Dushan-Wegner

09.08.2023

Wir »Strombettler«

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten, Bild: »Ja, wo fliegt das schöne Geld hin?«
Jetzt sind wir also »Strombettler«, betteln im Ausland um Strom (z. B. von Frankreich, das 57 Atomkraftwerke hat). Ist das eine Folge von Demokratie, vom Wahnsinn der Regierenden … oder von nochmal anderen Faktoren?
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Nehmen wir einmal an, Sie trauen sich mal wieder in die große Einkaufsstraße Ihrer Stadt. Sie gehen hin, doch Sie erleben eine gar seltsame Angelegenheit: Da ist ein Bettler, der schnorrt die Leute um Geld an – doch zugleich wirft er mit Geld um sich!

»Gebt mir Geld, gebt mir Geld«, so bettelt er – während er das Geld an andere Leute verschenkt! Ja, er wirft es ihnen förmlich hinterher!

An seiner Kleidung ist zu erkennen, dass er mal vermögend war. Doch inzwischen sieht man Risse in den feinen Sachen.

Sie aber, wie Sie als Passant den Bettler so sehen, fragen sich: Was stimmt mit dem nicht?

Und außerdem: Soll ich dem etwas Geld geben – oder soll ich mir lieber etwas Geld von ihm schenken lassen?

Zum Importeur entwickelt

Man muss es der BILD-Zeitung lassen: Auch nach dem Abgang von Reichelt (und davor Diekmann) gelingt es denen bisweilen, einen griffigen Begriff zu etablieren. Aktueller Kandidat für ein Wort, das ein Phänomen präzise beschreibt: »Strombettler«.

bild.de, 8.8.2023 schreibt: »Deutschland hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres vom drittgrößten Strom-Exporteur Europas zum Importeur entwickelt.«

Und der Grund dafür ist so offensichtlich, wie er absehbar war: Deutschland hat aus nichts als politischem Suizidalismus die fortschrittlichste Stromquelle – Atomstrom – abgeschaltet.

Profiteure des deutschen Wahnsinns sind natürlich die großen Stromexporteure wie Frankreich – dort sind aktuell 57 Atomkraftwerke in Betrieb (siehe Wikipedia), und man deckt über die Hälfte (!) des eigenen Strombedarfs aus Atomkraft.

Was also?

Wie konnte es so weit kommen? Der Atomausstieg ist ja nicht die einzige Maßnahme, mit der sich Deutschland so aktiv wie irrational selbst schadet!

Deutschland ist formal eine »Demokratie«. Eine der Achillessehnen der Demokratie ist aber, dass Politiker nicht für ihre Handlungen verantwortlich sind. Scholz, Habeck & Co. machen Deutschland kaputt, doch sie sind für ihr Leben mehr als fürstlich versorgt.

Merkel hat der Bundesrepublik Deutschland mehr geschadet als irgendein Politiker seit 1949. Merkel hat Deutschland wieder zum »kranken Mann Europas« gemacht. Merkel und ihre Helfer haben mehr Leid, Tod, Angst und Verzweiflung bewirkt, als irgendein einzelner Mörder oder Gewalttätter – und sie können sich nur darauf verlassen, dass kein Staatsanwalt sie anklagen und kein Gericht sie verurteilen wird, nicht dass es garantiert alles legal war.

Was also ist dann die Strafe, die Deutschland dieser Frau auferlegt? Hahaha – nicht witzig.

Es bleibt teuer!

Auch nach dem Ende ihrer aktiven Zerstörungspolitik gegen Deutschland kostet Merkel die Deutschen aktiv Geld – viel Geld. Die Deutschen zahlen weiter die Rechnungen dieser Frau, bislang 55.000 Euro für Merkels Frisur und Make-up (so bild.de, 8.8.2023). Allein im Jahr 2022 waren es 37.780 Euro, also 3.148 Euro pro Monat – plus »natürlich« die Kosten, wenn die Stylistin mit ihr auf Reisen geht. Und all das ist nur die »Kirsche auf der Sahne«.

Merkel ist nicht nur die erste Frau im Kanzleramt, sondern auch der teuerste Ex-Kanzler aller Zeiten (tagesspiegel.de, 9.11.2022) – unter anderem mit neun Planstellen. Nach dem Empfinden manches Bürgers sollten die Staatsdiener, die sich um Merkel kümmern, ganz andere sein. Mir zumindest fällt als passende Beschreibung für diese Vorgänge nur »moralisch verrottet« ein.

Nun ja.

Jetzt ist Deutschland, wie die Bild feststellt, eben »Strombettler«. Hauptsache Merkel, Baerbock & Co. haben die Haare schön.

Selbst Diktatoren und Könige werden nicht aktiv die Existenz des Landes und damit ihre Machtbasis ruinieren. Zumindest planen Diktatoren und Könige, ihr Leben lang an der Macht zu bleiben. Demokraten aber wissen, dass sie bald abgesetzt werden.

Wir dachten ja mal, dies sei eine Stärke der Demokratie. Doch immer mehr wirkt es, als versuchten »Demokraten« in ihrer begrenzten Dienstzeit möglichst viel zusammenzuraffen und sich die Dankbarkeit von Konzernen und anderen Akteuren zu sichern, ganz gleichgültig, wie viel Schaden sie auch für Land und Menschen bewirkten.

Als jemand, dem Demokratie mit der Schulmilch eingeflößt wurde, stehe ich halb ratlos da.

Wenn Sie also

Natürlich müssen und wollen wir weiter gegen den Wahnsinn anschreiben.

Müssen und wollen laut werden – laut und deutlich.

Müssen und wollen Sonnenlicht ins Berliner Demokratiedunkel scheinen lassen, wie laut die Vampire auch aufheulen und »Rääächtsextremismus« heulen.

Denn: Wenn sogar die Regierungen von China oder Iran ein Stück weit auf das Volk hören, dann werden auch die deutschen »Eliten« hier und da nachgeben müssen. (Die Frage ist natürlich, ob dies rechtzeitig passieren wird – rechtzeitig bevor der Tanker wendet, oder rechtzeitig bevor du dich und deine Lieben in Sicherheit bringen musst.)

Wenn Sie also einen Bettler sehen würden, der mit der einen Hand die Passanten anbettelt und mit der anderen Hand das Geld um sich wirft, was würden Sie tun?

Den Irren zu überzeugen

Vermutlich würden Sie den Kopf schütteln und weitergehen, hoffend, dass Sie nicht selbst eines Tages so verrückt sein werden.

Sollten Sie aber bei näherem Hinsehen feststellen, dass Sie mit diesem verrückten Bettler auf eine wichtige Art verbunden sind, etwa weil er Ihr Bruder, Ihr Kindheitsfreund oder sogar Ihr Vater ist, dann werden Sie wohl überlegen, wie Sie den armen Irregewordenen davon abbringen, sich selbst zu schaden.

Nein, es ist nicht einfach, einem Irren das Irresein auszureden, und Erfolg ist alles andere als sicher. Doch es gibt Konstellationen, in denen es einfach Pflicht ist, gegen alle Wahrscheinlichkeit zu versuchen, den irren Bettler davon zu überzeugen, ein klein wenig irre zu sein.

Weiterschreiben, Wegner!

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