Dushan-Wegner

14.12.2023

Ist eine MDR-Meldung genug für Hoffnung?

von Dushan Wegner, Lesezeit 3 Minuten
MDR berichtet, dass »DNA-Verunreinigungen« im Impfstoff gefunden worden sein könnten, und Leute freuen sich: »Endlich kommt Wahrheit ans Licht!« – Ach, man seufzt. Es wird mehr brauchen, bis wir Journalisten (wieder?) vertrauen können – viel mehr!
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Eine regionale Anstalt des deutschen Staatsfunks hat aktuell überraschenderweise darüber berichtet, dass DNA-Verunreinigungen im Gentechnik-Impfstoff gefunden worden sein könnten. (MDR, siehe ardmediathek.de, 12.12.2023)

freilich-magazin.com, 14.12.2023 fasst den aktuellen Stand der Erkenntnisse zusammen. Es geht um »angebliche DNA-Verunreinigungen in Impfstoffen der Firma Biontech-Pfizer«. Ein Magdeburger Privatlabor hatte »in fünf Chargen des Impfstoffes DNA-Fragmente in jeweils einem hohen Vielfachen des zulässigen Grenzwertes gefunden und damit entsprechende Berichte aus den USA bestätigt«.

Das sogenannte Gesundheitsministerium des Herrn Lauterbach zweifelt die Ergebnisse an, klar.

Der MDR versuchte, so erfahren wir, die Ergebnisse des einen Labors noch in weiteren Laboren auf Fremd-DNA untersuchen zu lassen. Doch über 20 weitere Labore, teils an Universitäten, lehnten ab oder reagierten gar nicht erst.

Wovor haben die Angst?

Wie gesagt: Die haben nicht die Untersuchungen ohne Ergebnis wiederholt – die wollen gar nicht erst nachschauen.

Es fühlt sich an wie im Horrorfilm, wie in einem dystopischen Thriller.

Nun, gleich mehrere Leser wiesen mich aber extra darauf hin, dass überhaupt davon berichtet wurde – und sie schienen geradezu euphorisch.

Eine »gute Nachricht« sei es, und ein Zeichen der Hoffnung.

Erster Zweifel sei gesät, ein Anfang sei gemacht.

Ich würde wirklich gern die Euphorie teilen.

»alle erstmal durchatmen«

Ich erinnere mich allerdings noch daran, dass es auch vor der Covid-Hysterie kritische Beiträge gab.

Kurz bevor die Regierung den Schalter in Richtung »Panik« umlegte, hetzte der Staatsfunk genauso aggressiv gegen die Warnung vor dem Virus, wie er später gegen die Leute hetzte, die vor Gentechnik warnten und Lockdowns für übertrieben hielten.

Nicht das Virus, sondern die »Verschwörungstheorien« dazu bereiteten Spahn die größten Sorgen. Im Staatsfunk hieß es, Corona sei »Angstmache« »aus dem rechten Spektrum«, und wir sollten »alle erstmal durchatmen« (siehe Essay vom 13.3.2020).

Sogar ein Herr Wodarg wurde als Pharmakritiker präsentiert.

Bis der Propagandastaat die Richtung um 180° drehte und von allem das Gegenteil behauptete.

Und jetzt rudern sie schon wieder zurück? Testen erstmal, wie die Republik wieder mit etwas Wahrheit klarkommt.

Leute, ich traue diesem Braten nicht. Es gibt Fake-News, die sind dadurch fake, dass sie so tun, als wären sie News.

Und es gibt Fake-Wahrheit, die ist dadurch fake, dass sie uns all die Lügen drumherum vergessen lassen könnten.

Freunde, ich möchte ja Hoffnung haben.

Der Mensch braucht Hoffnung, und entgegen anderslautender Thesen bin ich ein Mensch – hoffe ich.

Doch erlaubt mir bitte, mich selbst zu zitieren, nämlich meine Aphorismen vom 7.11.2022.

Erst zitiere ich Herrn Goethe:

Lässt sich die Krankheit nicht kurieren, muss man sie eben mit Hoffnung schmieren. (Johann Wolfgang von Goethe)

Und ich frage dort dann hinterher: Was ist dein Hoffnungsminimum?

»Ey, hast du fein gemacht.«

Ich will niemandem die Hoffnung nehmen. Doch mal ehrlich: Es wird mehr brauchen, dem Staatsfunk oder dem deutschen Journalismus zu vertrauen.

Leute, ich will Hoffnung haben, und wenn ein Journalist die Wahrheit sagt, bin ich ja nicht dagegen.

Doch wenn wir Hoffnung haben wollen, werden wir härter arbeiten müssen.

Der Journalismus ist kein Baby, kein Kleinkind, das man für jeden kleinen Pups lobt: »Ey, hast du fein gemacht.«

Der Journalismus wird viel härter daran arbeiten müssen, bis wir ihm vertrauen werden.

Und für Hoffnung gilt ähnlich: Ich sage nicht, dass Hoffnung nicht möglich ist. Ich sage aber, dass neue Hoffnung leider noch mehr und wohl auch härtere Arbeit brauchen wird.

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