Dushan-Wegner

28.02.2023

Wir haben Platz (wenn wir die Alten auf die Straße setzen)

von Dushan Wegner, Lesezeit 6 Minuten, Wie wird dein Morgen sein?
Es gibt keine Verdrängung von Einheimischen, so sagte man. Alles Verschwörungstheorie. Man ließ unterm Motto »Wir haben Platz« demonstrieren. Und jetzt werfen sie alte Menschen aus Wohnungen und Heimplätzen, um Platz zu schaffen für Migranten.
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Erinnern Sie sich noch an den UN-Migrationspakt? Ich schrieb 2018 darüber (siehe etwa Essay vom 30.11.2018).

Im Bundestag fielen damals die letzten Masken. Wer den UN-Migrationspakt kritisierte, galt als »Feind«. Wie wütende Marionetten ausländischer Mächte pöbelten und logen die Verteidiger jenes Paktes.

Eine zentrale Lüge war damals, der Pakt sei doch unverbindlich. Ein Schriftstück, in welchem sich dutzende Male verpflichtet wurde, verpflichte doch zu nichts.

Der Migrationspakt stammte formal von den UN, so wie auch das Konzept des globalen Resettlement, sprich der globalen Umsiedelung von Millionen Menschen den »UN-Siegel« trägt. (Wer das Ding tatsächlich vorantrieb, das ist eine andere Frage.)

In einem Pamphlet, das sich schon im Titel (»Erst lesen, dann hetzen«) selbst als Propaganda entlarvt, schrieb zeit.de, 11.12.2018: »Umsiedlung – das klingt nach Landnahme, nach dem aktiven Eindringen in die souveräne Sphäre eines fremden Staats«.

Ja, so klingt es. Und die anschließende Beteuerung, warum es doch nicht so sei, wie es »klingt«, die klingt wiederum wie die Beteuerungen des beim Fremdgehen erwischten Ehepartners, es sei alles nicht so, wie es aussieht.

Wie »unverbindlich« dieser Pakt war, und ob die Migration schlicht einer »Landnahme« gleicht oder nicht, das spüren die Schwächsten der deutschen Bürger bald jeden Tag am eigenen Leib.

Ist es lukrativer?

Letztens schrieb ich noch über Lörrach (Essay vom 21.2.2023). Da sollen 40 Menschen ihre Wohnungen räumen, um Platz zu machen für Flüchtlinge.

Und aktuell erfahren wir vom Berliner Kirchenstift, der 110 Senioren rauswirft, um dafür dort Migranten unterzubringen (so focus.de, 27.2.2023).

110 Einwohnern eines Altenpflegeheims wird von der ach-so-christlichen Berliner Diakonie gekündigt. Beim Rauswurf weinten hilflose Bewohner. Man warf ihr Möbel herzlos zum Müll (focus.de, 28.2.2023). Doch was interessiert die »Diakonie«, ob sie ein paar alte Deutsche zerbrechen, Flüchtlinge sind vermutlich lukrativer, doch die lupenreinen Christen würden gewiss nicht nur aus Profitgründen alte Deutsche auf die Straße setzen.

Die Berliner Diakonie muss aber nicht allzu viel schlechte PR fürchten. Erstens kann sie sich hinter dem Migrationspakt verstecken. Und zweitens hängt sie vor ihr Büro schon mal eine Regenbogenflagge, darauf billige Sprüche wie »Liebe tut der Seele gut«.

Stellen Sie sich vor!

Alte und arme Deutsche können in Deutschland als Bürger dritter Klasse behandelt werden, wohl auch weil man sich im UN-Migrationspakt dazu verpflichtete, die Medien für die Zwecke leichterer Migration zu manipulieren (siehe dazu auch Essay vom 2.11.2018).

Hier und da lesen wir ja tatsächlich in mutigeren Mainstream-Publikationen, dass Deutsche aus ihren Wohnungen geworfen werden. Es geschieht, um Dampf vom Kessel zu lassen – und dann wird es wieder vergessen.

Stellen Sie sich vor, Russland würde in der Kiew ein Altersheim räumen, um Russen darin unterzubringen. Es gälte als weiterer Beweis russischer Unmenschlichkeit.

In Deutschland aber werden alte Deutsche aus ihren Wohnungen und Heimplätzen geworfen, um Platz für Migranten zu schaffen, doch wer das doof findet, der gilt als der eigentliche Böse. Sondersendungen im Staatsfunk wird es höchstens geben, um gegen die vermeintlichen »Rechtsextremen« zu hetzen, welche es wagen, eine Politik zu erbitten, für welche »Wohl des Volkes« nicht ein ekliges Pejorativ ist.

Die sozial schwächeren Alten aus ihren Wohnungen zu werfen könnte ja womöglich nur der »relativ einfache« Anfang sein. Seit Jahren wird bereits angedeutet, dass angeblich viele Rentner in »zu großen« Wohnungen wohnen und gefälligst Platz machen sollten (focus.de, 18.9.2019). Heute werfen sie dich aus der Mietwohnung oder dem Heimplatz – morgen womöglich aus der Privatwohnung? Gerade in Berlin ist viel von »Enteignung« die Rede, und allein letztes Jahr kamen 1,3 Millionen Menschen neu an (so bild.de, 28.2.2023).

Weniger tragisch

Ich weiß, dass wer deutsche Politiker an ihren Amtseid erinnert, von der Propaganda als »Rechtsextremer« und »Faschist« beschimpft wird.

Die Propaganda-Sprache der Bundesrepublik Deutschland hat sich von zu vielen Methoden und Denkweisen der DDR-Propaganda inspirieren lassen. Daran erinnert auch die Diffamierung von Kritik als »Hass und Hetze« und Andersdenkenden als »Faschisten«.

Es gibt täglich mehr Gründe, warum mir das schon länger emotional egal ist – und doch irgendwie weiter egaler wird. Wenn Leute mich beschimpfen, die ich nicht respektiere, dann ist das weit weniger tragisch, als wenn ich den Respekt vor mir selbst verlöre.

Klingt tatsächlich so

Alte Deutsche werden aus ihren Wohnungen und Heimplätzen geworfen, um Platz zu machen für junge, starke Migranten. Alte Deutsche müssen Platz machen für junge Migranten. Ja, dieses Resettlement klingt tatsächlich wie Landnahme.

Aus ganz Deutschland höre ich dazu von älteren Menschen, die nach und nach verdrängt werden. Ich höre von Menschen, die inzwischen Angst haben im Flur ihrer Mietwohnungen. Wenn einer ihrer Nachbarn stirbt oder wegzieht, wird die freie Wohnung dann an Fremde aus fernen Ländern vergeben. Es ist derselbe Effekt, wie allen Deutschen auf einmal zu kündigen und sie mit lukrativen Migranten zu ersetzen, nur langsamer, dafür aber mit weniger Widerstand.

Der andere Grund

Welches ist das einzige der Zehn Gebote, das ein explizites Versprechen enthält?

Ich darf es Ihnen zur Erinnerung zitieren:

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. (Exodus 20:12)

Es ist das einzige Gebot, das explizit erklärt, was auch indirekt erklärt, was passiert, wenn es missachtet wird: Du wirst nicht lange leben in deinem Heimatland.

Einem Menschen allein wird eher selten ein ganzes Land gegeben. Das Gebot scheint sich also (auch) an ein ganzes Volk zu richten. Ich lese es als eine biblische Anwendung des Ursache-Wirkung-Prinzips, das wir vom Karma asiatischer Denkschulen kennen.

Ein Volk, das zulässt, das seine Alten aus ihren Wohnungen geworfen werden, hat wenig Zukunft im Land, »das Gott ihm gegeben hat«.

In einem Land, in dem du nicht alt werden willst, willst du überhaupt nicht leben. Wenn du das begriffen hast, ist es oft zu spät, um noch praktische Konsequenzen zu ziehen. Dann helfe dir derjenige, der diese Gebote diktierte, auf dass du nicht bitter wirst.

Seit Jahren schon

Die Propaganda sagt, dass dieses Unrecht kein Unrecht ist, und dass wer daran doch leidet, halt ein »Nazi« oder »Faschist« ist. Unterm Motto »Wir haben Platz« ließ man in der Hauptstadt demonstrieren (tagesspiegel.de, 20.9.2020). Wo sind sie hin, all die Heuchler, die angeblich Platz haben? Meldet sich denn keiner von ihnen, um freiwillig seine Wohnung zu räumen für die »Flüchtlinge«? Mit »Wir haben Platz« meinte man: »Wir schaffen Platz, indem wir die Armen und Alten aus ihren Wohnungen werfen.«

Viele meiner schreibenden Kollegen bei den geschätzten Freien Denkern rufen zum politischen Einsatz auf, zum demokratischen Kampf in einer Republik, die seit Jahren aus der Demokratie herausgleitet.

Ich schätze die schreibenden Kollegen, und ich wünsche mir sehr, dass ihre politischen Bemühungen zu greifbarem Erfolg führen, dass es doch noch besser wird.

Als zusätzliche Überlegung schlage ich vor, sich eine persönliche Philosophie zurechtzulegen, die auch dann funktioniert, wenn Deutschland nicht funktioniert.

Auch dieser

Wie sehr du dein Land und dein Volk auch lieben magst, du wirst niemandem nutzen, wenn du dich von ebendiesem kaputtmachen oder aufreiben lässt.

Schütze dich, wenn du kannst. Wenn du kannst, plane für den Fall, dass es schlimmer kommt – und auch du wirst alt werden, wenn du es nicht bereits bist.

Wenn es irgendwie in deiner Kraft ist, werde nicht bitter. Egal, was um dich her passiert, jeder Tag kommt nur einmal, auch dieser – also nutze ihn!

Weiterschreiben, Wegner!

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