24.11.2020

Die nächste Pille

von Dushan Wegner, Lesezeit 9 Minuten, Foto von Ganapathy Kumar
Wir sehen die »Wahl« in Thüringen, die »Wahl« in Brüssel, die »Wahl« in den USA, und wir ahnen: Das »neue Normal« ist nicht demokratisch, ja nicht einmal politisch. Was ist die NEUE »rote Pille«?
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Die Ära der roten Pille geht zu Ende, eine zwei Jahrzehnte lange Ära. Im Jahr 1999 erschien der Film »Matrix«. Eine Szene jenes Films gab einer Geisteshaltung, die man »neue Aufklärung« nennt, ihre Metapher und ihren Namen.

Es ist die Blaue-Pille-oder-Rote-Pille-Szene. In jener bis heute für eine neue Aufklärung stehenden Szene sitzen sich Morpheus und Neo gegenüber, in alten Ohrensesseln. Hier meine Übertragung aus dem englischen Original-Script ins Deutsche:

Morpheus: »Dies ist deine letzte Chance. Hiernach gibt es kein Zurück. Du nimmst die blaue Pille und die Story ist vorbei. Du wachst in deinem Bett auf und glaubst, was auch immer sie wollen, dass du glaubst.«

(Die Pillen in seinen offenen Händen reflektieren sich in seiner Brille.)

Morpheus: »Nimm die rote Pille und bleibe im Wunderland und ich zeige dir, wie tief der Hasenbau geht.«

(Neo fühlt die glatte Hülle der Kapseln. Seine Hände werden feucht.)

Morpheus: »Denke daran, dass ich dir bloß die Wahrheit anbiete. Nichts mehr.«

(Neo öffnet den Mund und schluckt die rote Pille – er lacht wieder breit.)

Morpheus: »Folge mir.«

– Soweit die Szene. Ich habe sie aus dem Original-Script (siehe dailyscript.com) ins Deutsche übertragen. (Die tatsächliche Verfilmung unterscheidet sich in Nuancen, die sie vielleicht stärker machen; schauen Sie selbst die erweiterte obige Szene: youtube.com/watch?v=zE7PKRjrid4.)

Die Metapher von der blauen und roten Pille wirkte zwei Jahrzehnte lang, weil eine Wahrheit und eine Lehre in ihr enthalten sind.

Jedoch, wir haben einige Details übersehen – dabei war es im Code! – und also endet die Rote-Pille-Ära.

Es scheint zu beginnen, was manche die Ära der »blackpill« nennen.

Dieselben Instanzen

Es spricht sich inzwischen herum, was seit einiger Zeit geplant ist – wovor Propheten buchstäblich seit Jahrtausenden warnen – was nun »endlich« Realität wird, im Namen des »Virus«. (In »Das Malzeichen des Tieres« (9.5.2020) verwies ich auf Offenbarung 13. In »Das Malzeichen der App« (15.10.2020) zog ich die Linien nach.)

Seit bald Monaten hört man von Plänen verschiedener Länder für einen »digital health passport«, mal verlaufen sie sich, mal werden sie kurzfristig dementiert (telegraph.co.uk, 17.10.2020; heise.de, 5.5.2020). Wir ahnen, wer es sein wird, der es durchsetzt – die neuen Herrscher, sprich: die Konzerne. Die Fluggesellschaft Quantas plant als erste öffentlich und offiziell die Impfflicht (spiegel.de, 24.11.2020). Die Konzerne werden es durchsetzen, dass man sich ohne Impfnachweis weder bewegen noch einkaufen, arbeiten oder am öffentlichen Leben teilnehmen darf. Gestern erst durfte eine Bekannte von mir nicht ihren Flug antreten, weil sie am Flughafen erfuhr, dass sie nur mit aktuellem COVID-19-Test fliegen darf. (All diese Regeln gelten natürlich nicht für die »Elite«, die auch weiterhin mit dem Privatjet nach Davos fliegen wird, ungeprüft und wohl auch ungeimpft, um über den »Great Reset« zu beraten.)

Derweil: In den USA hat Donald J. Trump die zuständige Beamtin angewiesen, die Übergabe an die greise Marionette Biden einzuleiten (@realDonaldTrump, 23.11.2020). Für viele – auch mich – wirkt es, als habe er de facto vor dem Sumpf kapituliert – später schien er zurückzurudern, und auch das recht müde (@realDonaldTrump, 23.11.2020).

Die Drohungen gegen jeden, der die lächerliche »Wahl« anzweifelt, werden täglich angsteinflößender (für eine aktuelle deutschsprachige Dokumentation siehe achgut.com, 24.11.2020). Wie groß darf man das Interesse an der Aufklärung von Wahlbetrug nennen, wenn eine US-Staatsanwältin mit Democrats-Parteibuch recht unmissverständlich droht, Bürger anzuklagen, die möglichen Wahlbetrug anzeigen (jonathanturley.org, 24.11.2020)?

Wahlen wurden in mind. einem Fall erst nach eindeutigen Drohungen durch Democrats »zertifiziert«. Trotz der Bedrohung durch »Biden-Sympathisanten« bezeugen Hunderte von US-Bürgern  unter Eid, möglichen Wahlbetrug gesehen zu haben oder sogar zum Wahlbetrug angewiesen worden zu sein. – Eine Auswahl der Fälle ist auf hereistheevidence.com versammelt. Dieselben Instanzen, die ohne irgendeinen Beweis jahrelang wegen ausgedachter Russland-Verschwörungstheorien ermittelten, weigern sich nun Hunderten teils schweren Wahlbetrug-Verdachtsfällen nachzugehen. »Ich kann es fast verstehen«, so könnte ein Zyniker süffisant scherzen: »niemand will ›ge-epsteined‹ werden.«

Selbst wenn alle Stimmen ehrlich abgegeben worden wären, nicht »angehalten« und nichts »geerntet« worden wäre, müsste man noch immer fragen, wie »demokratisch« eine Wahl ist, wenn fast der vollständige Nachrichtenfluss von einigen wenigen Konzernen kontrolliert werden, die offen einen der beiden Kandidaten stützen und den anderen nachweislich benachteiligen (siehe dazu die aktuelle Tucker-Carlson-Sendung, via YouTube).

Die »Betreuer« hinter dem verwirrten Biden bereiten sich derweil recht offen auf neue Kriege vor. Zum designierten Außenminister wurde etwa ein Antony Blinken gewählt – laut Insidern war er es, der Biden im Jahr 2003 dazu riet, für den Irak-Krieg zu stimmen (bbc.com, 24.11.2020). Ein stolzes Drittel des Biden-Übergangsteams soll von der Waffenindustrie profitiert haben (inthesetimes.com, 11.11.2020).

Es überschreitet bald die Grenze vom simplen Zynismus der Macht zur offenen Verachtung der Untertanen, wenn die Tochter von Ernst Carl Julius Albrecht dem greisen Lügner Biden als »President-Elect« gratuliert (@vonderleyen, 23.11.2020). Die eine stand nicht auf dem Wahlzettel und floh vor ihren Skandalen nach Brüssel, wo sie via Hinterzimmer an die Macht kam – der andere wurde von Millionen von Geistern gewählt.

Während »der Sumpf« sich darauf vorbereitet, nach vier Jahren ohne neuen Angriffskrieg endlich wieder »losschlagen« zu dürfen (und während Trump nun noch Tausende Soldaten heimholt, worüber Journalisten spötteln, dass das doch nur »Kriegsgegner« begrüßen; spiegel.de, 24.11.2020), werden plötzlich immer neue Details zur China- und Russland-Verstrickung der Bidens bekannt (etwa im neuen Report des US-Senats, günstig am 18.11.2020 erschienen).

Wie fühlen wir uns dabei?

Gegen die Maschinerie

Jene Szene im Film Matrix sagt eine wichtige Warnung – doch der Rest der Trilogie transportiert emotional geschickt das Gegenteil dieser Warnung.

»Denke daran«, sagt Morpheus, »dass ich dir bloß die Wahrheit anbiete. Nichts mehr.«

Wir hören und sehen es als Zuschauer, doch im Rest der Trilogie sehen wir den Helden Neo, der sich mit der Wahrheit bewaffnet gegen die Maschinerie des Bösen auflehnt und sie niederringt, von innen sprengt – und dazwischen immer wieder ein klein wenig Glück findet.

Es ist eine Lüge – und wenn Ihnen »Lüge« zu harsch ist, dann: es ist nicht die einzige Möglichkeit.

»Redpilling«, also das Sehen und Akzeptieren der Welt, wie sie wirklich ist, gilt als erstrebenswert, als Wert an sich.

Was aber, wenn wir die Fakten sehen, doch umgeben sind von Menschen, deren Denken von Propaganda geformt und gelenkt wird?

Es gibt auch dafür einen Begriff, er hat wieder mit metaphorischen Pillen zu tun, und er bezieht sich auf die Dunkelheit, die man um sich verspürt, wenn man sich seiner Hilflosigkeit bewusst wird.

Der Begriff ist: »blackpilling«.

»Blackpilling« bedeutet, die »red pill« genommen zu haben – und dann zu erkennen, dass man nicht Neo ist, dass man nichts an der Sache ändern kann. Die Mächtigen sind nicht so beständig mächtig, weil sie dumm und unvorbereitet wären.

In innere Dunkelheit

»The artist’s job is not to succumb to despair but to find an antidote for the emptyness of existence«, sagt Gertrud Stein in Woody Allens Midnight in Paris; zu Deutsch etwa: »Die Aufgabe des Künstlers ist es, sich nicht der Verzweiflung zu ergeben, sondern ein Gegenmittel zu finden für die Leere unserer Existenz.«

Einige von uns sind schlicht nicht in der Lage, sich dazu zu bringen, die Lügen zu glauben, die uns von Staats- oder Konzernmedien als »Wahrheit des Tages« vorgeschrieben werden. Welche Möglichkeiten haben wir?

Wir können und wollen uns nicht wie Linke dazu bringen, die Lügen zu glauben, die Widersprüche zu leugnen, »Fünf« zu rufen, wenn es vier Finger sind, die hochgehalten werden.

Sollen wir also verzweifeln? Sollen wir verstummen? Sollen wir wie der treue Hund Hachikō neun Jahre lang jeden Tag am Bahnhof auf unser Herrchen warten, dass doch schon längst tot und begraben ist? Werden wir, wie das Wort »blackpilled« es nahelegt, in innere Dunkelheit versinken?

Durch den Lichtdreck der Stadt

Fußballfans, die am TV ihrer Mannschaft zujubeln, haben (bewusst oder unbewusst) das Gefühl, mit ihrem Gejohle »ihrer« Mannschaft zu helfen, und anschließend sagen sie »wir haben verdient gewonnen« oder natürlich »der Schiedsrichter hat uns beschummelt« – tatsächlich aber hat das Mitfiebern am TV genau keinen Einfluss auf den Ausgang des Spieles.

Wenn ich dieser Tage andeute, dass Donald J. Trump nach meiner Überzeugung die US-Wahl 2020 mit großem Vorsprung gewonnen hätte, aber durch »Fuggeleien« etwa bei den Briefwahlstimmen die Wähler und der Präsident betrogen wurden, und dass realistischerweise wohl »der Sumpf« gewinnen und das Zeitalter der Demokratie beendet sein wird, dann wirft man mir gelegentlich vor, warum ich denn nicht »weiterkämpfen« würde. – Pardon: Weder Ihr noch mein wütendes »Faustschütteln gen Himmel« wird etwas daran ändern, ob und wie viele Millionen Biden-Stimmen »nachgekippt« wurden, als die Auszähler am Wahlabend in Panik die Auszählung für einige Stunden anhielten.

Wir sehen die »Wahl« in Thüringen, die »Wahl« in Brüssel, die »Wahl« in den USA, und wir ahnen: Das »neue Normal« ist nicht demokratisch, da es nicht einmal politisch ist – das neue Normal ist digital.

Auf die »red pill«, den furchtlosen Blick auf die Wahrheit der Demokratie, folgt die »black pill«, die Einsicht in die Unabwendbarkeit des Endes.

Ich frage mich: was ist die »next pill«, die nächste Erkenntnis, die nächste Realität, die es offenen Auges zu sehen gilt?

Ich ahne: »nextpilled« ist die wahre »next pill«.

Wenn wir in den Himmel schauen, sehen wir nicht das Licht der Sterne, wie sie jetzt sind – jenes Licht durchquerte buchstäblich Lichtjahre, um in unser Auge zu gelangen, und ein guter Teil der Sterne, die wir nachts ganz romantisch betrachten (so wir sie überhaupt durch den Lichtdreck der Stadt und Musks Starlink-Satelliten hindurch sehen), sind in Wahrheit längst erloschen und kalt. – So ähnlich scheint es mir, wenn wir heute noch an Ideen hängen, die nur noch Märchen sind, welche den Kindern in der Schule erzählt werden, damit sie auch schön schlafen.

Manche sagen, die beste Antwort auf die »black pill« sei es, wie der Buddha all das loszulassen, an dem man anhaftete. Ich widerspreche nicht! Ich stimme zu und gehe einen Schritt weiter. »Next pill« bedeutet, aktiv auf das zuzugehen, was hiernach kommt. 

Es wird anders werden, anders als wir es uns heute vorstellen können, zumindest hier im Westen, wo wir mancher Entwicklung nun um Jahrzehnte hinterher hecheln.

»redpilled« bedeutet, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, wenn die Propaganda uns von allen Seiten mit Lüge zuschüttet.

»blackpilled« bedeutet, sich einzugestehen, dass wir nicht festhalten werden, was nur noch als wabernde Illusion existiert.

Ich beschließe »nextpilled«, zu sein: Ich will der Wahrheit ins Gesicht sehen. Ich gebe verloren, was verloren ist, denn das Leben ist endlich und unsere Zeit begrenzt. Ich will verstehen und früh sehen, was nach dieser Dunkelheit kommt. Ich will dem, was hiernach kommt, mit offenem Visier und frontal entgegengehen – und ich gestehe Ihnen gern: Es macht mir nervös. Ich habe etwas Angst. Doch es kribbelt auch in der Seele, und es kribbelt nicht nur ein wenig.

Mein Abschiedsschmerz wird weniger – ja, ich spüre Neugier und Kribbeln. Das wird doch nicht etwas wie Vorfreude sein?

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