Dushan-Wegner

18.05.2023

Hauptsache (k)ein Grüner

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten, Was will der Drache?
Sagen wir es geradeheraus: Deutschland ist ein ungerechtes Land, das die Menschen im Stich lässt, die es aufbauten und stark machten – und dafür das Geld des Volkes an Moral-Profiteure umverteilt.
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In Deutschland sagen wir nicht »Korruption«, wir sagen »Fehler«, zumindest wenn es einer von den »Guten« ist, der dabei erwischt wird – denn dann ist es sogar legal!

Was in der Privatwirtschaft eine Veruntreuung oder ein bösartiger Betrug wäre, ist bei einem Öko-Bonzen höchstens ein lässlicher Lapsus.

Dieser Tage wurde ein Staatssekretär entlassen. Weil er einen »Fehler« beging, so heißt es. Und mit »entlassen« meinen wir, dass er den Rest seines Lebens ausgesorgt hat (siehe auch tichyseinblick.de, 17.5.2023): Erstmal gibt es drei Jahre lang 70 % des fürstlichen Einkommens. Und es wird sich gewiss eine »Anschlussverwendung« finden. Einmal Öko-Funktionär, immer Öko-Funktionär.

Die haben sich den Staat zur Beute gemacht – und sie dürfen die Beute behalten. Es ist davon auszugehen, dass jener Herr weiter vom Staat leben wird, wenn auch indirekt. Er könnte in einem jener ungezählten Vereine unterkommen, die sich »Zivilgesellschaft« nennen, und mit dieser tatsächlich womöglich nur insofern zu tun haben, dass sie diese ausnehmen. Allerdings ist der Ruf jenes Herrn mittlerweile derart umstritten, dass nach aller Erfahrung mit einer baldigen Berufung nach Brüssel gerechnet werden muss.

So laut die neuesten Meldungen von den Raubzügen der grünen Bande sein mögen, es sind nicht die einzig wichtigen Wahrheiten – da wären noch die Menschen, die zu Opfern des grünen Raubzugs am Staat werden.

Es bricht mir das Herz, wenn Leser mir schreiben, wie sie nach einem Leben ehrlicher, harter Arbeit vom deutschen Staat – stellvertretend für die Gemeinschaft der Deutschen, also uns! – »behandelt« werden.

Eine Focus-Autorin namens Elisabeth Hussendörfer ist dafür zu loben, dass sie aktuell zweien der Vergessenen dieses Staates eine Stimme gibt. focus.de, 17.5.2023 titelt: »Rentner-Paar erzählt: ›Wir waren fleißig – und sind jetzt schlechter gestellt als Bürgergeld-Empfänger‹«.

Wir lesen von »Werner K. (86)« und »Lore (84)«. Zusammen hatten sie fast hundert Jahre in die sozialen Kassen des besten Deutschlands aller Zeiten eingezahlt. Jetzt ist Lore pflegebedürftig – und der Staat wird ihnen ans Ersparte gehen. Es werden ein paar Hundert Euro bleiben. Hätten sie alles verschleudert, wären sie besser dran.

Und wenn das Ersparte vom Staat einkassiert wurde, kann man Flaschen sammeln gehen. Oder eben sterben.

Für Öko-Bonzen und junge Männer fremder Länder ist immer Geld da. Halt, lassen Sie mich korrigieren: Das Geld für die »jungen Männer« geht zum guten Teil – Tausende Euro pro Monat – etwa an Wohlfahrtsverbände – siehe Frankfurt – mit besten Verbindungen zur Politik. (Und dann passiert es schon mal, dass Alte aus ihren Wohnungen geworfen werden und an ihrer Stelle »junge Männer« einziehen; siehe Essay vom 21.2.2023.)

Deutschland ist ein ungerechtes, grausames Land geworden. Deutschland setzt nicht nur die drei Parolen des »Ministeriums für Wahrheit« fast wörtlich um – zur Erinnerung: »Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!« Deutschland erweitert sie um neue, ebenso gelogene Parolen.

Im Namen der »Klimagerechtigkeit« wird große Ungerechtigkeit verübt. Das Lebenswerk mehrerer Generationen wird entwertet. Die Natur wird zerstört, im Namen vorgeblichen Klimaschutzes. Und weil die Guten so moralisch gut sind, geben sie sich das Recht, sich wie Schweine zu benehmen – aber nur metaphorische Schweine wohlgemerkt, Ökoschweine quasi, denn tatsächliche Schweine sind einfach nur unschuldige Tiere.

Die Situation in Deutschland bürdet dem Einzelnen eine Pflicht auf, die gegen unsere moralische Intuition geht.

Es ist uns angeboren, ein Stück unserer moralischen Größe als Teil des Größeren zu suchen. Das gilt heute nicht mehr.

Wer anständig ist, der wird sich nicht gemein machen mit der Lumperei in Medien und Ministerien.

Die Moral-Bonzen mit den guten Beziehungen machen sich Deutschland zur Beute und die Schwächsten der Deutschen zu ihren Opfern – irgendwann ist halt kein Geld mehr da. Der Klima- und Naturschutz mag durch und durch gelogen sein – in ihrer Verachtung für Deutschland waren Grüne aber stets ehrlich, immerhin das.

So ungerecht es ist, wenn von den Armen an die Graichens umverteilt wird, von den Habenichtsen an die Habecks: Verliere bitte nicht ganz den Glauben an die Gerechtigkeit (zumindest als Prinzip, als Ideal). Hauptsache ein Grüner bekommt das Geld (wobei in der grünen Kirche inzwischen wie auch in der katholischen der Klerus und der Laienstand einander misstrauen und sich jeweils nicht sicher sind, ob sie den anderen Stand überhaupt brauchen).

Auch wenn sich all die Scholzens durch Schlupflöcher schummeln, du bleibe anständig (soweit es nicht deine Existenz gefährdet).

Bleibe anständig in einem unanständigen Land. Bleibe gerade in schiefen Zeiten.

Und wenn du Mist baust, dann steh wenigstens dazu, und labere nicht peinlich herum, es wäre »ein Fehler passiert«.

Sei ehrlich, schwafle nicht verlogen herum wie ein Wirtschaftsminister und all die Öko-Bonzen.

Wenn du ein Hund bist, dann sei es wenigstens mit Stolz, und halte dich nicht für die unschuldige Taube! Spätestens nach dem nächsten kalten Regenschauer können wir alle dein nasses Fell riechen.

Es gilt: Ob du arm bist oder reich, jung oder alt, Heiliger oder Gauner, ob Friedenstaube oder nasser Hund – Hauptsache du bist kein Grüner!

Weiterschreiben, Wegner!

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