Dushan-Wegner

21.07.2023

Gebärfreudige Hüften und ihre Feinde

von Dushan Wegner, Lesezeit 3 Minuten, Bild: »Primavera« von Botticelli (Public Domain)
Studentinnen kamen mit den »gebärfreudigen« Hüften einer Statue nicht klar, also wurde diese entfernt und durch ein Regenbogen-Ding ersetzt. Die Statue war aber ein Symbol des Lebens selbst! Einmal Logik bitte: Was symbolisiert dieser Regenbogen damit?
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An der Uni Flensburg haben sie eine 70 Jahre alte Statue aus dem Blickfeld entfernt. Die Statue heißt »Primavera«, und das heißt »Frühling«.

Es war die abstrakte Darstellung einer Frau mit breiten Hüften und einem leicht gewölbten Bauch (bild.de, 21.7.2023).

Ich habe kein Copyright-freies Bild der Primavera von Flensburg, deshalb hier ein Bild der Primavera von Botticelli:

Gebärfreudige Hüften und ihre Feinde
»Primavera« von Sandro Botticelli (Public Domain)

Die Gleichstellungsbeauftragte der Uni – klar, heute müssen Unis so etwas haben – gab zu Protokoll, dass sich einige Studentinnen »unwohl« gefühlt hätten.

Die Statue stelle, so heißt es, ein »überholtes Bild der Weiblichkeit« dar. Angeblich würde dadurch »Weiblichkeit auf Fruchtbarkeit und Gebärfähigkeit« reduziert. Also musste die abstrahierte Darstellung der Nackten weg. (Immer wieder auffällig, wie sich die Ergebnisse der Taliban und der Woken ähneln; siehe auch Essay »Islamisierung« vom 6.6.2018.)

Denn an der Uni würden Frauen »als intellektuelle Persönlichkeiten adressiert«, also habe die Statue nichts mit Wissenschaft zu tun.

Moment!

Haben Sie das mitbekommen?

Es ist verräterisch, womit die Gleichstellungsbeauftragte zitiert wird!

Ein Schimpfwort?

Es gab eine Zeit, da waren Feministinnen stolz darauf, dass alle Menschen, die je geboren wurden, von Frauen geboren wurden.

Doch für die verblendeten Feministinnen von heute ist »gebärfreudig« ein Schimpfwort. Landrat Björn Demmin vermutet, die Statue solle das »wachsende Leben« darstellen. Ich vermute, er vermutet richtig!

Was genau ist es also, das den »Studentinnen« ihr Unwohlsein bereitet?

Wir dürfen vermuten, dass es moderne »Feministinnen« sind. Feminismus ist heute ja in den von der Wirtschaft geförderten »Wokeismus« übergegangen. Die Rolle als Mutter neuen Lebens ist eine böse »Reduktion« der Frau – die Reduktion auf steuerzahlendes Rädchen im wirtschaftlichen Betrieb, das ist die woke Moral!

Zu feiern, dass Frauen neues Leben in die Welt bringen, geht gegen den Geist der Wissenschaft – so verstehe ich, was ich von der Uni Flensburg höre. Und sogenannte Wissenschaftler an heutigen Unis tun sich tatsächlich schon mal schwer, Männlein und Weiblein zu unterscheiden.

Poetisch und richtig

Von islamistischen Terroristen kennen wir das Zitat »Wir lieben den Tod mehr, als ihr euer Leben liebt«. (Quelle)

Es mag poetisch klingen, doch es ist schlicht sachlich richtig, dass die Gebärfähigkeit an Frauen zu verachten nichts weniger bedeutet, als das Leben selbst zu verachten. Tatsache ist, dass westliche Völker nicht durch Bombenanschläge von Terroristen aussterben, sondern dadurch, dass Konzerne und Propaganda die Menschen davon überzeugt haben, dass es wichtiger ist, Karriere zu machen oder zu konsumieren, als sich fortzupflanzen, als das Leben selbst.

Ja, die Statue »Primavera« feiert das Leben!

An der Europa-Uni Flensburg wurde also das Leben symbolisch entfernt. Die »woken« Kreise fühlen sich unwohl, wenn sie Symbole des Lebens sehen.

Und die Statue, welche das Leben symbolisierte, wurde ersetzt durch eine andere Statue, die logischerweise vermutlich das Gegenteil darstellt.

Wie sieht die neue Statue aus?

Ich will es beschreiben: Es ist ein Fragezeichen in Regenbogenfarben (siehe bild.de, 21.7.2023).

Dankbarkeit als Feier

Ich bin nicht der Erste, der feststellt, dass moderne sogenannte Moral etwas Satanisches an sich hat, eine Liebe zum Tod, eine Verachtung für das Leben.

Lasst uns also das Leben feiern. Nicht nur die Lust, die zum Leben führen soll. Nicht nur die Nahrung, die das Leben erhalten soll.

Wie feiern wir das Leben selbst?

Durch Dankbarkeit.

Dankbarkeit, dass wir nicht sind wie die, die das Leben hassen.

Und, nach jenem Kirchenlied, nicht nur dankbar für diesen guten Morgen und dankbar für jeden neuen Tag. Auch dankbar dafür, dass wir danken können.

Und dankbar für jede Frau, die nicht auf die modernen Feministinnen hört, sondern Leben in die Welt bringt. (Und dankbar natürlich für die Männer, die ihren gebärfreudigen Frauen zur Seite stehen, klar!)

Weiterschreiben, Wegner!

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