Dushan-Wegner

22.08.2023

Der Kaiser trägt ein Damenkleid

von Dushan Wegner, Lesezeit 6 Minuten, Bild: »Absurdes Glauben«
Das Selbstbestimmungsgesetz soll »2 + 2 = 5« zum Gesetz machen. Keine Politiker glaubt das ja selbst. Es geht um totale Unterwerfung des Geistes. Die Leute sollen sich darin üben, offensichtliche Unwahrheiten zu glauben.
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Sie sind wohl wieder da, die Zeiten, in denen es zum Gesetz wird, öffentlich zu bekennen, wovon doch jeder Einzelne weiß, dass es Unsinn ist.

Die Regierung unter Kanzler Erinnerungslücke plant, den Staat zum Zirkus und sein Personal zu Clowns zu machen: Diese Woche soll tatsächlich im Kabinett beschlossen werden, dass sinngemäß kein materieller Unterschied zwischen Männern und Frauen existiert und jeder sich bei den Behörden zu allem erklären kann (queer.de, 20.8.2023).

Schwuppdiwupp

Ich erwähnte es etwa im Essay vom 6.7.2023. Der hieß »Abstieg und Ablenkung«. Die These lautete: Deutschland steigt ab, und die Regierung handelt, als wolle sie das, doch die Bürger werden mit irrationalen Aufregerthemen abgelenkt.

Im Essay vom 9.4.2023 beschrieb ich den Wahnsinn des Vorhabens: Indem sich nun jeder Mann nach Belieben zur »Frau« ummelden kann, wird de facto jegliche Frauenförderung abgewickelt. Wer auf eine Quotenstelle abzielt, kann sich einfach schwuppdiwupp zur Frau ummelden, und wer ihn dann nicht anstellt, ist damit quasi ein transphober Faschist.

Eine Mutter, die einige Kinder großzog – vielleicht sogar allein – und sich danach tatsächlich via Quotenregel auf einen Job bewirbt, kann leicht ausgebootet werden von einem Herrn, der mit 52 Lebensjahren ein Kleid anzieht (oder nicht einmal das) und sich beim Amt zur Frau erklärt.

Doch es geht nicht »nur« um Quotenstellen.

Wenn man davon ausgeht …

Es wäre absurd – und es soll vermutlich auch absurd und frustrierend sein –, die moralische, faktische oder auch nur begriffliche Begründung dieser Gesetze zu debattieren. Wenn man davon ausgeht, dass die Politiker hinter dem »Selbstbestimmungsgesetz« rational handeln, wäre nur ein Ziel ihrer Handlungen erkennbar: die westliche Gesellschaft weiter zu schwächen und dabei viel menschliches Leid in Kauf zu nehmen. (Cui bono?)

Schon jetzt wird es in Teilen der Welt das »neue Normal«, dass sich männliche sexuelle Straftäter vor Antritt ihrer Gefängnisstrafe zu »Frauen« erklären können, um dann mit Frauen eingesperrt zu werden (siehe die vielen Links bei  fairplayforwomen.com). Die Folgen sind exakt die, die ein Mensch mit einem Minimum an Verstand und intellektueller Redlichkeit erwarten würde.

Grüne gegen (fast) alles

Das Selbstbestimmungsgesetz wurde von der umstrittenen Familienministerin Lisa Paus vorbereitet.

Das Familienministerium dient in Deutschland seit Jahrzehnten als Quasi-Propagandaministerium, das sich unverhohlen Orwells »1984« zum Vorbild nimmt. Ich notierte es bereits im Essay »George Orwell 2016 ›Ministerium für Liebe‹«.

Es fährt das orwellsch-gegenteilig und denkbar zynisch benannte Programm »Demokratie leben!«, das mit Hunderten Millionen Euro gegen regierungskritische Abweichler und Oppositionelle agitiert (siehe Essay »1,1 Milliarden Euro – willkommen im Propagandastaat« vom 27.11.2020).

Aktuell steht eine Politikerin aus der Partei mit dem früheren Pädophilie-Problem an der Spitze des Quasi-Propagandaministeriums. Und die Grünen kämpfen nicht nur gegen Hausbesitzer, Steuerzahler, Arbeitgeber, gegen Wälder und gegen Deutschland insgesamt, sie kämpfen auch für etwas: Die Grünen kämpfen dafür, dass Männer in Mädchen-Toiletten und Frauen-Saunas eindringen dürfen, wenn sie sich zuvor amtlich zur »Frau« machen lassen. Laut Justizministerium betrifft das Selbstbestimmungsgesetz nicht Toiletten oder Sportanlagen, doch das ist nah an der Lüge: Wenn ein Mann legal als Frau gilt, kann er sich via »Gleichbehandlungsgesetz« den Zugang zu Umkleiden oder Toiletten erzwingen.

Bereits jetzt zeigen es die ersten »Transfrauen« bei den Behörden an, wenn sie nicht in Frauentoiletten vorgelassen werden; siehe emma.de. Der »Queer-Beauftragte« (ja, so etwas gibt es) der Bundesregierung findet auch weiterhin, es verstoße gegen das »Diskriminierungsverbot«, penistragende Männer generell aus der Frauen-Sauna auszuschließen, wenn diese sich als Frauen »identifizieren« (tagesspiegel.de, 10.6.2023). (Müssen wir extra dazu sagen, dass Herr Lehmann ein Grüner ist, Politikwissenschaft studierte und laut Wikipedia nie außerhalb der Grünen-Politik arbeitete?)

Plötzlich rational

Es ist eine Regel der Welt, dass in der Sache falsche oder begrifflich widersinnige Annahmen zu moralisch falschen Konsequenzen führen, sprich: zu Leid, Verbrechen, Zerstörung.

Der Regierung ist es vollständig gleichgültig, wenn absurde Gesetze zu Leid bei ehrlichen Bürgern führen. Sind allerdings »höhere« Interessen und Anliegen betroffen, werden manchmal selbst linke Politiker plötzlich rational, wie ein Betrunkener, der im Schock abrupt nüchtern wird. (Damit legen die Politiker dann aber nahe, dass sie nicht wirklich irre sind, sondern nur so tun, als ob. (Und wieder: Cui bono?)

Sollte für Deutschland der Verteidigungsfall eintreten, dürfen Männer sich nicht plötzlich nach dem neuen Quatschgesetz zu Frauen ummelden.

Auch Politikern ist bewusst, dass Männer und Frauen nicht dasselbe sind – sie tun nur so, weil dies die Gesellschaft schwächt (und vermutlich, weil bestimmte US-Investoren es so verlangen).

Politiker erkennen allerdings auch, dass es Kriminellen durch die einfache Ummeldung einfach gemacht werden könnte, ihre Identität zu wechseln und sich so der Strafverfolgung zu entziehen. Aus Paul wird Paula und schon läuft die Fahndung ins Leere.

Um das zu verhindern, sieht man jetzt also vor (siehe etwa augsburger-allgemeine.de, 22.8.2023), dass die Veränderung des Eintrags automatisch von der Meldebehörde ans Bundeskriminalamt, an die Bundespolizei, ans BAMF und an den Verfassungsschutz gemeldet wird.

Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Du kannst dein Geschlecht umtragen lassen – und bist damit automatisch so ziemlich allen Sicherheitsbehörden in Deutschland namentlich bekannt.

Doch das ist nur Beifang. Der eigentliche Effekt ist ein anderer. Das Selbstbestimmungsgesetz soll »2 + 2 = 5« zum Gesetz machen. Kein Politiker glaubt das ja selbst, keiner wird seine kleinen Töchter auf Toiletten gehen lassen, in denen auch 50-jährige bärtige »Bio-Männer«. Es geht ums Brechen des kollektiven Verstandes. Es geht um totale Unterwerfung des Geistes. Die Leute sollen sich darin üben, offensichtliche Unwahrheiten zu glauben. Wir sollen das perfekte Material der schönen neuen Welt werden.

Wir können nur vermuten, was die Betreiber dieses Irrsinns wirklich vorhaben. Doch die Konsequenzen könnten kaum absurder und gefährlicher sein.

Kaiser doch nicht nackt

Würde die Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern heute geschrieben, trüge der Kaiser wohl durchaus ein Kleid, nämlich ein Damenkleid. Alle müssten ihn als »Kaiserin« anreden! Wer es anders täte, käme wegen Verstoßes gegen das »Offenbarungsverbot« vor Gericht (ja, das ist ernst: siehe bmj.de).

In einem gewissen Sinn ist das »Selbstbestimmungsgesetz« auch sozialistisch: Der Sozialismus geht von gründlich falschen Annahmen bezüglich der menschlichen Natur aus (und privat weiß das jeder »Sozialist«). Er versucht diese grundfalschen Annahmen mit Gewalt durchzusetzen – das kann und wird zuverlässig zu Leid und Chaos führen.

Doch zusätzlich zu dem Leid und Chaos, das die Regierungen Merkel und Scholz verursachen, zusätzlich zum »legalen Unrecht« an Deutschland, ärgert mich ein weiterer, bisweilen gerade wegen der Aufregung übersehener Punkt: Wie viel Zeit und Möglichkeiten vergeuden wir?!

Anderswo wird gerade der Sprung künstlicher Intelligenz von spezialisierten Sprachmodellen zur »Artificial General Intelligence« vorbereitet – und unsere Minister und Parteichefs tun sich schwer damit, kohärente Sätze zu sprechen oder Männlein und Weiblein zu unterscheiden.

Jeder Tag, an dem wir uns mit dem linken Irrsinn beschäftigen, ist eine vergebene Chance!

In Ruhe

Deutschland vergeudet Zeit und Chancen – Tag um Tag, Jahr um Jahr und nun bald: Jahrzehnt um Jahrzehnt.

Zur Kunst des aufrechten Gangs gehört heute für den Einzelnen, die Gefahren der Regierungspolitik einzuschätzen und persönlich einzuhegen – und sie dann doch ein Stück weit zu ignorieren.

Lass die da oben tun, was deren US-Investoren oder sonst wer von ihnen verlangen, doch schaffe dir den Raum, dein Leben selbst zu leben, deinen eigenen Gedanken in Ruhe nachzuhängen.

»Carpe diem«, so mahnen die Weisen alter Zeiten, und es ist gerade heute wichtig: Jeder Tag kommt nur einmal, auch dieser – nutze ihn!

Weiterschreiben, Wegner!

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