02.06.2021

Wahrheit und Wahrscheinlichkeit

von Dushan Wegner, Lesezeit 7 Minuten, Foto von Aniele Castro
Menschen erkranken nach mRNA-Impfung an Herzmuskelentzündung, einige sterben. Die Herkunft des Virus aus einem Labor wird derweil immer plausibler. (Wie) können wir noch wissen, was »wahr« ist? Nach welchen Kriterien entscheiden Sie?
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Die Tage fühlen sich heute nicht an, wie wenn ein Zug jeden Morgen neu in den Bahnhof einer neuen Stadt einfahren würde. – Diese Tage fühlen sich an, wie wenn der Zug einfach durch alle Bahnhöfe durchfährt!

Wir halten nicht mehr! Wir blicken aus dem Fenster eines endlos fahrenden Zugs, die Tage rauschen an uns vorbei wie Kleinstadt-Bahnsteige am durchfahrenden Schnellzug, und wer aussteigen will, dem bleibt wenig anderes übrig als nach bester Schätzung und mit allem Mut aus dem fahrenden Zug zu springen – vorausgesetzt, es gelingt ihm, eine Tür oder ein Fenster einzuschlagen, das war ja früher in den D-Zügen einfacher! Ach, früher war so vieles einfacher.

Nein, den meisten von uns fehlt der Mut — oder schlicht die plausible Aussicht auf etwas, das sich bei einem Sprung aus dem fahrenden Zug als »Erfolg« verbuchen ließe. Wir lehnen uns seufzend zurück, und wir betrachten den alten Glanz und die neuen Dystopien, wie sie am Zug vorbei gezogen werden.

Dankesmails, Wuhan betreffend

Nach den heute vorliegenden Nachrichten erscheint es mir als »nicht irrational« – wie es für manche der sogenannten »Schwurbler« schon vor einem Jahr als rational erschien – davon auszugehen, dass das Virus (hoffentlich) durch einen Unfall (und nicht durch Absicht) im Rahmen der biologischen Experimente eines chinesischen Labors entstanden und entflohen ist – direkt oder indirekt mit-finanziert von den USA (treue Leser kennen dazu meinen Essay vom 29.5.2021: »Im Abgrund die Chimären«).

Dieser Tage machen E-Mails die mediale Runde, deren Implikationen selbst über manche wilde Verschwörungstheorien hinausgehen. Wir erfahren von Dankesmails an den »amerikanischen Drosten«, den US-Gesundheits-Strippenzieher Anthony Fauci, und zwar dafür, dass er angeblich ca. im April 2020 die Labor-Hypothese aktiv herunterspielte (so washingtonexaminer.com, 1.6.2021).

In einer veröffentlichten Dankesmail sagt Peter Daszak (u.a. mit WHO verbunden) explizit, dass er sich nach der Pandemie (»once this pandemic’s over«) persönlich (»in person«) bei Fauci bedanken will, und ihn wissen lassen will, wie wichtig ihnen allen (wer ist »us all«? China? WHO? das Labor-Personal?) Faucis Einsatz gegen die Labor-Ursprungs-Vermutungen waren (siehe redstate.com, 1.6.2021). Sie dürfen selbst schlussfolgern, wie diese Dankbarkeit sich wohl manifestieren wird.

Die E-Mails selbst wurden nach US-Gesetzen (»Freedom of Information Act«) auf Anfrage von Buzzfeed hin freigegeben; sie sind bei documentcloud.org zu lesen. (Wäre eine solche Transparenz eigentlich auch im Berliner Sumpf möglich? Die USA werden eine Weile noch ein durchaus schillerndes Gebilde bleiben.)

Die Wissenschafts-Blogger von Sciencefiles haben sich die Mühe gemacht, die E-Mails zu analysieren – siehe sciencefiles.org, 2.6.2021!  – und auf viele sachliche Detail-Informationen folgt ein hartes Fazit: »Es wird gelogen, betrogen, getäuscht und vor allem wird, ohne mit der Wimper zu zucken, eine Pandemie in Kauf genommen und mit dem Leben von Menschen gespielt. Und die Trottel in den Redaktionen der Faktenchecker, sie versuchen diesen Sumpf aus Korruption und Lügen vor Entdeckung zu bewahren …«

Es ist keine »Verschwörungstheorie«, dass die sogenannte »Impfung« (tatsächlich eine Injektion von mRNA zur Reprogrammierung menschlicher Zellen), eher ein großangelegtes Menschenexperiment ist, und dazu eines der größten Experimente der Menschheitsgeschichte – allerdings ist jede politische Entscheidung gewissermaßen ein »Menschenexperiment«.

Bereits jetzt sind am Experiment »Covid-Impfung« Menschen gestorben – und es bleibt zu hoffen, dass nicht so viele Menschen leiden und sterben werden wie etwa am »Menschenexperiment Kommunismus«. (Jüngst pries der deutsche Staatsfunk etwa den Chinesen Mao – »Mao hatte echten Weitblick«, welt.de, 28.5.2021 – an seinen »Experimenten« und der daraus folgenden Hungersnot verhungerten je nach Schätzung zwischen 15 und 55 Millionen Menschen; siehe Wikipedia.)

Aus erfolgreich impffreudigen Ländern wie Israel werden inzwischen statistisch erfasste »Nebenwirkungen« der mRNA-Injektion gemeldet, etwa Herzmuskelentzündungen bei 1 von 3.000 bis 6.000 männlichen Injizierten im Alter von 16 bis 24 Jahren (sciencemag.com, 1.6.2021). Oder: Aus Norwegen wird ganz offen berichtet, dass die Pfizer-BioNTech-Injektion für Todesfälle unter geimpften Senioren verantwortlich sein könnte (so bmj.com, 27.5.2021). Ein Zyniker könnte es einen Erfolg nennen: Tote bekommen kein Covid, und Rente kassieren sie auch nicht mehr. Ein Optimist wird darauf hinweisen, dass es aktuell »nur« um etwa 10 vermutete Fälle von 30.000 geimpften Senioren geht. Ein Realist wird abwarten wollen, von wieviel Impftoten wir in etwa einem Monat reden.

Eine aktuelle Ad-Hoc-Theorie mutmaßt, dass die mRNA-Injektion das gesamte Immunsystem anregt, welches in einigen Fällen dann eben »überdreht« und den Herzmuskel angreift. (Ob das eine der befürchteten »Autoimmun-Erkrankungen« durch die Impfung selbst ist – und Myocarditis kann als Autoimmun-Reaktion entstehen, siehe ncbi.nlm.nih.gov, 20.3.2020 – das erscheint mir heute bald zuerst ein politischer Kampf um Begrifflichkeiten zu sein.)

Wir schauen aus dem in modernen Zügen wohlweislich versiegelten Zugfenster, dessen einst lüftende Eigenschaft von der stickigen Lüftungsanlage ersetzt wurde. – Wir studieren die vorbeihuschende Kulturlandschaft. – Wir gewinnen heute (mindestens/ hoffentlich/ zum Beispiel) zwei Erkenntnisse zur klugen Reaktion auf die vorübereilende Zeit; die eine hat mit Wahrheit zu tun, die andere mit Wahrscheinlichkeit.

Von der Wahrheit

Wir lasen jüngst (siehe »Die Verschwörungsleugner«), dass Facebook es nun »erlaubt«, auf deren Plattform zu sagen, dass das Virus menschengemacht sein und aus Wuhan stammen könnte. Daraus folgt aber, dass es die ganze Zeit über wahr gewesen sein könnte, aber dass sogenannte »Faktenchecker« mit jeweils spannenden Geldquellen und Interessenlagen es als Wahrheit »verbieten« ließen. Einige, die sich heute »Faktenchecker« nennen, wirken mehr wie Söldner und bezahlte Lügner, die im Auftrag von schattigen Geldgebern störende Wahrheiten verstecken sollen.

Aktuell hören wir etwa vom Fall des Luigi Warren, dem auf Twitter zu tweeten verboten wurde, dass mRNA-Geimpfte durchaus Spikes weitergeben könnten, weil es nicht der Twitter-Version von »Wahrheit« entspricht (siehe @KtmAndi1, 30.5.2021) – eine schnelle Suche bei Google Scholar nach »Luigi Warren« ergibt übrigens, dass Warren einer der wichtigsten mRNA-Forscher ist und dazu Erfinder der mRNA-Technologie, auf welcher die Moderna-Impfung aufbaut (so etwa usatoday.com, 26.1.2021).

Eine wichtige Erkenntnis ist heute, dass die von Plattformen wie Facebook und Twitter »erlaubte Wahrheit«, definiert von undurchsichtigen »Faktencheckern« mit schattigen Geldquellen, eine blanke Lüge sein kann, im direkten, krassen und potentiell tödlichen Widerspruch zur Wahrheit.

Der Tag könnte kommen, an dem Tausende oder Millionen von Menschen sterben, weil ein sogenannter »Faktenchecker«, von Konzernen oder milliardenschweren Akteuren finanziert, eine politisch störende Wahrheit verbieten lässt.

Anders als von der Propaganda dargestellt, sind die Impfgegner keinesfalls allesamt esoterische Spinner (oder zynische Protest-Geschäftemacher). Die erwähnten Blogger von Sciencefiles übersetzen und erklären Aussagen traditionell renommierter Wissenschafter, die in sehr deutlichen Worten vor der mRNA-Injektion warnen, siehe etwa deren Beiträge vom 7.5.2021, vom 28.5.2021 und vom 31.5.20221.

Welchen Begriff von »Wahrheit« hätten Sie nun also gern?

Da wäre zum einen die »Wahrheit« als schlicht das, was die Autoritäten eine solche nennen, auch entgegen der offenkundigen Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnis (im Fall des Zusammenlebens der Kulturen gilt ein solcher Wahrheitsbegriff ja schon länger – wir nennen die entsprechenden Lügenwahrheiten die »politische Korrektheit«).

Und da wäre zum anderen die » Wahrheit« als bestmögliche Beschreibung dessen, was tatsächlich sich zu ereignen scheint. Die Wahl zwischen den »Wahrheiten«, seien wir ehrlich, ist nicht immer einfach, da die »falsche« Wahrheit zu glauben nicht nur im Mittelalter reichlich gefährlich sein konnte.

Von der Wahrscheinlichkeit

Unsere zweite Erkenntnis aber heute hat mit Wahrscheinlichkeit zu tun, aber auch mit dem Handeln, das sich aus der erkannten Wahrscheinlichkeit ergibt.

»Selbst denken« bedeutet nicht mehr »nur«, Fakten selbst zu prüfen und Argumente auf Stichhaltigkeit abzuklopfen, sondern auch die Angst vor der Wahrscheinlichkeitsrechnung in eigener Sache abzulegen.

Als wie wahrscheinlich schätzen Sie es dieser Tage ein, sich mit dieser oder jener Seuche anzustecken? Wie wahrscheinlich ist es Ihrer Schätzung nach, Schäden durch die Impfung selbst davon zu tragen? Welches der Risiken sind Sie eher einzugehen bereit?

(Bezüglich der »Impfung« helfen Staatsfunk und Konzernmedien ja wenig, die verbreiten die »Propaganda des Tages«. Zum Glück gibt es freie Medien, wie etwa tichyseinblick.de, 2.6.2021, die realitätsbasierte Entscheidungshilfen liefern.)

Ich entdecke an mir selbst eine Eigenschaft, die nicht in die neue Zeit passt – es ist mein Wunsch nach externer Planungssicherheit.

Auch ich muss mir eingestehen, muss es verdauen und verinnerlichen: Es gibt keine echte Planungssicherheit, wenn der Begriff von Wahrheit selbst unsicher ist.

Sicher, es gibt die Menschen, die sich aus emotionalen Gründen für diesen oder jenen Weg entscheiden, und dann rationalisieren, dies sei der einzig wahre Weg gewesen. Sprich: Man entscheidet mit dem Gefühl, und vergewissert sich dann mit dem Verstand. – Ich halte heute aber die umgekehrte Abfolge der eingesetzten mentalen Werkzeuge für klüger!

Etwa so: Entscheidet nicht erst mit dem Gefühl und rationalisiert dann mit dem Verstand! Entscheidet zuerst mit eurem Verstand aufgrund der euch vorliegenden Informationen und geschätzten Wahrscheinlichkeiten – und dann erlaubt eurem Gefühl, euch zu sagen: »Es war die richtige Entscheidung, denn ich traf sie nach den mir vorliegenden Informationen und nach bestmöglicher Abschätzung der Wahrscheinlichkeit, und sie war auch dann eine gute Entscheidung, wenn ich falsch gelegen haben sollte.« – Wie sonst als nach seinem Verstand und nach vorliegenden Informationen – gerade in Zeiten lügender Autoritäten – sollte man denn entscheiden?

Es gibt sie nicht – es gibt sie nicht mehr. Und wenn es sie heute nicht mehr gibt, gab es sie logischerweise noch nie (wirklich). Planungssicherheit war immer eine Illusion.

Ich schaue aus dem Fenster dieses Zuges. Ich bin nicht mehr sicher, ob es Morgen oder Mittag oder eine ganz andere Tageszeit ist. Auf jeden Fall ist es nicht Nacht, denn dafür ist es noch zu hell.

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