften von innen und außen zugleich.

Ich erlebe nun an mir den umgekehrten Mechanismus.

Deren Privates wurde politisch, wurde zur Politik, wurde zur beschämend vulgären Ideologie.

Und dann griff diese Politik als neuer Totalitarismus in mein Privatleben ein.

Ich darf und will nicht

Das aber ist die andere Kraft, die mich zurück in die Nachrichten zieht: Das Politische wird viel, viel, viel privater, als es ihm zusteht!

Ich kann nicht ignorieren, was in mein Leben eingreift.

Ich kann nicht ignorieren, wenn Politiker sich nicht einmal mehr Mühe geben, ihre an »legale Korruption« grenzenden Steuern zu begründen. Ich habe gelesen, die wollen jetzt die Besteuerung von CO₂ erhöhen – bald besteuern sie die Luft, die du ausatmest!

Ich kann nicht ignorieren, was mein Leben gefährdet.

Spätestens wenn deine Kinder sich fürchten, in die Schule zu gehen, weil sie für ihr Deutschsein gehasst, gemobbt und geprügelt werden, spätestens dann darfst du Politik nicht mehr ignorieren.

(Nebenbei: Manche »guten« Eltern werden die Realität auch dann leugnen, wenn ihre Kinder dem Selbstmord wegen Mobbings nahe sind. Man unterschätze nicht, wie tiefenrein einige Gehirne gewaschen wurden.)

Ich darf und will nicht ignorieren, wenn Politik mein Leben gefährdet, wenn sie mein Glück, ja, meinen Sinn in diesem einen Leben gefährdet.

Jetzt ist es genug!

Ja, ich beschließe mindestens einmal am Tag: »Jetzt ist es aber genug mit all den Nachrichten!«

Und dann zieht es mich doch hinein.

Meine Nachrichtenverweigerung scheitert jeden Tag – und angesichts der Weltlage ist das vermutlich auch sehr gut so.

Wenn ich mich aber schon von Nachrichten aufwühlen lasse, dann will ich zumindest nicht nur verstehen, wer da was tut, sondern auch, was mit mir geschieht – und im Idealfall, was ich also tun kann und tun sollte.

Wenn das gelungen ist, ist es genug der Nachrichten …

… für heute.

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