3.6.2020

Gegen Unrecht, gegen Dummheit, gegen Links

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten, Foto von Maria Orlova
Ein in Deutschland abgelehnter Asylbewerber fährt nach Tschechien und vergewaltigt eine 16-Jährige. Ich bin unpolitisch – doch ich bin gegen Links, weil ich gegen Dummheit und Unrecht bin, weil ich als Mensch immer auf der Seite der Menschen stehen will.
brown leafed tree near mountain
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Es gibt Leute, die zum Spaß den Berg hoch wandern – und es gibt »Outdoor-Profis«. Wer jemals in den Bergen war (oder beim Elterntreffen der Mittelklasse-Schule), der kennt sie, diese Menschen, die sich für den Spaziergang ins bestens erschlossene Bergwandergebiet mit tausenden Euro an Ausrüstung eindecken, mit teurer Kleidung aus gewebtem Plastik, atmungsaktiver als die Lungen ihrer Käufer, mit leichten Zelten, die das Zigfache dessen kosten, was die Häuser in den Ländern kosten, wo die Katalogprospekte aufgenommen wurden – und dann unternehmen sie, ein- oder zweimal, eine Wanderung, die sie auch mit alten Turnschuhen und T-Shirt hinbekommen hätten.

Wenn man die »Outdoor-Profis« mit den Bürojobs fragen sollte, warum sie sich derart ausstaffieren, dann werden sie mehrsilbige Begründung angeben, gewiss sehr klug, und wenn nicht klug, dann zumindest weitgehend grammatisch korrekt – doch warum kaufen sie es wirklich?

»Milliarden? Meteorit?!«

Im Essay »Wie viel Last kann dieser Esel tragen?« erzählte ich einen Witz über dieses Jahr, der mit jeder Woche relevanter und also schmerzhafter wird:

Ein Zeitreisender fragt: »Hallo, welches Jahr ist es«? – Antwort: »2020!« – »Wow, was für ein Jahr! Die Milliarden Toten! Der Meteorit! Und dann das Hantavirus!« – »Milliarden? Meteorit?!« – Der Zeitreisende: »Oh, sorry – welcher Monat?«

Der Witz hatte im Spaß einen Meteoriteneinschlag vorhergesagt und ein weiteres Virus – tatsächlich erhielten die USA (und wohl nun auch Frankreich) brutale Unruhen, angeheizt von trump-feindlichen Medien und Antifa-Terrorbanden (siehe auch Essay vom 1.6.2020) – und wem auch immer, der es ist, der hinter diesen oder jenen steckt – in Deutschland solidarisieren sich derweil Vertreter der berühmten »Enkelgeneration« mit den Schlägerbanden der »roten SA«.

Jedoch, nur weil in der großen globalen Kakophonie die ganz schweren Paukenschläge einsetzen, haben die schrägen Geigen des Alltags nicht zu kreischen aufgehört!

Vor den Gerichten meines Geburtslands Tschechien steht derzeit einer jener jungen Männer, die 2015 auf Einladung Merkels und der Gutmenschen nach Deutschland kamen. In Deutschland war er zwar als Asylbewerber offiziell abgelehnt worden und saß sogar kurzzeitig im Gefängnis, doch er setzte sich ins unschuldige Tschechien ab und vergewaltigte dort eine 16-Jährige (bild.de, 2.6.2020). Das Leben einer 16-jährigen Schülerin wird nie wieder dasselbe sein, sie wird immer eine Vergewaltigte bleiben, traumatisiert, verletzt, damit ein paar toitsche Gutmenschen sich »moralisch« fühlen konnten. Dass Menschen, die kein Bleiberecht haben, nicht abgeschoben wurden (oder überhaupt erst ins Land gelassen wurden), das ist Unrecht. Offene Grenzen sind suizidale Dummheit. Offene Grenzen töten, Unrecht tötet – und wenn sie nicht töten, können sie doch Menschen fürs Leben verletzten.

Das Weltbild von Linken ist auf Lügen gebaut –und der weitaus größte Teil des Schmerzes heute ist schlicht Folge und Lärm kollaborierender Lebenslügen.

In den Weg zu stellen

Gehen Sie einmal im Geist die Top-Nachrichten der letzten Jahre durch. Heute: Schwere Unruhen, Feuer und Plünderungen in den USA, angeheizt von Antifa-Schlägern mit unklarer Finanzierung. Vor kurzer Zeit noch: Blindes Ignorieren des China-Virus – umgeschlagen in vernichtenden Lockdown. Noch immer und weiterhin: Ideologische Energiepolitik, Import von Antisemitismus und sozialen Spannungen. Schwere Schäden an der Demokratie im Kampf gegen Abweichler und Opposition. Vernichtung des Wohlstands kommender Generationen für populistische Winkelzüge heute.

All diese Meldungen sind Manifestation oder direkte Folge des »links« genannten Zeitgeistes, der Fakten und Zusammenhänge ignoriert, der sich von Emotions- und Propagandaprofis diktieren lässt, was man für wahr hält, was man als relevant betrachtet – und dass man jeden Abweichler dämonisieren soll, gar nicht erst in die für Demokratie so wichtige Debatte einsteigen darf, für den gern in Kauf genommenen Preis, nichts dazuzulernen und Fehler erst viel zu spät zu korrigieren, wenn überhaupt.

Ich bin heute ein unpolitischer Mensch. In meiner Tasche findet sich keine Parteikarte und kein Journalistenausweis. Ich spreche für keine Partei. Ich diene keiner Partei als publizistisches Frontschwein.

Sicher, ich hätte Trump gewählt (siehe Essay von 2016) – und ich würde ihn wieder wählen – doch damals aus meiner Bewunderung für die »amerikanische Idee« – und heute würde ich ihn wählen weil er den Mut hat, sich linken Lügen, Antifa-Terror und den täglichen Angriffen der Globalisten auf die Demokratie in den Weg zu stellen.

Teuer erkaufte Arroganz

In der Einleitung zum Essay »Gegen Links, für die Menschlichkeit« schrieb ich Anfang dieses Jahres (es wirkt Jahrzehnte her):

Ich bin nicht gegen Links, weil ich Rechter wäre – ich bin gegen Links, weil ich Verstand und Gewissen habe!

Ich erkenne in mancher »politischen Meinung« heute den ahnungslosen Wanderer, der sich mit teurem Zubehör eindeckt. Propagandisten und Outdoor-Outfitter verkaufen uns Zubehör, die einen »Meinungs-Zubehör«, die anderen »Natur-Zubehör«, doch was sie uns eigentlich verkaufen ist die Gewissheit zum Kreis derer zu gehören, die »richtig« mit Meinungen/Alu-und-Plastik-Kram ausgestattet sind. Beide, der Outdoor-Ausstattungs-Junkie wie das Propaganda-Opfer, schauen mit mehr als nur einer Prise teuer erkaufter Arroganz auf den hinunter, der weniger »Werkzeug« auf die Wanderung mitnimmt – doch beide fürchten, wenn sie zu sich ehrlich sind, den Realitätscheck, die realweltliche Prüfung ihrer Werkzeuge.

Unsere gesamte Ausrüstung

Als Kind bin ich des öfteren mit meiner Familie in den Voralpen wandern gegangen. Wir hatten einfache feste Schuhe und manchmal nur leichte Sandalen, einen leichten Rucksack und zum Spaß vielleicht sogar einen selbstgeschnitzten Wanderstab, und derart leicht ausgerüstet marschierten wir leichtfüßig an den keuchenden, schwer ausgerüsteten »Profis« vorbei, bei denen allein der teure linke Schuh mehr wog als unsere gesamte Ausrüstung. (Tipp: Im Artikel »Irgendwem musst du dienen, mein Sohn« berichte ich von jenen Wanderungen, sogar mit Fotos von damals!)

Ich bin heute unpolitischer denn je. Ich vertrete keine politische Meinung, bin für keine Partei und so richtig gegen eine Partei als solche vielleicht nur gegen die Partei der Mauermorde, Foltergefängnisse und verschwundenen Milliarden. Ich betrachte es nicht als »politisch«, gegen Lügen zu sein, gegen Vergewaltigungen und Leid, gegen Unrecht, gegen das Verscherbeln der Zukunft – und für Recht, für Vernunft und vor allem für das menschliche Leben als höchsten aller Werte (und ich sah das seit jeher so, siehe etwa »Nichts ist wichtiger als das Leben« von 2018).

Einfach nur…

Politische Parteien haben ihren Ort und ihre Bedeutung, wie auch ultraleichte Messer-Gabel-Löffel-Kombinationen aus Weltraum-Material und 600-Euro-Outdoor-Jacken gewiss irgendwo ihren Wert entfalten. Derjenige aber, der »einfach nur etwas in den Bergen wandern« möchte, der »einfach nur leben« will, der sollte für sich das Recht beanspruchen dürfen, ohne teuren Ballast und ohne das Bekenntnis zu politischen Tagesparolen den Berg hinauf zu kommen.

Ich bin heute unpolitischer denn je. Ich bin gegen diese Politik und gegen linke Lebenslügen, weil sie dumm, unmenschlich und zukunftsvernichtend sind. Gegen die Dummheit zu sein ist nicht »politisch«.

Ich will einfach nur leben, mit und für meine Familie, im Dienst an meinen Lesern. Ich will einfach nur den Berg hinauf.

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