Dushan-Wegner

13.10.2023

Tochter (8), zum Glück schnell tot

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten, Bild: »Bunt genug?«
Vater eines achtjährigen Mädchens, ein in Israel lebender Ire, sagt mit unendlichem Schmerz, er sei froh, dass seine Tochter von Hamas schnell getötet und nicht erst verschleppt wurde. Die traurigste Freude aller Zeiten.
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Er heißt Thomas Hand. Er stammt aus Irland, lebt in Israel und ist Vater. (Ein Kind ohne Eltern ist Waise, aber wie nennen wir einen Vater, dessen Kind ermordet wurde?)

Thomas Hand hatte bis eben eine Tochter. Die Tochter hieß Emily.

Emily wurde acht Jahre alt.

Am Mittwoch wurde Emilys Vater von CNN interviewt. Unter Tränen, vor Seelenschmerz zitternd und doch gefasst, sagte Thomas Hand schreckliche Worte, von denen ich mir bislang nicht hätte vorstellen können, sie jemals von einem Vater zu hören (siehe nypost.com, 12.10.2023).

Thomas Hand berichtete: »Die sagten nur, ›Wir haben Emily gefunden, sie ist tot‹, und ich sagte: ›Ja‹.«

»Ich sagte ›Ja‹, und ich lächelte, denn das war die beste Nachricht, für die Möglichkeiten, die mir bekannt waren. Die beste Möglichkeit, die ich mir erhoffen konnte.«

Seine achtjährige Tochter Emily schlief bei einer Freundin und deren Mutter im Kibbutz Be’eri, als die Hamas-Mörder eindrangen und mehr als 100 Menschen ermordeten.

Ein liebender Vater, der froh ist, dass sein Kind tot ist, weil das immer noch besser ist als alles, was das Kind in den Händen der Hamas zu erwarten gehabt hätte.

Die Hamas-Terroristen sind es, deren Morden in »toleranten« Großstädten in diesen Tagen weltweit gefeiert wird. (Ich erwarte ja, dass der deutsche Staatsfunk demnächst von »Hamas-Aktivisten« faselt – von »Kämpfern« sprachen sie ja bereits.)

Vertun wir uns nicht: Diejenigen, die Geld in Gebiete überweisen, welche von der Hamas kontrolliert werden, tragen moralische Mitschuld am Tod von Emily – und am gebrochenen Herzen ihres Vaters.

Und diejenigen, welche es im Namen des Toleranzwahns zuließen, ja aktiv förderten oder sogar bis heute daran verdienen, dass es in Deutschland zu Pro-Terror-Demos kommen kann, die tragen mindestens moralische Mitschuld daran, wenn es auch in Europa wieder dazu kommen sollte.

Doch eine Frage will sich mir einfach nicht beantworten: Wenn der Islam per se friedfertig ist, sind die vielen Millionen von Menschen weltweit, die »Allahu Akbar« rufen und das Abschlachten von Emily bejubeln, oder die zur Feier in Berlin süßes Gebäck verteilen, tatsächlich nur bösartige Atheisten, ohne es zu wissen?

Sind die zigtausend Terror-Fans in den Straßen des Westens und die Millionen auf den Plätzen der »muslimischen Welt« allesamt keine wahren Muslime? Oder haben sie bloß ihre eigene Religion missverstanden?

Fragen über Fragen. Vielleicht kann die »Integrationsbeauftragte« das mal erklären, extra einfach für uns »Kartoffeln« (bild.de, 15.6.2022). (Oder meinte sie, als sie die Deutschen als »Kartoffeln« beschimpfte, womöglich tatsächlich »Ungläubige«?)

In Ungarn ist es übrigens generell verboten, für Terror zu demonstrieren und »Tod den Juden« zu rufen – und es wird auch meist durchgesetzt (@PM_ViktorOrban, 13.10.2023). Kein Wunder, dass die deutsche Linke den Orbán so hasst.

In Deutschland werden Demos einzeln verboten – und finden dann doch irgendwie statt. Nicht etwa, weil es barbarisch wäre, für Terror und Judenmord zu demonstrieren, werden sie verboten, sondern wegen »Sicherheitsbedenken«. Der Staatsfunk fragt derweil ganz entrüstet, ob es nicht eine massive Einschränkung der Meinungsfreiheit sei, es zu verbieten, die Ermordung von Juden öffentlich zu feiern (sie nennen es »pro-palästinensische Demos«, @rbb24, 13.10.2023 – inzwischen gelöscht, aber z. B. via @oerrblog archiviert).

Der Vater Thomas Hand »freut« sich, dass seine Tochter von der Hamas getötet und nicht gefangen genommen wurde. Wir haben heute die traurigsten Anlässe zur Freude.

In der französischen Stadt Arras betrat heute ein Tschetschene namens Mohammed Mogouchkov eine Schule, rief »Gott ist größer« auf Arabisch und stach einen Lehrer tot (leparisien.fr, 13.10.2023).

Die Journalisten des deutschen Propaganda-Apparats werden sagen, das Motiv sei unklar, er sei sowieso geistig verwirrt, und nichts habe mit nichts zu tun.

Doch tatsächlich hört man, dass die Hamas zu einem globalen Tag des Jihad aufgerufen hat (newsweek.com, 12.10.2023). Da können wir ja geradezu froh sein, wenn die jungen Männer in unseren Straßen »nur« den Judenmord feiern und nicht wahllos zu morden begonnen haben.

Wenn die Tür einer Moschee via Sprengsatz beschädigt wird, explodieren (metaphorisch gesprochen) die deutschen Islam-Funktionäre vor Empörung und Alarmrufen – und die Politik mit ihnen. Wenn aber Hamas-Terroristen unter Allahu-Akbar-Rufen tausendfachen Mord begehen, und wenn deren deutsche Fans mit denselben Rufen das bestialische Schlachten feiern, dann ist einzig das Schweigen laut. In nius.de, 12.10.2023 eröffnet Willi Haentjes seinen Text mit diesem prägnanten Satz: »Nichts auf der Welt ist lauter als das arabische Schweigen, wenn Juden sterben.«

Ich habe nichts gegen den Islam. Ich habe auch nichts dafür. Ich werde mich nicht allzu intensiv mit einem heiligen Buch beschäftigen, das wörtlich zu zitieren und das in Klartext zu kritisieren mir reichlich Ärger einbringen kann – nach denselben Paragrafen! –, und … ach, lassen wir das.

Ich beharre darauf, dass ein »Menschenrecht, in Ruhe gelassen zu werden« existiert.

Und klar, es sollte auch ein Menschenrecht existieren, nicht schon dafür dankbar sein zu müssen, dass Hamas-Terroristen einem das achtjährige Töchterlein »nur« töteten.

Dies ist nicht die Welt, die Sie und ich uns wünschen. Dies ist die Welt, die Linksgrüne und Gutmenschen als Folge ihrer »Toleranz« und »Moral« hinnehmen (und in der Praxis aktiv fördern).

In der Realität bedeutet die Utopie der Toleranten viel Leid, viele Tränen, wenig Glück – denken wir daran, das nächste und jedes Mal, wenn einer von den Guten uns belehren will.

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