4.1.2021

Schlittenfahren ohne Impfung

von Dushan Wegner, Lesezeit 6 Minuten, Foto von Igor Cancarevic
Man kann sich in der unseligen Merkel-Ära auf eines verlassen: Merkel wird tun, was schlecht fürs Land ist. Immer. Ausnahmslos. Der Staatsfunk preist Merkel, jubelt ihr Versagen schön. Ich verstehe jeden, der sagt: »Habt mich gern, ich geh Schlittenfahren!«
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Nein, wir haben nicht übertrieben – eher »untertrieben«. Ist »untertrieben« überhaupt ein Wort? »Vertrieben« kenne ich als Wort, so wie die Vertriebenen, für die sich Erika Steinbach einsetzte, aber gibt es auch untertrieben? Sicher, manche Entscheidung, dieser Tage, gilt ja als angstgetrieben. Einige Mitbürger wirken, als wären sie von Dämonen besessen, und Dämonen gehören doch eigentlich ausgetrieben. Auch die meisten Journalisten wirken heute mehr so wie ein zentral gesteuerter Propaganda-Roboter, und die sind ja batteriebetrieben. Die an kriminelle Dummheit grenzende deutsche Politik wiederum setzt vielen Bürgern auch ökonomisch zu, und da vor allem den Familienbetrieben. Und wir alle kennen die gute deutsche Redeweise, eine Type sei durchtrieben – und wo wir von durchtriebenen Typen reden, wären wir natürlich beim Stichwort für die Meldungen des Tages angelangt.

Deutschland befindet sich zu Beginn des Jahres 2021 in dem Zustand, den wir auch aus anderen Propagandastaaten kennen – es existieren zwei Realitäten: In der »offiziellen« Realität ist Boris Johnson schlimm böse (weil er die Freiheit des ihm anvertrauten Landes will), Donald Trump ganz doll schlimm böse (weil er das Beste des ihm anvertrauten Landes wollte), und auch Benjamin Netanyahu ist doll böse (weil er … – muss man es erklären?), aber Merkel ist von allen Tadeln frei und sie zu kritisieren gilt als Frevel, der den Verstoß aus der Gesellschaft nach sich zieht. In der anderen Realität, die Frevler die reale Realität nennen könnten, verhalten sich nicht selten nicht unwichtige Dinge exakt gegenteilig.

Der jeder Trump-Liebhaberei (und manch anderer Eigenschaften) gänzlich unverdächtige Karl Lauterbach, stellt aktuell geradezu wütend fest, dass »Trumps Berater« (@Karl_Lauterbach, 3.1.2021) schon im Sommer massiv Impfstoff geordert hatten – während Merkel auch diese Gelegenheit nutzte, um mehr Macht an die EU-Bürokratie und Frau »Dr.« von der Leyen abzugeben, wieder einmal eiskalt weiteren massiven Schaden für Deutschland in Kauf nehmend. »EU erwarb 300 Millionen Dosen – die USA doppelt so viele« (merkur .de, 3.1.2021). Deutschland verpflichtete sich selbst, warum auch immer, das »Verhandlungsmandat« um den Impfstoff auf die EU zu übertragen (bild.de, 4.1.2021: »So bremste Merkel den Impfstoff-Kauf aus«). Sogar spiegel. de, 3.1.2021 stellt fest: »Die Pandemie wütet in Europa – doch die EU hat den rettenden Impfstoff zu zögerlich bestellt.«

Ihr Lieblingsessayist fragte hypothetisch in seinem Essay vom 2.1.2021: »Wenn der Amtseid einklagbar wäre, für wie lange säße Merkel im Knast?« – Nun, nicht nur bissige Zyniker stellen heute fest, dass es doch nicht das Wohl der EU ist, auf das diese Gestalten ihren Amtseid schworen. Prof. Dr. Ralf Höcker stellt kühl fest: »Der Kanzleramtseid lautet nicht: »Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle der in der Europäischen Union Lebenden widmen, ihren Nutzen mehren, Schaden von ihnen wenden werde«.« (@Ralf_Hoecker, 3.1.2021)

Eine Kanzlerin, welche die Verantwortung für das Land an eine für ihre geradezu clowneske Unfähigkeit bekannte Bürokratie delegiert – eine Bürokratie unter der fragwürdigen Leitung einer Plagiat-Doktorin (die ihren Titel behalten durfte, oh Wunder!; siehe zeit.de, 9.3.2016), die in Deutschland vor allem dafür bekannt ist, Chaos zu hinterlassen, eine solche Kanzlerin sollte auf Elba und nicht im Berliner Kanzleramt weilen.

Es ist ja nicht so, dass Deutschland gar nichts in Sachen Corona tun würde. Die deutsche Polizei geht Streife auf Ski- und Schlittenpisten, in Mannschaftsstärke (Fotos davon: bild.de, 3.1.2021) – wenn du mit deinen Kindern zum Schlittenfahren gehst, und die Polizei verhaftet deinen Schlitten, dann weißt du, dass du im Land der Merkelhelfer lebst. Man fragt sich, ob es wirklich der Kinderschlitten ist, der verhaftet gehört.

Der Journalist Robin Alexander (und hier meinen wir das Wort »Journalist« im guten, einstigen Sinn, nicht in der modernen Bedeutung als Schimpf- und Fluchwort) wurde weit über die Leserschaft seiner Zeitung »Die Welt« hinaus bekannt, indem er ein Buch über die Ereignisse des Unrechtsjahres 2015 mit »Die Getriebenen« betitelte. Es wurde später sogar vom Staatsfunk verfilmt; siehe daserste.de, und spätestens dann sollten wir uns fragen, ob der Terminus »Die Getriebenen« die Verantwortlichen von ihrer Verantwortung befreit (nicht aber von ihren Einkommensquellen und ihren Karriereaussichten).

Merkel und ihre Helfer wirken mir nicht wie »Getriebene« – diese Gestalten lassen mich eher an »Triebtäter« denken, im Sinne von: Einer, der von einem inneren Trieb zu seinen Taten getrieben ist, und zwecks Befriedigung seines Triebs das Leid seiner Opfer in Kauf nimmt.

Jedes, ausnahmslos jedes der großen Themen der Merkel-Herrschaft wirkt, als würde die »Jungkommunistin« nach dem einem Weg suchen, wie sie Deutschland und den Deutschen den größtmöglichen Schaden zufügen kann. Einst wäre solches Reden nur eine Sache der zugespitzten Glossen wütender Essayisten gewesen – heute ist es eine adäquate Beschreibung des Tagesgeschehens.

Wir haben nicht übertrieben – wir haben untertrieben. In einer selbst fürs Merkelsystem zynischen Durchtriebenheit unterschrieb die deutsche Regierung zwischen den Jahren 2020/2021 im medialen Schatten der von den Behörden verhängten Lockdown-Maßnahmen einen Deal mit China, der selbst in Publikationen des Springer-Konzerns so schlicht wie richtig kommentiert wird: »China steigt auf, Europa steigt ab« (welt.de, 1.1.2021) – der Geist des Investitionsabkommens ist: China erhält Rechtssicherheit beim Aufkaufen von Europa – deutsche Unternehmen in China dagegen brauchen lokale Partner und müssen Technologie offenlegen, um selbst durch ihre Investitionen die Macht Chinas zu stärken.

Deutschlands Gegner (und, ja, Feinde) brauchen keine Armeen und keine Panzer, ja nicht einmal Hacker  – Merkels Politik verrichtet das Werk von Deutschlands Gegnern effektiver, als eine feindliche Macht es sich träumen lassen könnte.

»Bund und Länder«, so lesen wir aktuell, »sind sich einig: Lockdown soll bis 31. Januar verlängert werden«. (bild.de, 4.1.2021) – der Grund ist offensichtlich: Das Merkel-Land hat, wieder einmal, versagt – und der Schaden wird riesig sein. (Der Staatsfunk dreht derzeit mit der Propaganda so richtig auf, seine hochbezahlten Sprechroboter preisen die Kanzlerin kreischender als die Jahrmarktsbetreiber ihre Karusselle einst anpriesen, damals, als Jahrmärkte noch erlaubt waren.)

Wir, die wir »Merkel muss weg!« riefen, lagen richtig, als wirklich alle Journalisten noch »Danke Mutti!« riefen. Wir, die wir richtig lagen, als wir fragten, ob eine drohende Seuche nicht kurz mal wichtiger sein könnte als die politische korrekte Aufregung des Tages (Essay vom 12.3.2020). Wir, deren Warnungen vor dem Virus erst als »Verschwörungstheorie« abgetan wurden – und deren Warnungen vor der Selbstermächtigung der Regierenden im Kampf gegen das Virus dann ebenso; wir, denen die Realität immer wieder »Wasser auf die Mühlen« ist, sind es leid, wieder und wieder erst beschimpft und verunglimpft zu werden, nur um dann wieder einmal richtig gelegen zu haben.

Ich verstehe jeden, der in diesen Tagen mit der Familie zum Schlittenfahren rausgeht oder in die Sonne fliegt – oder der zu Silvester ein paar Böller steigen ließ. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, und die Konstanten werden weniger – gewiss sind nur noch wenige Dinge, wie dass das Merkel-Staatsfunk-System im Propagandastaat versuchen wird, Deutschland zu schaden.

Wir haben nicht übertrieben, wir haben allerhöchstens »untertrieben«, wir waren zu vorsichtig in der Voraussage, zu optimistisch in der Hoffnung. Ich weiß nicht, was 2021 bringen wird, doch einer einzigen Sache bin ich mir umso gewisser: Je stürmischer die See, umso wichtiger die Seemannskunst!

Je unsicherer, ungerechter und unvorhersehbarer die Zeiten, umso wichtiger ist es, zu wissen, was einem wirklich wichtig ist – zum Beispiel eine Schlittenfahrt mit den Kindern.

»Weiterschreiben, Wegner!«

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