Dushan-Wegner

05.01.2024

WerteUnion, bald als Partei

von Dushan Wegner, Lesezeit 4 Minuten
Maaßen und die WerteUnion gründen sich als eigene Partei aus. Eine weitere AfD? Ja! Und das ist gut so. Deutschland braucht nicht nur eine, sondern viele Alternativen. – Was meint ihr?
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Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust! Das eine Herz ist panisch, das andere amüsiert.

Das panische Herz ist das des Vaters, des Deutschen, des Menschen mit Vernunft und dem Blick auf Wirkung, Ursache und Konsequenz.

Das amüsierte Herz aber ist das des Essayisten, des Philosophen, des kindisch immer wieder Hoffnungsvollen.

Wir kennen ja diese Fälle zweier ewiger Turteltauben, die einander jahrelang umflattern, flatterhafte Planeten, von denen doch alle übrigen Himmelskörper wissen, dass sie zusammengehören. So ähnlich umflatterten einander Herr Maaßen, der Aufrechte, und die Idee einer Parteigründung, die Mutige.

Wahrhaft lästig

Hans-Georg Maaßen wurde dafür bekannt und berüchtigt, dass er sich öffentlich weigerte, Merkels Chemnitz-Lüge zu stützen. Er wurde zurückgetreten, weil er kein Lügner sein wollte – und sein stures Beharren, seine bloße Existenz ist ein täglicher Schienbeintritt gegen seinen Nachfolger, den CDU-Mann an der Spitze des Inlandsgeheimdienstes.

Was für die katholische Kirche das Opus Dei, war für die CDU bislang die WerteUnion. Eine Gruppe von Parteimitgliedern, die Christen und Demokraten sein wollen, und die also eine Union vieler Bürger suchen, zum Wohl von Volk und Land.

Nach einigem Hin- und Hergeturtel seinerseits wurde Herr Maaßen im Januar 2023 zum Vorsitzenden der WerteUnion gewählt (tagesschau.de, 28.1.2023).

Derweil hatte Maaßen einige Dinge gesagt, die das politische Äquivalent zu »2+2=4« darstellen, worauf die neue CDU nur mit einem Parteiausschlussverfahren reagieren konnte.

Alexander Wallasch meldet, dass Maaßen, die WerteUnion und die Idee der Ausgründung als eigenständige Partei nun endlich von der Turtelphase zum Vollzug übergehen (alexander-wallasch.de, 4.1.2023).

Maaßen macht Ernst

Am 20. Januar dieses frischen Jahres 2024 soll bei der Mitgliederversammlung der WerteUnion in Erfurt das Namensrecht für »WerteUnion« auf eine neu zu gründende Partei übertragen werden, die »das Ziel verfolgt, konservative Politik in Deutschland zu unterstützen«, so Maaßen.

Jetzt wird (nicht nur) in konservativen und demokratisch-rationalen Kreisen diskutiert, ob mit der neuen Partei etwa Wähler der AfD zur Maaßen-Partei überwechseln könnten.

Ich bin kein Parteistratege, ich bin Essayist, philosophisch mäandernd.

Und ich möchte meinen Essay mit dem Titel »Lieber Kind der Hölle als einsam« aus dem Jahr 2020 zitieren, denn ich bleibe dabei: »Ich bin weder für noch gegen die AfD – ich als unverbesserlicher Demokrat wünsche mir, dass es viele AfDs gibt, viele Alternativen für das Land, das die selbsterklärten ›Guten‹ in Berlin mit angeekelter Miene zu melken wissen. Konkurrenz belebt das Geschäft!«

Wir wissen nicht, wie es sich mit Deutschland weiterentwickeln wird. Man muss sich das mal vor Augen führen: Der deutsche Kanzler hat »Erinnerungslücken« zu seiner Rolle im größten Steuerraubzug der deutschen Geschichte, Laptops mit Beweisen kommen abhanden. Der Wirtschaftsminister freut sich offenbar darüber, dass und wie ihm das Zerstören der deutschen Wirtschaft gelingt, denn weniger Wohlstand bedeutet auch geringeren CO₂-Ausstoß (bild.de, 4.1.2024). Die Bürger sind unglücklich und drohen die Altparteien abzuwählen, also werden aus dem Lager der Deutschlandkaputtmacher die Stimmen lauter, welche die AfD und damit die bislang einzige inhaltliche Oppositionspartei verbieten wollen – »um die Demokratie zu retten«.

Nein, ich weiß nicht, wie sich das weiterentwickelt.

Freude schlägt Sorge?

Eines meiner beiden Herzen ist besorgt. Der Inlandsgeheimdienst macht inzwischen kein Geheimnis mehr daraus, dass er de facto in den Wahlkampf eingreift. Der CDU-Mann an dessen Spitze jammert sogar öffentlich, »nicht allein der Verfassungsschutz« sei »dafür zuständig, die Umfragewerte der AfD zu senken«. Selbst der deutsche Staatsfunk wirkt irritiert über derartige Offenheit (tagesschau.de, 8.8.2023). (Wir wissen es ja alle, aber muss man es so ehrlich aussprechen? Tz tz tz.)

Das Philosophenherz in mir aber freut sich.

Maaßen wollte Merkels Chemnitz-Lüge nicht mittragen. Wer würde das nicht sympathisch finden?

Und schon der Name »WerteUnion« – so schön!

»Werte« ist ein anderes Wort für »Relevanz von Strukturen«. Und eine »Union«, also ein Bündnis von Menschen, die nicht nur irgendwelche Werte haben, sondern gemeinsame Werte, kluge Werte, und die für diese Werte als Gruppe einstehen – man möchte nicht ohne leben!

Wahrscheinlich wird der Propagandastaat seine Kanonen noch heißer knattern lassen. Vielleicht werden sie Wahlen absagen oder mehr Briefwahl in Pflegeheimen ankurbeln.

Und doch bin ich etwas froh.

Das Weltbild der regierenden Linken ist auf Lügen gebaut.

Und wenn heute von mehr Leuten mehr Wahrheit gesagt wird, dann freue ich mich – ob derjenige, der die Wahrheit sagt, nun auf dem Weg ins Kanzleramt oder zum Scheiterhaufen ist.

Ja, ich wünsche mir viele AfDs, viele Alternativen, die die Wahrheit sagen, die wieder etwas Vernunft wagen.

Die Wahrheit ist ein eigener Wert, und wenn immer mehr Leute die Wahrheit aussprechen, dann ist das ein Grund zu großer Freude – für eines meiner Herzen.

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