25.04.2021

25. April 2021 – Zwischenstand

von Dushan Wegner, Lesezeit 10 Minuten, Foto von Paweł Czerwiński
Vor einem Jahr konnte man fragen, ob wir, metaphorisch gesprochen, überhaupt die richtigen Daten im Navi haben. Heute ist die Frage, ob wir noch wissen, auf welchem Planeten wir eigentlich herumfahren!
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Vor einem Jahr, am 25. April 2020, zu meinem 46. Geburtstags, schrieb ich einen »Zwischenstand«. Die Welt war gerade in die Corona-Panik gerutscht. Länder erklärten erste »Lockdowns« und Reiseverbote. Die USA hatten noch Präsident Trump und damit Hoffnung. Beide sind heute fort, die Pandemie aber ist noch immer da, zumindest in Deutschland – in den USA werden die Corona-Maßnahmen wieder gelockert, auch weil Trumps Maßnahmen zu schnellen Impfstoffen führten. In Großbritannien wird ebenso gelockert, auch weil Großbritannien sich selbst zu Beginn dieses Jahres aus der Brüsseler Knechtschaft entließ.

Ich leitete den Zwischenstand 2020 mit diesen Worten ein: »Wir fahren durch die Geschichte wie Autofahrer mit defektem Navi. Einige Daten stimmen, andere sind falsch, und wir hoffen, uns nicht allzu schlimm zu verfahren.«

Heute, ein Jahr später, stelle ich fest: Wir haben uns nicht nur verfahren, wir sind in einer parallelen Dimension angelangt!

Altgoldene Zeiten

Wir schauen heute in die Vergangenheit, also in die Vergangenheit vor zehn oder zwanzig Jahren, und wir fühlen uns wie die Affen im Zoo, die durchs Panzerglas auf die Besucher draußen schauen, zwar ahnend, dass da etwas ist, das größer und verständlicher ist als sie selbst, und dass jene Fremden mit ihnen irgendwie verbunden sind, doch zugleich spürend, dass es ihnen verschlossen ist, dass eine Verbindung fehlt – dass Trennung unüberwindbar ist.

Wer von uns, die wir heute in unseren »besten Jahren« sind, wer von uns Alten hätte es damals geahnt, dass die Ära Kohl mit ihrer Nachklapp-Ära Schröder uns bald schon nah an einer Goldenen Zeit erscheinen würde?

(Wobei es natürlich Kohl war – machen wir uns da nichts vor! – der die Desaster EU und Euro wesentlich vorantrieb. Nun gut, damals schlugen die Folgen ja auch noch nicht durch. Vielleicht plante Kohl es auch anders, sonst hätte er nicht über seinen allergrößten Fehler, nämlich die FDJ-Angela, später traurig gesagt, sie mache ihm sein »Europa kaputt« (welt.de, 17.7.2011). Er hat es gewiss gut gemeint. Wir wissen aber auch alle, was es wert ist, dieses oder jenes »gut gemeint« zu haben.)

Verbarrikadierte Geschäfte

In jedem einzelnen Tautropfen spiegelt sich der ganze Himmel, und ist der Himmel schon am Morgen von marschierenden Sturmwolken verhangen, dann spiegeln sich eben auch die bösen Wolken vieltausendfach im Tau. So ähnlich ist es auch mit mancher Nachrichtenmeldung heute!

Die für die Weltgeschichte prägendsten Nachrichten hörten wir aus den Gespaltenen Staaten von Amerika. Eine ganz aktuelle Meldung scheint mir die innere Essenz (nicht nur) der letzten 12 Monate zu spiegeln, wie jener Tautropfen, der auch den sturmdrohenden Himmel spiegelt.

Die Vorgeschichte der folgenden Meldung ist bekannt: Am 25. Mai 2020 starb der Gewalttäter George Floyd, als er sich seiner Festnahme widersetzte. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme (wegen versuchtem Bezahlen mit gefälschten Geldscheinen) hatte Floyd diverse Drogen im Blut. Er wurde vom Polizisten Derek Chauvin am Boden fixiert, indem der Polizist ihm ein Knie auf den Hals drückte (was nicht dem Polizei-Training entspricht; die Fixierung hätte durch Knie auf die Schultern passieren sollen, siehe etwa insider.com, 12.4.2021). Es war aber die Kombination von Stress und Drogen, die Floyd sterben ließ, nicht das Knie des Polizisten (siehe auch »Herr Floyd und das Meer der Lügen« (27.8.2020)).

Floyd ist nicht der einzige Mensch, der in den USA während einer (versuchten) Festnahme starb. Man denke etwa an den Fall eines Tony Timpa (dallasnews.com, 30.6.2020), der unter ähnlichen Umständen zu Tode kam. Doch Floyd war schwarz, und er kam der von gewissen internationalen Akteuren gesponserten »Black Lives Matter«-Bewegung recht, um in den USA neue Rassen-Unruhen anzufachen. Städte brannten, im Namen des Kampfes gegen angeblichen Rassismus wurden auch die Geschäfte eingewanderter US-Amerikaner vom apolitischen Mob geplündert. Das Land wurde moralisch destabilisiert, augenscheinlich um eine Atmosphäre zu schaffen, in welcher die US-Amerikaner die Absetzung des Präsidenten nach einer geradezu lächerlichen »Wahl« hinnehmen würden. Die Bemühungen der Bösen waren, wie wir wissen, erfolgreich (siehe auch »Im Nebel der Geschichte« vom 7.1.2021).

Es ist nun Ende April 2021, und die Profiteure des Hasses haben ihre Profite eingestrichen. Eine Co-Gründerin der rassistischen, anti-demokratischen »Black Lives Matter«-Bewegung hat sich aktuell diverse Immobilien im Gesamtwert von 3,2 Millionen US-Dollar zugelegt, gern auch in »weißen« Gegenden (nypost.com, 10.4.2021).

Der Ort, an dem Floyd zu Tode kam, wurde in »George Floyd Square« umbenannt (cnn.com, 19.9.2020). – Kann es einem Ort wirklich Glück bringen, ihn nach einem zu Tode gekommenen Gewaltverbrecher zu benennen? – Nein, kann es nicht.

Einige Geschäfte um den George Floyd Square stehen vor dem Ruin, nicht wenige haben schon aufgegeben. Vor dem Black-Lives-Matter-Terror waren die Geschäfte wirtschaftlich recht erfolgreich (weshalb auch Floyd dort seine Betrügerei versuchte). Am Ende gewinnt immer die Realität. Jetzt sind viele Geschäfte aufgegeben und verbarrikadiert (siehe nypost.com, 22.4.2021). Die Zahl der Überfälle und Auto-Einbrüche schnellte rapide nach oben. Die Polizei lässt sich deutlich seltener noch in der Gegend blicken. Man kann es der Polizei auch kaum verübeln, dass sie die Gegend lieber meidet: Der Polizist, der den Gewaltverbrecher und Betrüger Floyd festgenommen hatte, wurde in erster Instanz schuldig gesprochen (und zwar dreier Anklagepunkte, die nach deutschem Recht in etwa dem Totschlag bzw. der fahrlässigen Tötung entsprechen), siehe cnn.com, 19.4.2021. Wer will als Polizist bei jeder Festnahme sein eigenes Leben riskieren – um dann noch zu fürchten, für Jahrzehnte ins Gefängnis zu wandern, wenn der Verdächtige mit Drogen vollgepumpt ist und stirbt, weil die Jury in einer politisch maximal aufgeheizten Stimmung es vielleicht schlicht nicht wagen will, die nächsten Plünderungen und Rassenunruhen auszulösen?

Clown, auf seine Weise

Die Ereignisse um George Floyd, die Flammen, die Plünderungen und der Black-Live-Matter-Terror, es war womöglich alles nur künstlich angefachte Kulisse für ein anderes Großereignis – für die »Korrektur« eines »Betriebsunfalls« der amerikanischen Demokratie-Show. Mit der Wahl Donald Trumps 2016 hatten die Bürger den US-Präsidenten gewählt, den sie wirklich wollten, und das wurde 2020 dann »korrigiert« – um den Preis, das Land metaphorisch und buchstäblich in Flammen zu setzen. Es hat funktioniert, und jetzt schlurft ein neuer, alter und altbekannter Clown durch die ihm gut bekannten Gänge des Weißen Hauses.

Donald Trump war auf seine Weise ein Clown, ein Showman, aber ein wohlmeinender Clown – zuletzt jedoch machtlos gegen gewisse Mächte. Joe Biden ist ein Clown, aber ein unfreiwilliger Clown, wenn auch gewiss kein »tragischer«, sondern ein rassistischer, grabschender und lügender  Clown.

Die USA sind als Kulturmacht vorbei (»Die Welt, wie wir sie kannten, ist vorbei« vom 20.1.2021) – und sie wissen es, und den Konzernen wird es sehr gelegen kommen (sonst hätten sie nicht so viel Geld in die sogenannte »Wahl« des korrupten Grabschers investiert). Ich stelle halb erleichtert fest, dass mein inneres Brodeln heute ob dieser Erkenntnis weit stiller ist als noch vor wenigen Monaten.

Unter welchem Vorwand

Während die von geschürten Rassen-Kämpfen geschwächten USA sich mit Joe Biden lächerlich machen, wird in Deutschland nicht mehr gefragt, ob der Sozialismus eingeführt wird, sondern nur noch unter welchem Vorwand. Wird der kommende Sozialismus vom »Klima« motiviert sein, vom »Virus«, oder doch einfach von »Europa«?

Anfang 2020 schrieb ich im Essay »Gegen Links, für die Menschlichkeit«: »Sozialismus ist eine Taktik der Machterlangung, und sie besteht darin, mit den denkbar vulgärsten populistischen Versprechen an die Macht zu gelangen – und dann die Menschen zu knechten, bevor sie merken, dass sie belogen und betrogen wurden. Die einzige Moral der Sozialisten ist die Macht der Mächtigen.« – Mit der »Grundlage zur Ermächtigung«, die sich Merkel in ihrem Corona-Machtrausch selbst gab, scheint wahr zu werden, wovor ich später (im Mai 2020) warnte: »Sozialismus steigt wieder empor aus dem Sumpf seiner Geschichte – dank CDU.«

Der stalinistische Sozialismus von einst handelte aktiv und brutal gegen die menschliche Natur, der Corona-Sozialismus handelt gegen die Erkenntnisse der Wissenschaft (vergleiche sciencefiles.org, 24.4.2021: »Britische MS-Medien: Lockdown-Fanatiker zeigen eine erschreckende Unkenntnis grundlegender epidemiologischer Zusammenhänge«).

Im Zwischenstand 2020 schrieb ich: »Wir sind alle wie Autofahrer mit defektem, unvollständigem Navigationssystem, und wir spüren, dass uns etwas in den Navigationsdaten fehlt, und doch ist es unsere Aufgabe, mit diesen unvollständigen und teils veralteten Daten zu navigieren – und nebenbei auch noch herauszufinden, was überhaupt unser Ziel war.« – Ach, ich war zu optimistisch: Ich würde heute jeden auslachen, der auch nur impliziert, dass die Merkelbande und die von ihr regierten Deutschen dasselbe Ziel verfolgen.

Die CDU, die Deutschland zum Zahlsklaven Europas macht, die CDU-Politiker, die sich an Maskendeals etwas dazuverdienen, die willigen Abnicker im Parlament – deren Ziele sind nicht dieselben wie die des einfachen Deutschen, der seine Familie über Wasser halten will – und von den Grünen und ihrem machtbewussten Dummheitskult wollen wir heute gar nicht erst reden.

Die Cola im Freien

Was aber folgt aus dieser düsteren Erkenntnis? Die Antwort, so scheint mir, ist: Die morgen für Deutschland relevanten Faktoren werden nicht mehr von Deutschland ausgehen. Für die Zukunft Deutschlands bedeutet der aktuelle Zustand Deutschlands wenig – für den einzelnen Deutschen bedeutet er aber viel, sehr viel!

Eine wesentliche Eigenschaft der Zukunft ist aus heutiger deutscher Perspektive, dass keine der heutigen Großdebatten in Deutschland für die Zukunft relevant sind.

Es ist für die Zukunft der Welt vollständig gleichgültig, ob Deutschland sich in den Lockdown begibt oder nicht, ob Deutschland sich de-industrialisiert oder nicht, ob Deutschland sich für Europa verschuldet oder nicht, ob Deutschland sich für moralisch hält oder nicht. Letztes Jahr machte ich mir noch Sorgen, weil wir, metaphorisch gesprochen, mit unvollständig, teils falschen Navigationsdaten unterwegs waren. Heute bin ich amüsiert, weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass wir, wieder in Bildsprache redend, nicht einmal auf dem »richtigen« Planeten unterwegs sind.

Deutschland diskutiert, für wie viele Jahre man einen Deutschen in den Knast werfen sollte, wenn er eine Cola im Freien trinkt (siehe focus.de, 25.4.2021). – Anderswo diskutiert man andere Fragen.

Der »kleinen« Meldungen sind nicht wenige, die uns ahnen lassen, dass Sie und ich nicht einmal wirklich verstehen, auf welchem Planeten wir uns derzeit befinden (etwa die vom plötzlich verschwundenen Deutsche-Bank-Whistleblower Val Broeksmit (siehe @davidenrich, 17.4.20201/lapdonline.org, 19.4.2021), oder die von einer möglichen Verbindung von Wuhan-Laboren und dem chinesischen Militär, siehe dailymail.co.uk, 24.4.2021), doch eine Nachricht aus der Wissenschaft ist in halb-sarkastischem Sinne gewissermaßen meine Lieblingsmeldung heute – es gibt eine ganz neue Bedeutung des Wortes »Menschenaffen«.

In den Laboren des Salk Institute and Kunming University of Science and Technology in Kansas, USA wurden, so newatlas.com, 15.4.2021, die ersten Mensch-Affe-Chimären immerhin bis zum Embryo-Status gebracht, sprich: Mischwesen aus Mensch und Affe. Man forscht dort schon länger an Chimären, siehe etwa eine Publikation von 2017 über Mischwesen aus Ratte und Maus. Zu den möglichen Implikationen solcher Mischwesen zählt: Da die neuen Wesen nicht eindeutig Menschen sind, unterliegen sie nicht Menschenrechten, sprich: Man kann an ihnen experimentieren. Wenn aus den Laboren der USA solche Meldungen bekannt werden – was geschieht in Laboren, etwa in China, aus denen wir wenig bis nichts erfahren?! – Es ist nicht die einzige Meldung, die uns ahnen lässt, dass wir »normalen Menschen« nicht immer mitbekommen, »auf welchem Planeten wir eigentlich unterwegs sind«.

Und doch sehr konsequenzreich

Im vorletzten Absatz des Zwischenstands 2020 schrieb ich: »Ich wünsche mir und uns gute ›Navigationssysteme‹, gespeist mit alter Weisheit und neuer Erkenntnis, dazu die Bescheidenheit, auch darauf zu hören – und das Selbstbewusstsein, alle Ansagen zu prüfen und zuletzt stets selbst zu entscheiden.«

Ich wünsche mir heute, dass wir überhaupt erst verstehen, was für ein Planet es ist, auf dem wir hier herumfahren. Die Ereignisse um uns herum wirken teils surreal, irreal und doch sehr konsequenzreich.

Wehe dem, der sich heute darauf verlässt, was sogenannte »Autoritäten« ihm sagen. Die Letzten werden die Ersten sein, und die Ersten die Letzten, so heißt es in der Bibel, und heute gilt häufig: Die, welche sich für gebildet halten, sind am leichtesten zu verführen, eine Realität für wahr zu halten, die alles mögliche ist, aber nicht wirklich real.

Wohl dem, der heute weiß, was ihm wirklich wichtig ist – was seine relevanten Strukturen sind. Wohl dem, der heute sagen kann, was er weiß und was er nicht weiß – und was er für fragwürdig hält. Wohl dem, der auf schmaler, schwankender Brücke nicht den Mut verliert, selbst im pfeifenden Wind einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Wenig ist heute sicher, viel ist noch offen. Es gilt auch weiterhin, und es ist die beste Klugheit, die wir haben: Glaube wenig, prüfe alles, denke selbst!

»Weiterschreiben, Wegner!«

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