06.05.2022

Nebenwirkungen, von oben tropfend

von Dushan Wegner, Lesezeit 5 Minuten, Foto von Sonika Agarwal
Vor einem Jahr hörte man noch, die Nebenwirkungen nach diesen mRNA-Impfungen wären größtenteils eingebildet, und »Schwurbler« würden bald blöd dastehen. – Jetzt hofft man, dass Blutwäsche den Impfopfern helfen kann.
water droplets on glass panel
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Wir kennen es aus Filmen: Wasser tropft von oben. Regen kann es nicht sein, denn die Szene spielt im Zimmer. Der Held schaut nach oben, an die Zimmerdecke, und er begreift sofort.

Nur selten sehen wir den Gegenschnitt mit der nassen Decke. Es bleibt unserer Vorstellung überlassen. Die Studios, in denen Filme gedreht werden, haben da oben keine Decke, sondern Lampen und Gerüste.

Der Protagonist aber schaut nach oben, und er weiß sofort Bescheid, und wir ahnen, was er sieht – besonders wenn zuvor das Einlassen eines Bades erwähnt wurde.

Schnitt. Der Protagonist rennt die Treppe hinauf.

Schnitt. Der Protagonist steht vor der übervollen Badewanne. Er steht knöcheltief im Wasser, welches aus der Badewanne auf den Boden läuft. (Wir fragen uns, was das für Böden sind, durch welche schon nach Minuten das Wasser tropft …)

Der Protagonist lehnt sich vor und schließt den Wasserhahn.

Je nach Filmgenre kann es sein, dass in der vollen Badewanne eine Leiche liegt (wenn die Venen offen sind, also offenbar ein Suizid vorliegt, dann ist es auch ein kultureller Widerhall des Endes von Seneca; wenn die Todesursache ungeklärt scheint, denkt mancher Deutsche an den Fall Barschel).

Schnitt, nächste Szene.

Tropf, Tropf …

Die Meldungen von richtig vielen und richtig gefährlichen Nebenwirkungen der mRNA-Injektionen werden mehr.

Als ließe sich das überlaufende Wasser einer gewissen Badewanne nicht mehr zurückhalten, liest man heute sogar im Staatsfunk von Bedenken, dass die mRNA-Injektion zu viel mehr und viel gefährlicheren Nebenwirkungen führte als lange zugegeben wurde.

Der MDR schreibt, sich dabei auf einen Charité-Forscher (und also Drosten-Kollegen) namens Harald Matthes berufend: »Die Zahl schwerer Komplikationen nach Impfungen gegen Sars-CoV-2 ist 40 Mal höher, als durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang erfasst wurde.« (mdr.de, 3.5.2022)

Die Rede ist aktuell von »nur« 8 schweren Fällen pro Tausend Geimpfter. Allerdings berichtet der Professor auch, dass er täglich viele Zuschriften von Patienten erhält, die ihn darauf hinweisen, dass oft Nebenwirkungen nicht gemeldet werden.

Es deckt sich mit Leserberichten. Im Essay »Vom Bestätigungsfehler« beschrieb ich die von Lesern tatsächlich erlebte logische Schleife von Impfärzten so: »Wie kommen Sie darauf, dass die Symptome mit der Impfung zusammenhängen?! Nee, das nehme ich jetzt nicht auf. Was ein Schmarrn! Wenn die Impfung solche Nebenwirkungen hätte, dann wäre es doch von Ärzten gemeldet worden!«

Über Namen soll man ja nicht scherzen, doch wenn das Paul-Ehrlich-Institut nur von 0,2 Meldungen pro Tausend mRNA-Injektionen berichtet, also einem Vierzigstel so viel, dann fragt man sich schon, wie ehrlich das Verfahren ist, das diese Zahl ergibt.

Immerhin gibt man inzwischen zu, dass die mRNA-Injektionen durchaus Nebenwirkungen ergeben. Der Staatsfunk-Text des MDR erwähnt sogar, dass die bei den Impfungen gegen Polio oder Masern auftretende Zahl »schwerer Nebenwirkungen deutlich geringer« sei. Man könnte kritisieren, dass klassische Impfungen mit der Umprogrammierung der Körperzellen gleichgesetzt werden, was manipulative Propagandasprache ist. Und man könnte anmerken, dass Todesfälle als schwerste der schweren »Nebenwirkungen« gar nicht erwähnt werden. Und doch: Immerhin gibt der Staatsfunk des deutschen Propagandastaates zu, dass es Nebenwirkungen gibt. Man kann nur mutmaßen, was da noch an unbequemen Wahrheiten brodelt.

Im Juni 2021, im Essay »Wahrheit und Wahrscheinlichkeit«, schrieb ich von den »Autoimmun-Erkrankungen«, welche als Folge der Impfungen befürchtet werden.

Wie gut, dass die Medizin-Industrie auch dafür eine Therapie parat hat: Man wäscht das Blut.

Der Staatsfunk erklärt lapidar: »Sobald die Diagnose klar ist, gehe es darum, die überschüssigen Antikörper durch medikamentöse Immununterdrückung oder durch eine spezielle Blutwäsche aus dem Blut zu entfernen.«

Ein Zyniker würde sagen: »Ich hoffe mal, dass die Bratwurst, die du für die Teilnahme an diesem Experiment bekommen hast (siehe Essay vom 31.7.2021), diese Folgen wert war! Das muss wirklich eine verflucht leckere Bratwurst gewesen sein.«

… Platsch!

Mir klingt es noch in den Ohren, wie stramme Gerngehorsame abschätzig ausspuckten: »Die Meldungen von Nebenwirkungen sind alles nur eingebildet. In einem Jahr stehen die doof da.«

Ja, auch in dieser Angelegenheit hätten wir wieder mal weniger richtig gelegen. »Ich bin wahrlich nicht wie Jona in der Bibel«, so schrieb ich 2020. Jener zog sich beleidigt untern Strauch zurück, als seine Vorhersagen nicht eintraten.

Wir aber sagen: »Oh nee, nicht noch eine unserer sogenannten ›Verschwörungstheorien‹, die sich bestätigte!«

Es tropft und tropft und tropft.

Man fragt sich, wann es »Platsch!« macht – und wie dieses »Platsch« aussieht.

Es tropft durch die Decke. Wir hören von Leuten, dass ihre Angehörigen in der Wanne liegen – bildlich gesprochen. Und wir fragen uns, wer es war, der das Wasser anließ, wer das Wasser nicht wahrhaben wollte – und ob man irgendwen davon jemals zur Verantwortung ziehen wird. (Was ist eigentlich aus den Masken-Geschäfte-Machern im Bundestag geworden?)

Vielleicht wird die EU ja dabei helfen, all das aufzuklären, was in den letzten beiden Jahren alles passierte. Sicher, es hilft nicht unserem Vertrauen auf die Selbstreinigungskräfte der Politik, dass Frau von der Leyen ihre Privatnachrichten mit dem Pfizer-Boss löschte (dw.com, 28.1.2022). Auf der anderen Seite kann vielleicht ihr Gatte Heiko von der Leyen bei der Aufarbeitung helfen; er hat ja gewiss Einblick in die moderne Pharmaindustrie, aktuell als medizinischer Direktor der auf Gen- und Zelltherapien spezialisierten Pharmafirma »Orgenesis« (orgenesis.com/team, Stand 6.5.2022).

Es könnte auch an uns selbst liegen. An uns als Einzelnen und vor allem an uns als Gesellschaft. Ich weiß nicht, ob die mRNA-Opfer in der Gesellschaft so sichtbar sein werden wie einst die Contergan-Opfer. Zu viele, viel zu viele Leser berichten von Fällen in ihrer Umgebung, wo Menschen »sportlich, fit, kurz nach Booster verstorben« sind.

Solange wir nicht vergessen, dass es Leute gab, die wider besseres Wissen dies alles geschehen ließen – oder die sogar daran profitierten! – solange besteht zumindest die Möglichkeit, dass ein gerechterer Rechtsstaat sie zur Verantwortung zieht.

Anfang dieses Jahres schrieb ich den Essay »Vergeben, Vergessen, Vorsicht«. – Ja, es könnte in der Zukunft wichtig werden, zu vergeben und weiterzuleben, für die Gesellschaft wie auch für den Einzelnen. Für jetzt schlage ich aber vor, extra genau hinzuschauen und eben nicht zu vergessen.

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