Dushan-Wegner

24.12.2023

Viel Erfolg beim Weihnachtstest!

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten
Die Propaganda fürchtet, dass Jugendliche über Weihnachten deprogrammiert werden könnten und man die »Lufthoheit über den Kinderbetten« verliert. Also ballert Propaganda aus allen Rohren, um Eltern mit ihrer Lebenserfahrung als »Schwurbler« abzutun.
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»Hefte raus, Klassenarbeit!« – Wisst ihr noch, als dieser Kampfschrei des Lehrers unseren Magen verkrampfen ließ?

Später, im sogenannten richtigen Leben, als sogenannte Erwachsene, stellten wir dann fest, dass jeder Tag eine Prüfung ist.

Mit ein paar Unterschieden.

In der Schule musst du die Prüfung wiederholen, wenn du sie vergeigt hast. Im richtigen Leben wird dir die Prüfung, die du mit Bravour bestehst, gerade deshalb wieder vorgelegt. Und wieder. Und wieder. Wen Gott bei der Arbeit erwischt, dem gibt er neue.

Manche Tests sind überraschend. Etwa wenn die Verkäuferin an der Kasse falsch abgerechnet hat, und zwar zu deinen Gunsten. Dann wird deine Moral getestet, und du bist sowohl Getesteter als auch Richter über diesen Test.

Ein bestimmter großer, wichtiger Test findet jährlich statt. Es ist ein Gruppentest für Gruppen unterschiedlicher Größe. Familien werden getestet, ganze Gesellschaften, ja, eigentlich ist es ein Test für die Menschheit weltweit.

Die Rede ist vom Weihnachtstest, bisweilen auch euphemistisch »Weihnachtsfest« genannt.

Weihnachten testet, ob und inwieweit die Familie noch eine solche ist. Wie Schrödingers Katze, die lebendig und tot zugleich ist, freuen wir uns auf Weihnachten und fürchten uns zugleich davor. Wir freuen uns auf ein mögliches positives Testergebnis, das uns bestätigt, dass wir noch eine Familie sind und haben. Wir fürchten aber zugleich das mögliche negative Ergebnis.

Alles gemogelt?

Manche Familie mogelt sich durch den Test, doch wehe, es ist ein Onkel da, der wie üblich ausnahmsweise einen zu viel trinkt und ausspricht, was nicht ausgesprochen werden sollte – »in Weihnachtspunsch veritas« –, nämlich dass ihr alle mogelt und eigentlich längst durch den Test gefallen seid, noch bevor die Aufgabenblätter … ich meine: die Geschenke verteilt wurden.

Und, als wäre das alles nicht stressig genug, kommt noch dazu: Weihnachten im heutigen deutschen Propagandastaat hat seinen ganz eigenen Weihnachtsduft nach Plastiktanne und Schwefel.

Der Propagandastaat will das, was von und an Familien heute noch übrig ist, weiter schwächen. Im Totalitarismus soll auch und gerade der Weihnachtstest von Propaganda durchtränkt sein. Das war »früher« so, das ist heute so.

»Haltung« unterm Weihnachtsbaum

Über alle, wirklich alle Kanäle versuchen diese Unterteufel mit Presseausweis giftigen Unfrieden in die Familien zu spülen, damit diese auf jeden Fall durch den Weihnachtstest fallen.

Wir lesen Fragen wie diese: »Was tun, wenn Papa an Weihnachten den Klimawandel leugnet?« (@welt, 19.12.2019)

Oder: »Mein Vater ist Corona-Leugner – was mache ich an Weihnachten?« (stern.de, 8.12.2020)

Oder: »Schwurbler unterm Tannenbaum«: »Wenn Opa, Tante oder Großcousin mit absurden Thesen provozieren, gilt es, Haltung zu zeigen.« (rp-online.de, 23.12.2023)

Zu Weihnachten gilt es, »Haltung zu zeigen«?

Wahnsinn! Hören diese Gestalten wirklich nicht, wie schwarzweiß sie klingen?

Die Person, die das schreibt, ist 1988 geboren, hat christliche Studien und Germanistik studiert. Kreißsaal, Hörsaal, Volontariat, dann verschiedene Redaktionsstuben. Und natürlich betreibt sie »AfD-Berichterstattung« und hat irgendeine Journalisten-Auszeichnung gewonnen.

Ich sage euch: Sollte die Menschheit eines Tages mit Außerirdischen in Kontakt treten, werde ich mich mit denen besser verstehen, als mit solchen Journalisten. Was geht in deren Hirnen vor? In deren Herzen?

Ich könnte immer weiter zitieren. Der Propagandastaat ist eben immer total.

Und im Jahr 2023 hat auch der verfluchte deutsche Staatsfunk das letzte Anstandsmäntelchen abgelegt.

Beim ZDF heißt es: »Selten geht es an Weihnachten nur harmonisch zu. Aber was tun, wenn Opa oder Tante von der ›Plandemie‹ schwurbeln?« (zdf.de, 23.12.2023)

Kinder, ihr sollt nicht!

Es gibt in Deutschland tatsächlich Gestalten, die dafür bezahlt werden, Kinder darauf zu drillen, die bösen »rechten« Fragen und Fakten ihrer erfahrenen Eltern abzuwehren, um ja nicht die »Wahrheit« der Propaganda anzutasten.

Auf keinen Fall sollt ihr diskutieren, warum Kirchen mit Maschinengewehren geschützt werden müssen. Ihr sollt nicht diskutieren, warum die dreimal geboosterte Tante zum dritten Mal an Corona erkrankt ist. Ihr sollt nicht diskutieren, ob das Klima gerettet werden muss und warum es dafür hilft, dass plötzlich Tausende Euro für Heizung nachgezahlt werden müssen. Und auf wirklich gar keinen Fall sollt ihr diskutieren, was in diesen Tagen und Jahren in der Schule passiert. All das wäre rechtes Geschwurbel und rechter Rassismus.

Eine kurze weihnachtliche Erinnerung: ARD und ZDF sind Organe der Zerstörung. Es ist falsch, sie zu konsumieren – es ist erzwungene Unmoral, sie zu finanzieren. Jemand, der zu diesen Giftschleudern beiträgt, ist menschlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Kollaborateure höflich oder auch nur sachlich zu sein. Man muss so deutlich zu ihnen sein, wie es die Windrichtung gerade noch zulässt. Es sind falsche Menschen, die Widerliches tun.

Die Propaganda will also junge Menschen dagegen »wappnen«, dass ein erfahrener Erwachsener die Propaganda-Programmierung aufhebt.

Ja, Weihnachten ist ein Test, darum nennen wir es den Weihnachtstest.

Die Knilche und Gnome des Propagandastaates wollen, dass deine Familie durchfällt durch den Weihnachtstest, denn das macht euch schwach und also die stark.

Die Lufthoheit zurückfordern

Ihr meint, ich übertreibe? Wie sonst soll man es nennen, wenn die Presse des Propagandastaates in eine Art »Panikmodus« gerät ob der Möglichkeit, dass die Eltern über Weihnachten die »Lufthoheit über den Kinderbetten« zurückfordern könnten? (Diese abstoßende Formulierung stammt übrigens von einem deutschen Politiker, der für seine vorteilhaften Gedächtnislücken bekannt ist; siehe welt.de, 10.11.2002.)

Zu Weihnachten wird geprüft, ob und inwieweit eure Familie noch eine Familie ist.

Einige von euch werden diesen Weihnachtstest mit Bravour bestehen. Ich beglückwünsche euch von Herzen.

Einige werden gerade noch so durchkommen, mit zusammengebissenen Zähnen und eingefrorenem Lächeln, und euch krampft sich schon jetzt der Magen zusammen, wie früher in der Schule, nur dass es jetzt heißt: »Geschenke raus, Weihnachtstest!«

Einige aber, und womöglich ist das den Betreffenden jetzt schon klar, werden den Weihnachtstest nicht bestehen.

Oder sie werden nicht einmal dazu kommen, den Weihnachtstest abzulegen.

Ich weiß, dass einige Familien bereits von Propaganda und Gehirnwäsche zerrüttet wurden. (Ich schrieb 2018 davon, im Essay: »Hast du deinem Verräter die Windeln gewechselt?«)

Das Fallen steht noch aus

Was soll ich euch wünschen? Was soll ich uns allen wünschen?

Gesundheit wünscht man dem Gesunden. Dem Kranken wünscht man Genesung. Und dem Todgeweihten wünscht man weniger Schmerz und auch die Kraft, das Unausweichliche in Würde hinzunehmen.

Ähnlich ist es kurz vor Weihnachten zu spät, frohe Weihnachten zu wünschen. Die deutsche Redeweise, die Würfel seien gefallen, heißt im lateinischen Original, »alea iacta est«: Der Würfel ist geworfen – das Fallen steht noch aus, doch das Ergebnis steht fest.

Ich wünsche euch die innere Ruhe, euren persönlichen Weihnachtstest zu bestehen. Anders als bei den Tests in der Schule könnt ihr bei den Tests im Leben selbst festlegen, was ihr als »bestanden« deutet, was als »sehr gut« und was als »zufriedenstellend«.

Ich wünsche frohe Weihnachtstage. Ich wünsche einen erfolgreichen Weihnachtstest – und wir alle wissen, dass dieser Test nicht nur Ende Dezember abgelegt wird, sondern jeden einzelnen Tag, das ganze Jahr über.

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