Dushan-Wegner

13.07.2023

Wie viel Klimakleber steckt in dir?

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten, Bild: »Kann man sich an Wiesen kleben?«
Wenn Klimakleber »nur« den Tod anderer in Kauf nehmen, ähneln sie »nur« üblichen Kriminellen. Doch wenn sie auch den eigenen Tod in Kauf nehmen, ziehen sie mit suizidalen Endzeit-Sektierern gleich.
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Unsere Werte werden als Waffen gegen uns eingesetzt, so schrieb ich im Essay vom 24.1.2023. Klimakleber und Islamisten verlassen sich darauf, dass der Westen sich an seine Gesetze und Werte hält, während sie sich über diese hinwegsetzen.

Dass hinter den Klimaklebern, die von Bürgern auch als »Klimaterroristen« wahrgenommen werden, sehr reiche Leute mit sehr viel Geld stecken, ist bekannt. Und diese Leute wurden und bleiben nicht reich, indem sie Geld ohne Gegenwert verschenken. Panik macht die Superreichen superreicher.

(Nebenbei: Schon weil Klimapanik oft von Leuten verbreitet wird, die wir wieder und wieder und wieder bei dreisten Lügen und Heucheleien erwischt haben, erscheint es als rational, davon auszugehen, dass auch der menschliche Anteil am Klimawandel eine Lüge ist.)

Diese Woche aber fielen die Klimakleber durch zwei besonders entlarvende Aktionen auf. Einmal den Staat entlarvend, und einmal ihre eigene Psyche.

Auf dem Flughafen

Wir wissen, dass Klimakleber selbst gern zum Spaß mit dem Flugzeug in die Ferne fliegen (bild.de, 3.2.2023; merkur.de, 28.6.2023). Doch das machen sie »privat«, sagen sie, das zählt nicht.

In Hamburg und Düsseldorf blockierten sie diese Woche dafür die Ferienflugzeuge, in denen Bürger saßen, die ihr Geld nicht mit Klimaterror verdienen, sondern ehrlich übers Jahr hinweg dafür arbeiten und sparen (tagesschau.de, 13.7.2023).

Die Klimakleber waren auf die Startbahn gelangt, indem sie einfach mit dem Bolzenschneider den Stahlzaun auftrennten und mit ihren Rädchen zur Blockade strampelten, wo sie sich dann festklebten (berichtet nius.de, 13.7.2023). Die Täter knipsten sich selbst mit Helmen, wie sie, fein Fahrradhelme tragend, seelenruhig zu Werke gingen.

Wie konnte das geschehen?

Offenbar werden die Zäune nicht überwacht. Oder die Kameras waren zufällig gerade ausgeschaltet, zu Wartungszwecken.

Der Passagier darf weder eine eigene Flasche Wasser noch eine Nagelfeile mit an Bord nehmen, aber diese Gestalten können seelenruhig den Flughafenzaun aufschneiden und aufs Rollfeld spazieren, mit genug Zeit, um sich festzukleben und Plakate zu entrollen?

Man macht sich so seine Gedanken.

Vor dem LKW

Auch in Stralsund griffen Klimakleber das Leben der rechtschaffenen Bürger an. Bekannt wurden die Aufnahmen eines LKW-Fahrers, der einen Klimakleber eigenhändig von der Straße bewegte, dann wütend in seinen LKW stieg und wieder losfuhr. In seiner Wut merkte er nicht oder ignorierte, dass sich der erste Klimakleber wieder vor den LKW gesetzt hatte. Er schob ihn etwa zwei Meter weit über die Straße, bis ihm bewusst wurde, was er da tat (so scheint es im Video bei ndr.de 13.7.2023).

Die üblichen Kreise deuten das natürlich als »Tötungsversuch«. Tatsache ist aber, dass der Fahrer stehen blieb, als er bemerkte, den Klimakleber (der wohl gar nicht festgeklebt war) mitgenommen zu haben. Er entfernte ihn erneut händisch, um endlich weiterfahren zu können. (Er wird wohl Ärger bekommen, denn in Deutschland gilt der, der sich gegen »gute« Gewalt wehrt, vermutlich als weit schlimmer als der, der die »gute« Gewalt verübt.)

Die erwartbaren Deutungen können Sie auf den jeweils bekannten Websites nachlesen. Mir fällt allerdings noch etwas auf.

Es ist die Taktik der Klimakleber, die Werte des Westens gegen diesen selbst zu wenden. In einem Land mit »robusterer« Kultur würden sie sich wohl kaum im fließenden Verkehr auf die Straße setzen. Der Klimakleber-Spuk verhöhnt die institutionalisierte Großmut des Westens. In Namibia, Nairobi oder Neukölln werden die »Klimahelden« sich nicht so schnell auf die Straße kleben – und wenn sie es täten, würden sie dort womöglich auch bleiben.

Doch die Drahtzieher der Klimakleber wissen natürlich genau, dass sie den Alltag, die wirtschaftliche Existenz und manchmal auch direkt das Leben von Menschen bedrohen, teils wohl mit dem Schutz der Polizei und der Rückendeckung der Politik. Es sind bereits Bürger im Kontext von Staus gestorben, doch das nehmen Extremisten seit jeher in Kauf.

Und es könnte eine bloße Frage der Zeit sein, bis ein frustrierter Bürger aufs Gas drückt und eine Straftat begeht. Das ist es, worauf die Marionettenspieler der Klimakinder es anzulegen scheinen.

Was aber geht im Kopf eines jungen Mannes vor, der von der Straße gezogen wurde und sich gleich wieder in den toten Winkel eines LKW setzt, von dem er weiß, dass darin ein aufgebrachter Fahrer sitzt?

Das wirkt auf mich nicht wie normales, rationales Verhalten.

Das wirkt auf mich wie Todessehnsucht.

Das wirkt wie die Todessehnsucht, die man von gehirngewaschenen Sektenjüngern kennt. In der Überzeugung, dass die Welt ohnehin bald untergeht, sprengen sie sich samt ihren Opfern in die Luft, trinken vergiftete Limonade – oder setzen sich eben vor anfahrende LKWs.

Noch enger

Es fällt auf, dass die Klimakleber, wenn einer der ihren angegangen oder sogar angefahren wird, eher selten besorgt zu Hilfe eilen. Die wirken tatsächlich wie gehirngewaschen, als würden sie nicht nur Tote unter den blockierten Bürgern billigen, sondern auch Opfer und Tote in ihren eigenen Reihen erwarten.

Es hat sich auch bei den Klimaklebern und ihren Marionettenspielern herumgesprochen, dass Märtyrer die eigenen Leute noch enger zusammenschweißen können. Wenn einer stirbt, hinterfragt man sich nicht – einem Extremisten ja ohnehin kaum möglich –, sondern dreht eher auf: »Jetzt erst recht! Für Märtyrer X, damit er nicht umsonst gestorben ist!«

Ich frage mich dieser Tage aber: Wie viel »Klimakleber« steckt in so manchem unserer Mitmenschen, in unseren Kollegen, Nachbarn, ja sogar Familienmitgliedern? Und, oh Schreck: Wie viel Klimakleber steckt in mir selbst?

Spätestens seit der Corona-Panik wissen wir, dass manche Mitmenschen in rasende Wut geraten, wenn man sie einfach fragt: »Woher weißt du das? (Aus’m Fernsehen zählt nicht.)«

Die meisten Leute

Bertrand Russell schrieb: »Most people would die sooner than think – in fact, they do so«, zu Deutsch: »Die meisten Leute werden lieber sterben als denken – tatsächlich tun sie es.«

Und so bleibt die große, staatsmännische Frage rund um den Klimakleber-Wahnsinn: Was läuft in einem Land schief, in welchem eine offen aus dem Ausland finanzierte, offen widersprüchliche, offen den Tod der Bürger und der eigenen Jünger in Kauf nehmende Sekte das Land angreifen kann, mit moralischer Rückendeckung weiter Teile des Staates?

Die private Frage aber ist: Wo hänge ich selbst womöglich einem Irrtum an, der mich das Leben kosten könnte? Und »das Leben kosten« kann auch bedeuten, wertvolle Lebenszeit zu verschwenden oder meine Aufmerksamkeit an etwas zu verschwenden, was ihrer nicht wert war.

Behandelt euer Leben und jeden Tag genau andersherum, als es die Klebekinder tun. Nicht nur das Leben selbst, sondern auch jeder Tag ist uns nur einmal geschenkt. Seid dankbar – und handelt entsprechend!

Weiterschreiben, Wegner!

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