Dushan-Wegner

04.01.2024

Was sind deine relevanten Strukturen?

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten
Die vermutlich größte Lüge, die den Menschen seit Jahrtausenden erzählt wird: »Gut« und »Böse« seien absolut. Die Wahrheit ist: Moral kann durch Propaganda und/oder Ideologie »gemacht« werden – und wehe, wenn sie »schlecht« gemacht ist!
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Liebe Freunde, heute ist ein guter Tag, um unser Grundlagenwissen über »Gut« und »Böse« aufzufrischen!

Ich weiß, dass viele, viele politische Themen notiert werden sollten, Lügen aufgedeckt und Denkfehler bloßgelegt. Doch das wird auch morgen der Fall sein. Ein Koch schärft vor der Arbeit seine Messer und legt sich die Zutaten zurecht. Wir wollen es ähnlich tun.

Alle, wirklich alle unsere täglichen Debatten verhandeln, ob dieses oder jenes »gut« ist – oder eben »böse«.

Zu den größten Lügen, welche der Menschheit jemals erzählt wurden, gehört die Behauptung, »Gut« und »Böse« seien absolut, von »oben« gegeben.

Propaganda und andere Priester tun seit jeher so, als wären »Gut« und »Böse« universell wie die Wahrheiten der Mathematik. Das ist gelogen!

180-Grad-Moral

Spätestens dann, wenn die öffentliche Moral von heute auf morgen um 180 Grad gedreht wird und für »die da oben« eine ganz andere Moral gilt als für »uns hier unten«, merken wir, warum diejenigen, die sich für besonders »gute« Menschen halten, auf uns wie ziemliche Schufte wirken.

Die Wahrheit ist aber wohl: »Gut« und »Böse« sind tatsächlich Wahrnehmungen wie »Blau« oder »Rot«. Natürlich ist deine Wahrnehmung von »Blau« oder »Rot« echt. Doch es lässt sich genau sagen, unter welchen Umständen sich diese Farbwahrnehmung einstellt. Und wir kennen genügend viele optische Illusionen, die uns erleben lassen, wie manipulierbar und fehlerhaft unsere Wahrnehmung sein kann.

Im Buch »Relevante Strukturen« leite ich in detaillierten Schritten her, wie die Wahrnehmung von »Gut« und »Böse« entsteht. Hier und heute will ich direkt das Ergebnis vorlegen, als Auffrischung für Leser und als Einstieg für alle Demnächst-Leser.

Jeder Mensch ist in Strukturen eingebunden: eine Familie, eine Stadt, ein Volk, aber vielleicht auch eine Firma (etwa der Arbeitgeber), ein Hobby, eine Religion oder eine Idee – und, ganz wichtig: dein Körper.

Manche Strukturen sind für dein Überleben und Wohlergehen besonders relevant, etwa dein Körper oder deine Familie, besonders wenn du noch ein Kind bist.

Ganze Ethik in einem Satz

Deine moralischen Gefühle haben viel mit Relevanz zu tun, allerdings nur mit der gefühlten Relevanz. Die kann mit tatsächlicher Relevanz zusammenhängen, muss aber nicht.

Als Beispiel: Die Wasserversorgung und das Abwassernetz deiner Stadt sind für dein Überleben sehr relevant, doch dir ist es nicht bewusst, also hast du diesbezüglich keine allzu heftigen moralischen Gefühle.

Als Gegenbeispiel: Ein Sportverein oder eine Ideologie können praktisch und funktional irrelevant sein (oder sogar aktiv schaden), doch sie können sich derart relevant anfühlen (etwa weil Eltern es sagten), dass Menschen ihr Geld, ihre Zeit oder sogar ihr Leben dafür opfern.

Und dann wären da noch relevante Strukturen, die sind dir maximal relevant, weil die Evolution es dir so eingepflanzt hat – oder Gott, wenn du so willst. Diese Strukturen sind dir relevant, dienen allerdings dem gesamten Werk, zum Beispiel die Relevanz der Kinder.

Du brauchst die Kinder nicht für dein Überleben (zumindest heute nicht mehr), doch die Menschheit kann nur dann überleben, wenn Kinder für ausreichend viele Menschen maximal relevant sind. (Deshalb erreicht eine hedonistische Philosophie, die Karriere und Spaß anstelle von Kindern predigt, nach einigen Jahrzehnten einen Effekt, der einem Völkermord nicht unähnlich ist.)

Die gesamte Ethik der Menschheit, sprich: moralische Gefühle entstehen durch eine erhoffte oder befürchtete Stärkung oder Schwächung einer als relevant wahrgenommenen Struktur.

Es ist nicht kompliziert, im Gegenteil! Es ist wunderschön einfach, wenn man es aufschlüsselt.

Wenn eine Struktur für dich relevant ist, etwa die Familie oder Babys oder dein Arbeitsplatz, dann empfindest du eine Stärkung dieser Struktur als moralisch gut – und eine Schwächung als moralisch böse.

Verordnete Relevanz

Die Propaganda weiß das. Und sie hat grundsätzlich vier Methoden, um deine moralischen Empfindungen zu manipulieren.

Wenn eine Veränderung als »gut« verkauft werden soll, kann die Propaganda spürbar machen, dass die Veränderung eine relevante Struktur stärkt (»es ist gut für die Kinder«) oder dass es die Schwächung einer relevanten Struktur verhindert (»es schützt die Kinder«).

Wenn eine Veränderung als »böse« verkauft werden soll, kann die Propaganda spürbar machen, dass die Veränderung eine relevante Struktur schwächt (»es schadet den Kindern«) oder dass es die Stärkung einer relevanten Struktur verhindert (»es vernachlässigt die Kinder«).

Manchmal aber sollen Veränderungen durchgesetzt werden, die tatsächlich allen relevanten Strukturen schaden und zu Leid und Armut führen.

Dann kann die Propaganda erstens relevante Strukturen »irrelevant« oder andere Strukturen »relevant« erscheinen lassen, die sogar komplett ausgedacht sein können.

In Deutschland etwa erleben wir die Zerstörung der real relevanten Strukturen von Wirtschaft und Natur zur vorgeblichen Stärkung der Struktur »Klima in 100 Jahren«.

Ich gebe es euch als Übungsaufgabe, jetzt spontan im Kopf die Manipulation der relevanten Strukturen etwa bei der Klima-Panik oder der Viren-Panik durchzuspielen. Wenn man es einmal weiß und sieht, fragt man sich, warum so viele Menschen darauf hereinfallen.

Unterdrückte Relevanz

Mit genug Propaganda – begleitet von Ideologie und Einschüchterung – lässt sich die natürliche, angeborene Relevanz von Strukturen wie »Volk« und »Kinder« unterdrücken – zugunsten der Relevanz ausgedachter, teils zerstörerischer Strukturen wie Toleranz, Wokeness oder gewisser Sprachregeln.

Das praktische Problemchen dabei ist, dass die angeborene Relevanz gewisser Strukturen aus dem simplen Grund »unantastbar« ist (oder: sein sollte!), dass eine Menschengruppe, die diese Strukturen nicht relevant findet, logischerweise ausstirbt.

Die tatsächlich relevanten Strukturen einer Kultur ermöglichen recht genaue Vorhersagen darüber, wie es dieser Kultur ergehen und wie sie mit anderen Kulturen interagieren wird.

Und ähnlich für den Einzelnen!

»Erkenne dich selbst«, fordern die alten Griechen, doch wie soll man das tun?

Mein Vorschlag für eine Methode der Selbsterkenntnis ist: Erkenne deine relevanten Strukturen!

Weitermachen, Wegner!

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