25.12.2022

Pressefreiheit für alle!

von Dushan Wegner, Lesezeit 3 Minuten
Wenn Meinungsfreiheit gilt, dann ist Pressefreiheit unnötig. Pressefreiheit ist heute die Begrenzung von Meinungsfreiheit auf eine kleine, elitäre Kaste. Ich fordere die »Pressefreiheit für alle«, oder, wie wir Nostalgiker sagen: die Meinungsfreiheit.
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Journalisten geifern derzeit in eigener Sache, und wenn gewissen Gestalten der Schaum vor dem Mund steht, dann ahnst du, dass gerade gute Dinge geschehen könnten.

»Wie gefährlich ist Elon Musk?«, so fragt das ZDF (zdf.de, 19.12.2022), und der brave Bürger liest natürlich nur: »Elon Musk« und »gefährlich«.

Was hat Herr Musk denn getan, das die Kettenhunde des Propagandastaates so wütend die Zähne fletschen lässt?

Twitter hatte einige Accounts von Journalisten gesperrt, und später wurden sie wieder entsperrt.

Twitter hat damit begonnen, für Journalisten dieselben Kriterien anzuwenden wie für den Rest der Nutzer (siehe auch @ggreenwald, 24.12.2022).

Über Jahre hinweg haben Journalisten und Politiker wenig Probleme damit gehabt, wenn Konservative und Andersdenkende gesperrt und anders zum Verstummen gebracht wurden.

Ja, man hat gejubelt! Übrigens: Laut aktuellen Meldungen (siehe etwa dailymail.co.uk, 20.12.2022 bzw. @elonmusk, 20.12.2022) hat das FBI wohl über 3 Millionen US-Dollar an Twitter gezahlt, unter anderem um die Bearbeitung der im Wahlkampf 2020 störenden Hunter-Biden-Berichte ohne öffentliches Verfahren zu beschleunigen.

Haben Sie dazu große Empörung gehört?

Ich auch nicht.

Wo war die Empörung der sogenannten »Journalisten«, als man kritische Stimmen bannte, weil sie gewissen Wahrheiten des Tages widersprachen, die doch keine solchen in Stein geschriebenen Wahrheiten zu sein schienen, etwa gewisse Wahrheiten über eine gewisse medizinische Maßnahme?

Wenn Journalisten zu hören waren, so kritisierten sie höchstens, dass nicht schnell genug und nicht noch mehr zensiert wurde!

Laut Twitter wurden die Journalisten nun gesperrt, weil sie öffentliches »Doxxing« betrieben haben sollen, sprich: persönliche Informationen herausgekramt und veröffentlicht, was unter Umständen die Zielperson gefährden könnte.

Das haben sogenannte »Journalisten« in der Vergangenheit schon öfter getan, als Waffe etwa gegen Kritiker der »Democrats« und gegen Konservative (siehe etwa foxnews.com, 20.4.2020). In den aktuellen Fällen wollte man wohl die Live-Bewegungsdaten des Elon-Musk-Fliegers veröffentlichen, gegen dessen Wunsch, und seine Sorgen um die Sicherheit seiner Familie ignorierend.

Warum veröffentlichen diese sogenannten »Journalisten« nicht selbst ihre Bewegungsdaten? Mit moderner Technologie ist das gar nicht so schwer!

Es sind Heuchler.

Angedeutet und impliziert

»Wie gefährlich ist Elon Musk?«, fragt also das ZDF.

»Gefährlich für die Demokratie« formulieren sie, doch das, worauf sie sich in der Sache beziehen, ist der Entzug der Sonderrechte für Journalisten!

Dürfen Journalisten das Leben ihrer politischen Gegner gefährden?

Nein!

Nein, solche Sonderrechte, oder überhaupt Sonderrechte für eine kleine politiknahe Kaste ohne erkennbaren Skrupel ist nicht gleichbedeutend mit Demokratie.

Kein sogenannter »Journalist« konnte mir bislang überzeugend darlegen, warum er über Rechte verfügen soll, die mir nicht gewährt werden.

Journalisten beanspruchen wie selbstverständlich für sich eine andere Moral und Sonderrechte. Politiker gewähren diese Sonderrechte gern – weil und solange Journalisten ihnen nützlich sind. Journalisten wissen das, und wer allzu oft den Verlust dieser Sonderrechte riskiert, verliert sie eben irgendwann.

Musks sogenannte »Gefährlichkeit« besteht darin, dass er explizit Journalisten nicht mehr wie eine höhergestellte Kaste behandeln will.

Wie wir Nostalgiker

Wenn Pressefreiheit bedeuten soll, dass die Rädchen im Betrieb der Konzern- und Staatsmedien besondere Privilegien genießen, dass ihnen Rechte gewährt werden, die dem Andersdenkenden (und dem »normalen Menschen«)  verwehrt bleiben, dann kann ein Demokrat doch nicht dafür sein.

Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind natürliche Gegner! Wenn Meinungsfreiheit wirklich gilt, dann ist Pressefreiheit schlicht unnötig. Pressefreiheit ist schlicht die Begrenzung von Meinungsfreiheit auf eine kleine, elitäre Kaste.

Ich fordere die »Pressefreiheit für alle«, oder, wie wir Nostalgiker sagen: die Meinungsfreiheit.

 

Danke, Wegner!

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