Dushan-Wegner

17.11.2023

Junge Männer, alte Leute und das Nachrichtengift

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten
Wir lesen zum x-ten Mal, dass statt Senioren nun »junge Männer« in ein Heim einziehen. Wir lesen es, und es tut weh, und wir sind wütend. Doch was nützt alle Wut, wenn wir immer nur weiterlesen, statt zu handeln?
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Wir lesen aktuell, dass die ach so christliche »Diakonie« einen Altenheim-Flügel zum sogenannten Flüchtlingsheim umwidmen wird (nius.de, 17.11.2023).

Das ist mit Sicherheit eine dringende und wichtige Nachricht. Es ist für die private Lebensplanung denkbar wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass dem gottlosen Deutschland seine Alten nicht ganz so relevant sind wie Männer im kriegsfähigen Alter aus islamistischen Hotspots.

Doch die wievielte Meldung zu diesem Thema müssen wir erfahren? Es ist ja nicht das erste Mal, dass alte Deutsche jungen Migranten weichen müssen. Ich habe bereits darüber geschrieben, und der Essay hieß: »Wir haben Platz (wenn wir die Alten auf die Straße setzen)«.

Und dann prasseln noch so viele weitere Meldungen auf uns ein.

Wir sollten zur Erhaltung unserer geistigen Gesundheit bestimmte wichtige Entscheidungen treffen. Es hat mit Triage zu tun – lassen Sie mich erklären!

Mehr Leid lindern

Ein Notarzt, der zu einem Großunfall kommt, muss unter Umständen entscheiden, welche Patienten er behandelt und welche nicht. Er kann nicht alle Verletzten retten, selbst wenn er bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten arbeitet.

Also entscheidet der Arzt, welche Patienten er zuerst behandelt, welche später und welche erst einmal gar nicht. Dieses Verfahren heißt »Triage«. (Nebenbei: Während der Corona-Panik wurde die Triage von der Propaganda missbraucht, um Angst einzujagen und zur mRNA-Injektion zu nötigen.)

Natürlich wirkt es grausam, wenn der Arzt entscheidet, wen er rettet und wen er seinem Schicksal überlässt. Gemäß linksgrüner Gefühligkeit – sprich: »Gesinnungsethik« – müsste der Arzt sofort jedem helfen, der ihm über den Weg kommt, auch wenn er durch kluge Entscheidungen effektiv viel mehr Leben retten und mehr Leid lindern könnte.

Es ist eine Frage der größeren Gerechtigkeit, dass der Arzt seine Ressourcen derart verteilt, dass sie möglichst vielen Patienten zugutekommen.

All die ethischen Fragen und Motivationen rund um die Triage aber kulminieren, wie Ethik generell, in der praktischen Frage, was gut fürs Überleben der Gesellschaft selbst ist.

Wenn alles dringend ist, aber einfach nicht alles erledigt werden kann, welche Kriterien außer der Dringlichkeit kann man noch anwenden?

Diese Triage-Frage ist aber nicht nur für Ärzte relevant!

Es gilt etwa im Geschäftsleben: Wer immer nur auf Dringliches reagiert, wird nie dazu kommen, wirklich neue Wege zu gehen.

Brennende Häuser zu löschen und neue Häuser zu planen, das sind zwei sehr verschiedene Aufgaben.

Wieder umgewidmet

Mir wird täglich mehr bewusst, dass wir in einem bestimmten Bereich viel zu sehr mit dem Dringenden beschäftigt sind und so das relevante Gesamtsystem gefährden.

Das Dringende, das ich meine, sind Nachrichten über die Entwicklungen in Deutschland und der Welt.

Wie viele Nachrichten mit demselben Inhalt, nur mit ausgetauschten Ortsnamen, brauche ich pro Tag und Woche? Bin ich denn informierter, wenn ich nicht nur von Messerstechereien in den Städten A bis C erfahre, sondern auch in D, E, F und so weiter?

Ähnlich ist es mit abwandernden Unternehmen, dem neuesten Gender-Wahnsinn und einer Politik, welche ihre Macht beweist, indem sie Bürger zwingt, offensichtlichen Unsinn zu reden, oder hart bestraft zu werden.

Ähnlich mit der neuesten Ungeheuerlichkeit zum »legalen Unrecht« rund um Covid-Panik und mRNA-Injektionen (etwa sz.de, 16.11.2023: »Landgericht weist Klagen wegen Corona-Impfschäden ab«).

Und ähnlich mit jedem Altersheim, das für »junge Männer« umgewidmet wird. Wenn wir einen Nachrichtentrend einmal begriffen haben, wird unsere Erkenntnis nicht besser, wenn wir dieselbe Nachricht in Variationen wieder und wieder hören.

Zu viel Konsum der immer selben Nachrichten schwächt das Gesamtsystem »seelische Gesundheit«.

All’ Ding ist Gift, es kommt auf die Dosis an. Und ab einer bestimmten Dosis wird die warnende Nachricht zum toxischen Nachrichtengift.

Ohne Nachrichten-Triage ist das Gesamtsystem »geistige Gesundheit« ganz konkret gefährdet.

Wenn es genug für heute ist

Wenn wir einmal begriffen haben, »wie der Hase läuft«, erhöht es bloß den Stress, diesen »Hasen« immer weiter zu beobachten.

Wenn wir den Trend sehen, müssen wir uns entscheiden: Werde ich handeln? Wollen wir handeln? Und wie soll das konkret aussehen?

Und wenn wir nicht handeln wollen, dann lasst uns auch diese Entscheidung bewusst treffen – oder zumindest uns eingestehen, dass wir nicht wissen, was zu tun ist.

Es hat seinen Wert, den Tag zu genießen, weil man die Zukunft sowieso nicht planen kann.

Das Leben besteht aus Tagen, einem nach dem anderen, und keiner davon wird besser, wenn wir ihn mit vergeblicher Alarmstimmung vergiften.

Lasst uns also ein erweitertes Gelassenheitsgebet sprechen: »Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden, und die Willensstärke, die Nachrichten auszuschalten, wenn es genug für heute ist.«

So viel für heute

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